Aachen - Monschaus Literaturzeitschrift „Haller“ geht in die zehnte Runde

Monschaus Literaturzeitschrift „Haller“ geht in die zehnte Runde

Von: Egl
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Corinna Griesbach (3.v.l.) und Hajo Latzel (3.v.r.) präsentieren die Autoren der neuesten Haller-Ausgabe (v.l.n.r.): Bernar LeSton, Frauke Buchholz, Anja Balschun, Claudia Heitkamp, Paule Daro, Regina Schleheck, Margret Kricheldorf. Foto: Harald Egerland

Aachen. Das Atelier des Künstlers Hajo Latzel war voll besetzt: Knapp 50 Personen wollten dabei sein, als sieben Autorinnen und Autoren ihre Texte vortrugen. Anlass war eine Präsentation der zehnten Ausgabe der Monschauer Literaturzeitschrift „Haller“, die sich mittlerweile in ihrem fünften Erscheinungsjahr befindet.

Der Hausherr Latzel hatte selbst für die Illustrationen der aktuellen Ausgabe gesorgt: Seine farbenfrohen Arbeiten mit multiplen Elementen trugen zu einer runden Mischung aus Literatur und Kunst bei. Corinna Griesbach, Herausgeberin der Zeitschrift, „die eigentlich schon eine Prosa-Anthologie ist“, freute sich nicht nur über das zahlreich erschienene Publikum, sondern auch über die große Zahl an Autoren, die teilweise aus Frankfurt, Belgien und Luxemburg angereist waren.

Ihre Werke hatten es neben zehn anderen aus einer Auswahl von rund 200 eingesandten Texten in die aktuelle Ausgabe geschafft, die auf 140 Seiten Geschichten aus dem deutschsprachigen Raum zu dem Thema „Verborgene Fantasien“ versammelt.

Neben Profis wie der mehrfach ausgezeichneten Regina Schleheck und Krimi-Autorin Anja Balschun erhielten auch Newcomerinnen wie Claudia Heitkamp, Frauke Buchholz oder Paule Daro die Gelegenheit, ihre Texte einem sehr interessierten Publikum zu präsentieren. Vor allem bei der 17-jährigen Luxemburgerin Daro, die mit „Unter verzweifelten Monden“ einen sehr persönlichen, ergreifenden und künstlerisch hochwertigen Text vorstellte, herrschte Totenstille und höchste Konzentration.

Überhaupt schien die Mischung zu stimmen: Von ernsthaften und literarischen über böse-kriminalistischen bis zu komisch-unterhaltsamen Texten war alles vorhanden. Bernar LeSton reflektierte satirisch das Schriftsteller-Dasein, Margret Kricheldorf ließ offen, ob es sich bei ihren „20 Minuten“, gefangen unter einer Sonnenbank, lediglich um Einbildung oder tatsächlichem Horror handelte.

Die besten Horrogeschichten

Im Anschluss stellte Hajo Latzel dem Publikum seine aktuellen Arbeiten vor und gewährte einen Einblick in seine Arbeitsweise. Am Ende waren sich die Besucher einig: Sie hatten einen abwechslungsreichen und vielfältigen Abend erlebt. Neben interessanten Texten und engagierten Autoren hatte die besondere Atelier-Atmosphäre ihren Anteil daran. „Die die Veröffentlichung begleitenden Lesungen finden stets an interessanten Orten statt“, erläuterte Corinna Griesbach.

„Auch das Konzept, deutschsprachige Texte zu einem ausgewiesenen Thema mit Arbeiten eines Künstlers zu kombinieren, wird beibehalten.“ Der Erfolg gibt der Monschauerin recht: Parallel zum aktuellen Heft ist eine Buchausgabe mit den besten Horrorgeschichten aus dem „Haller“ erschienen.

Beziehen kann man die aktuelle Ausgabe unter www.literaturzeitschrift-haller.de oder telefonisch unter Telefon 02471/8025524.

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