Müllentsorgung in Monschau bereitet Probleme

Von: ag/jül
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In den vergangenen Wochen war es im Stadtgebiet Monschau immer wieder zu Problemen bei der Entsorgung gekommen. Foto: Patrick Seeger/dpa

Monschau. Vielleicht waren es Bürger der Stadt Monschau, die sich über die mangelhafte Müllabfuhr im Stadtgebiet beschweren wollten und damit am Freitag die Leitung bei den Schönmackers Umweltdiensten blockierten. Am Freitag war telefonisch jedenfalls kein Durchkommen zu dem Entsorgungsbetrieb.

„Zurzeit befinden sich alle Mitarbeiter im Gespräch. Sie werden verbunden, sobald...“ – war die einzige Aussage, die unsere Redaktion am Telefon erhielt.

In den vergangenen Wochen war es im Stadtgebiet Monschau immer wieder zu Problemen bei der Entsorgung gekommen. Darüber hatten zahlreiche Bürger an verschiedenen Stellen ihren Unmut zum Ausdruck gebracht. Auch Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter hatte von den Beschwerden erfahren. „Es sind definitiv zu wenig Fahrzeuge im Einsatz“, erklärte sie auf Anfrage. Während in der Vergangenheit pro Ort ein Fahrzeug für die Entsorgung eingesetzt worden sei, sei das Unternehmen nun dazu übergegangen, die Entsorgung in zwei Orten mit einem Fahrzeug zu erledigen, etwa in Konzen und Imgenbroich.

„Das ist nicht zu schaffen“, sagte Ritter. Beim Gelben Sack könne die Stadt Monschau nur appellieren, da man in diesem Fall nicht der Auftraggeber für die Entsorgung sei. Der Gelbe Sack wird im Auftrag des Dualen Systems Deutschland entsorgt. Anders sehe das aber bei der Entsorgung des Restmülls aus, in diesem Fall sei die Stadt die Auftraggeberin. Man werde nun noch den nächsten Donnerstag abwarten, wenn in Konzen und Imgenbroich wieder die Entsorgung des Restmülls ansteht. Sollte es dann erneut Probleme geben, werde man auf die Einhaltung der Verträge pochen, sagte Ritter.

Die Probleme bei der Restmüllabfuhr Ende vergangener Woche in Konzen hatte das Unternehmen mit technischen Problemen an einem Fahrzeug und den Witterungsbedingungen erklärt. Wegen der technischen Probleme sei am Donnerstag nur ein Teil der Tonnen geleert worden, die restlichen Tonnen seien dann auch am Freitag nicht geleert worden, weil das Unternehmen aus Witterungsgründen nicht im Einsatz gewesen sei. Die Tonnen sollten dann am Montag geleert werden.

In der Stadt Stolberg gibt es ein ähnliches Müllproblem. Die Umstellung auf das neue Abfuhrsystem, laut dem der Gelbe Sack nicht mehr an unterschiedlichen Wochentagen bezirksweise, sondern geballt an einem einzigen Tag im gesamten Stadtgebiet eingesammelt werden sollen, ging bei der Premiere prompt in die Hose. Seitdem hat die Stadt immer wieder auf Probleme hingewiesen und vorhergesagt, dass die vollständige Abfuhr an einem Tag nicht zu schaffen sei. Schönmackers habe aber beteuert, dies leisten zu können, da ein größeres Kontingent an Fahrzeugen und Personal eingesetzt werde. „Die Kritik der Bürger ist nachvollziehbar und wird von meinen Mitarbeitern und mir persönlich geteilt“, sagt Bürgermeister Tim Grüttemeier und erwartet von Schönmackers, dass das Unternehmen seine Aufgabe zukünftig, ohne Probleme zu schaffen, bewältigen werde.

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