Müllblitze: 6504 zu schnell

Von: udo
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Vorsicht Falle! Mit mobilen Messgeräten, die als Mülltone getarnt sind, will die Städteregion Aachen Temposündern auf die Schliche kommen. Foto: Stefan Schaum

Aachen. Während die Radarfalle in der Mülltonne in der Städteregion Aachen bereits von der Bordsteinkante gerollt worden ist, werden einige Autofahrer noch Bekanntschaft mit der Fotoqualität des „Speedoguard” machen.

Denn von 44.797 Verkehrsteilnehmern, die an insgesamt 34 Messtagen kontrolliert worden sind, waren genau 6504 zu schnell unterwegs. Mit anderen Worten: Rund jeder Siebte hat sich nicht an die Tempovorschriften gemacht.

Besonders eklatant: In einer Tempo-30-Zone wurden Spitzenwerte von mehr als 60 Stundenkilometer gemessen; an einer Stelle, an der Tempo 70 erlaubt war, waren Fahrer mit fast der doppelten Geschwindigkeit unterwegs. Die „Blitzquote” von rund 14,5 Prozent ist für das Ordnungsamt der Städteregion kein Ausreißer.

„Wir haben einen Schwankungsbereich von fünf bis 20 Prozent. Die Quote hängt von den Witterungsverhältnissen, der Tageszeit und dem Ort ab”, sagt Sprecher Detlef Funken.

Nach Protesten der Politik hatte Städteregionsrat Helmut Etschenberg die „Müllblitze” aus dem Verkehr gezogen. Begründung: Für diese Form der getarnten Verkehrsüberwachung fehle die Akzeptanz.
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