Nordeifel - Motorradausflug in die Eifel endet auf B266 tödlich

Motorradausflug in die Eifel endet auf B266 tödlich

Von: hes/sev/ots
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Zu einem tödlichen Verkehrsunfall ist es am Montagmittag auf der B266 im Einruhrer Berg gekommen. Nur wenige Kilometer unterhalb der Stelle, an der am Vorabend zwei Motorradfahrer kollidierten und sich schwer verletzten, stürzte ein 25-jähriger Motorradfahrer aus Aachen, wurde von einem entgegenkommenden Pkw erfasst und dabei so schwer verletzt, dass er wenig später starb. Foto: Stephan Everling

Nordeifel. Das sommerliche Wetter hat am vergangenen langen Wochenende und auch noch zu Wochenbeginn für eine wahre Invasion von Zweiradfahrern auf den Eifelstraßen geführt. Dabei ereigneten sich leider auch wieder zahlreiche Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Zweiradfahrern, der schwerste am frühen Montagnachmittag mit tödlichem Ausgang bei Einruhr.

Nach Polizeiangaben kam es am Montag kurz nach 13 Uhr auf der Bundesstraße 265 zwischen Einruhr und Vogelsang zu der folgenschweren Kollision, bei der ein 25-jähriger Fahrer aus Aachen starb. Der Aachener war in einer Gruppe aus drei Motorrädern auf der B266 von Vogelsang in Richtung Einruhr unterwegs. Nach Auskunft der Polizei geriet das Motorrad des an zweiter Stelle fahrenden Aacheners kurz nach dem Passieren einer Bushaltestelle aus bisher unbekannter Ursache ins Schleudern und stürzte. Der Fahrer wurde auf die Straße geschleudert und rutschte in den Gegenverkehr, wo er von dem Jeep eines 43-jährigen aus Kessel in Belgien erfasst wurde. Bei der Kollision mit dem Auto erlitt der Motorradfahrer so schwere Verletzungen, dass er noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte an der Unfallstelle starb.

Weitere Ermittlungen

Wie die Polizei an der Unfallstelle mitteilte, werden noch weitere Ermittlungen folgen, mit denen die genaue Unglücksursache herausgefunden werden soll. Hinweise erhoffen sich die Beamten von der Auswertung der Helmkamera eines der Motorradfahrer, die den Unfall aufgezeichnet haben könnte. Da aus der zerstörten Honda des Aacheners Benzin auslief, rückte der Löschzug 3 der Schleidener Feuerwehr mit rund zehn Wehrleuten aus und streute die Unfallstelle mit Bindemitteln ab.

Unfall am Sonntag in der Nähe

Nur wenige hundert Meter oberhalb der Unfallstelle im Einruhrer Berg hatte sich bereits am Sonntag eine schwere Kollision zwischen zwei Motorrädern ereignet. Ein 28-Jähriger war mit seinem Krad als Erster einer Motorradgruppe von Vogelsang nach Einruhr unterwegs gewesen. Auf der abschüssigen Strecke geriet er aus bisher ungeklärter Ursache in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn. Hier stieß er mit dem entgegen kommenden Krad eines 47-jährigen Mannes aus Aachen zusammen. Der Kaller prallte nach der Kollision anschließend gegen die Leitplanke und rutschte etwa zehn Meter einen Hang hinab. Er wurde durch die Höhenrettung des Deutschen Roten Kreuzes aus dem Abhang geborgen und schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Der Aachener wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Die Unfallstelle war während der Unfallaufnahme bis 20.10 Uhr beidseitig gesperrt.

Auch im Raum Monschau/Simmerath hatten sich am Sonntag alleine in der Zeit von 12.20 Uhr bis 17.25 Uhr drei Verkehrsunfälle unter Beteiligung von insgesamt vier Kradfahrern ereignet, die dabei allesamt verletzt wurden. Um 12.20 Uhr befuhren zwei Kradfahrer aus Monschau im Alter von 25 und 59 Jahren den Burgring um Monschau aus Richtung Höfen kommend. Unmittelbar vor den Kradfahrer befanden sich zwei weitere Pkw.

Der erste Pkw, ein Kleinwagen aus den Niederlanden, vollzog in Höhe der Bergstraße plötzlich und unvermittelt eine Vollbremsung, um dann nach links abzubiegen. Eine dahinter fahrende Fahrzeugführerin konnte durch eine Vollbremsung gerade noch ein Auffahren verhindern. Auch die beiden Kradfahrer versuchten auszuweichen und bremsten stark ab, verloren dann aber die Kontrolle über ihre Kräder und stürzten. Der 25-jährige wurde schwer, der 59-jährige leicht verletzt. Es entstand nach Polizeiangaben Sachschaden in Höhe von ca. 4000 Euro. Der niederländische Fahrzeugführer entfernte sich unerkannt, ein Ermittlungsverfahren wegen Unfallflucht wurde eingeleitet.

Um 16.15 Uhr befuhr ein 17-jähriger Jugendlicher aus Roetgen mit seinem Leichtkraftrad in Steckenborn die Straße Im Hech. Er bemerkte zu spät, dass ein 47-jähriger Pkw-Fahrer aus Simmerath in eine Einfahrt abbiegen wollte und langsamer wurde. Der junge Mann fuhr hinten auf, stürzte und verletzte sich leicht. Es entstand Sachschaden in Höhe von ca. 3500 Euro.

Auf der Hahnerstraße fuhr dann um 17.25 Uhr ein 52-jähriger Kradfahrer aus Aachen auf einen langsamer werdenden Pkw auf. Der 19-jährige Fahrer des Pkw aus Belgien wollte auf einen Waldparkplatz abbiegen und bremste entsprechend ab. Der Kradfahrer erkannte dies zu spät, fuhr auf und stürzte. Durch den Sturz wurde er leicht verletzt.

Das Krad wurde stark beschädigt, insgesamt wird der Schaden auf ca. 8200 Euro geschätzt.

Kollision nach Überholmanöver

Auch von den Eifelstrecken in Richtung Düren und Euskirchen wurden am Sonntag Motorradunfälle gemeldet. Ein leichtsinniges Überholmanöver war ebenfalls am Sonntagmittag der Auslöser für einen Unfall im Kalltal. Gegen 13.25 Uhr war ein 46-jähriger Motorradfahrer aus Düren auf der L 160 von Rollesbroich in Richtung Vossenack unterwegs. Kurz nach dem Abzweig nach Simonskall überholte er einen Pkw, obwohl die Straße an dieser Stelle kurvig und damit unübersichtlich ist. Ihm entgegen kam ein 76-jähriger Dürener mit seinem Pkw. Der Kradfahrer schaffte es nicht mehr, vor dem überholten Fahrzeug einzuscheren, sondern touchierte zunächst den linken Außenspiegel des Entgegenkommenden und dann die komplette linke Fahrzeugseite. Durch die Kollision verlor der 46-Jährige die Kontrolle und stürzte auf die Fahrbahn. Er zog sich schwere Verletzungen zu, die eine stationäre Krankenhausbehandlung nach sich zogen. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von 4500 Euro. Die L 160 war bis 15 Uhr voll gesperrt, wie die Dürener Polizei berichtete.

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