Monschaus neuer Bushof nimmt Gestalt an

Von: ag
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Bald gehen die Bauarbeiten los: Die Nahverkehr Rheinland GmbH hat der Stadt Monschau 1,25 Millionen Euro für den Bau bewilligt. Die Gesamtkosten des Projektes liegen bei 1,9 Millionen Euro.

Monschau/Imgenbroich. Der Bau des neuen Bushofs in Imgenbroich am Himo kann starten. „Wir werden im Herbst beginnen“, sagte Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter jetzt in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses. Die Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) hat der Stadt Monschau rund 1,25 Millionen Euro für den Bau des ÖPNV-Verknüpfungspunktes Imgenbroich bewilligt. Die Gesamtkosten des Projektes liegen bei rund 1,9 Millionen Euro.

Durch den neuen Standort in Imgenbroich sollen die bestehenden Buslinien besser miteinander verknüpft und optimiert werden. Die Stadt Monschau verspricht sich davon, dass mehr Menschen den ÖPNV nutzen, und dass neue Buslinien, zum Beispiel eine Schnellbuslinie nach Aachen, geschaffen werden. Der Bushof in der Altstadt am Parkhaus Seidenfabrik führe zu Mehr- und Leerfahrten, die Zeit und Geld kosten, aber auch den Luftkurort belasteten.

„Das ist gut angelegtes Geld für unsere Kunden im Nahverkehr“, so die NVR-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober und Heiko Sedlaczek.

Die Anbindung des neuen Bushofs wird über einen Kreisverkehr auf der B 258 erfolgen. Der ÖPNV-Verknüpfungspunkt, wie der Bushof im Verwaltungsdeutsch bezeichnet wird, ist als Wendeanlage mit vier Busssteigen konzipiert. Davon sind zwei für Gelenkbusse mit einer Länge von 18 Metern vorgesehen, zwei weitere für normale Busse. Im westlichen Teil des Bereichs steht außerhalb der Laufwege der Fahrgäste ein Pausenplatz für einen Gelenkbus bereit.

Der Bushof erhält an zentraler Stelle einen sogenannten dynamischen Fahrgastinformationsanzeiger (DFA). Darauf können die Wartenden zum Beispiel sehen, in wie viel Minuten ihr Bus ankommen wird.

Die ehemalige Gastronomie im Himo soll mit Kiosknutzung, Snackmöglichkeiten und Fahrscheinverkauf hergerichtet werden. Die Geschäftsführung des Himo steht in erfolgsversprechenden Verhandlungen mit einem gastronomischen Dienstleister, der dieses Konzept als sinnhafte Bereicherung integrieren möchte.

Die Bussteige sind so angelegt, dass komfortable und kurze Umsteigewege möglich sind und es nicht notwendig ist, die Bussteiginsel zu verlassen.

Die Busssteige werden überdacht und erhalten eine Glas-/Stahl-Konstruktion mit einer Höhe von 3,30 Meter und einer Breite von fünf Metern. Diese Dachkonstruktion kann auch in verkleinerter Form für die Fahrradüberdachung genutzt werden. Jeder Bussteig wird mit einer sogenannten Fahrgastinformationssäule versehen.

Hinzu kommen sollten ursprünglich noch zwei weitere Bushaltestellen auf der B 258 unmittelbar an dem neuen Kreisverkehr, die zu Spitzenzeiten morgens im Schülerverkehr den zusätzlichen Andrang aufnehmen können. Diese Reservehaltestellen wurden zunächst als Busbuchten mit einer Länge von zwölf Metern geplant, um den Verkehrsfluss auf der B 258 nicht zu beeinträchtigen.

Ob diese Haltestellen notwendig sein werden, ist noch endgültig abzustimmen. Über den Kreisverkehr sollen außerdem zur Bundesstraße hin insgesamt 20 Park+Ride-Stellplätze sowie drei Kurzzeitparkplätze angebunden werden. Für Fahrräder wird eine überdachte Anlage mit einer Kapazität für 21 Fahrräder (davon zehn in Fahrradboxen) eingeplant.

Mit der Errichtung des Bushofes fallen 28 notwendige Stellplätze für das Himo weg, für die noch vor Beginn der eigentlichen Baumaßnahme östlich des Gebäudes Ersatz geschaffen wird.

Daneben sollte nach ursprünglicher Planung im Nahbereich des Bushofes ein Pendlerparkplatz mit rund 40 Stellplätzen angelegt werden. Diese Stellplätze sind in der vorliegenden Einplanungsmitteilung noch nicht enthalten und müssen nach einer konkreten Bedarfsanalyse nachgelagert beantragt werden.

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