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„Montjoie Musicale“: Wenn ein kleines Schaf auf Bach und Bizet trifft

Von: js
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Lisa Mersmann am Cello und Lisa Klingenburg (Flöte) inmitten der Kinder. Foto: Josef Schreier

Monschau. Der Bürgersaal im Monschauer Aukloster war am Sonntag Schauplatz eines besonderen Konzerts im Rahmen der Reihe „Montjoie Musicale“. Diesmal gab es etwas für die Kinder – die kleinen und die großen. Es ist schon Tradition, dass es unter den seriösen Kammerkonzerten einmal im Jahr auch etwas Leichteres gibt und etwas, was gerade die Kinder in lockerer Weise in die klassische Musik einführt.

So sollen die Kinder konkret erfahren, welchen Wert diese Musik für ihr Leben haben kann, denn schließlich sollen sie ja auch später einmal als Erwachsene die „großen“ Konzerte besuchen. Florian Koltun als Leiter der Gesamtreihe konnte sich auch diesmal wieder über ein weiter gestiegenes Interesse am Kinderkonzert freuen. In der Tat füllte eine muntere Kinderschar mit ihren Eltern (und Großeltern) den Saal im Aukloster fast bis zum letzten Platz.

Die beiden jungen Musikerinnen Lisa Klingenburg und Lisa Mersmann haben zweifellos eine besonders geschickte und angemessene Methode gefunden, die Kinder mit der klassischen Musik und ihren Elementen vertraut zu machen. In ihren Bilderbuch-Konzerten wird jeweils ein bestimmtes Bilderbuch zugrunde gelegt, vorgelesen und musikalisch weitererzählt.

Mit den Instrumenten Cello (Mersmann) und Querflöte (Klingenburg) gelingt es den beiden „Lisen“, das im Bilderbuch Erzählte plastisch in Musik umzusetzen. Dabei werden jeweils kurze Stücke aus der klassischen Musik ausgesucht, die sich für bestimmte Szenen des Buchs eignen und oft so gut ausgewählt sind, dass sie dem Hörer nicht selten als eigens dafür geschrieben vorkommen. Dazu kommen dann noch eigene Liedchen oder rhythmische Bewegungsspiele, bei denen die Kinder auch am Sonntag in Monschau sofort mitmachten.

Diesmal ging es um ein Bilderbuch über das kleine wilde Schaf Charlotte, das so ganz anders ist, als man von ihm erwartet, das sich aber von den kopfschüttelnden Mit-Schafen und deren besorgten Seufzern nicht irritieren lässt. Ohne Scheu freundet es sich mit einem Schwein, einem Stier, den Enten und den Hühnern an und geht mit all diesen ungewöhnlichen Freunden auf die Suche nach zwei verloren gegangenen Schäfchen samt dem Hütehund. All dies untermalt durch eingängige Stücke aus Meisterhand, unter anderem waren Bach, Bizet, Saint-Saens auf Anhieb zu erkennen. Vielleicht wäre es nicht verkehrt, solche Bezüge gelegentlich zu benennen, ohne zu sehr pädagogisch-aufdringlich zu wirken.

Selbstverständlich war der Geräuschpegel bei diesem Kinderkonzert etwas größer als üblich. Aber es war schon erkennbar, dass es den Kindern sehr gefallen hat und dass sie gerne zuhörten und mitmachten. Florian Koltun dankte in besonderer Weise dem Lions-Club für die Unterstützung gerade dieser Kinderkonzerte.

Er wies auch auf das nächste Kammerkonzert hin, das am 9. April im Bürgersaal stattfinden wird.

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