Monschauer Werbetafel soll Straßenbild aufwerten

Von: P. St.
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Ohne Werbung läuft in einer Touristenstadt wie Monschau nichts. Mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft Monschauer Unternehmer soll aber nach und nach eine einheitliche Monschauer Werbetafel Eingang in das historische Stadtbild finden. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Man kennt sie als Gehwegaufsteller, Passantenstopper, Kundenstopper oder auch Straßenreiter. In jedem Falle aber stehen die Klappaufsteller, vorrangig in belebten Fußgängerbereich, mitten im Weg, was ja auch ihrer eigentlichen Bestimmung entspricht.

Auch in der Monschauer Altstadt ist diese sehr direkte Form der Kundenansprache weit verbreitet. Für den Geschäftsmann bedeutet diese Werbung im öffentlichen Straßenraum bare Münze, aber der ästhetische Wert wird oft vernachlässigt. Derzeit findet man ein wilde Mischung vor. Diese negativen Beispiele tragen nicht gerade zur Aufwertung des Stadtbildes bei und sind auch der Arbeitsgemeinschaft Monschauer Unternehmer (AMU) ein Dorn im Auge. Daher hat die AMU den Antrag auf Änderung der Sondernutzungssatzung und Werbesatzung gestellt.

Der Monschauer Wirtschaftsausschuss stimmte jetzt der Satzungsänderung mehrheitlich zu. Ziel ist es, künftig grundsätzlich Werbeaufsteller im öffentlichen und privaten Raum zuzulassen. Gleichzeitig sollen aber nur noch bestimmte Aufsteller das Straßenbild im historischen Stadtkern bestimmen. Dabei handelt es sich um die sogenannte „Monschauer Werbetafel“, in die ein hübsches Logo der Altstadt eingearbeitet ist und die auch bereits vereinzelt zu sehen sind. Die AMU will die weitere Vermarktung in die Hand nehmen.

Bisher wurden die Aufsteller lediglich geduldet. Wenn sie jetzt als einheitliches Produkt Eingang in die neue Satzung finden, hat die Stadtverwaltung nach Inkrafttreten der neuen Satzung nun auch die Möglichkeit rigoros gegen Werbeaufsteller vorzugehen.

Werner Maaßen als Vertreter der AMU meinte, dass durch die Satzungsänderung eine einheitliche Ausführung der Passantenstopper ermöglicht werde. Ein hartes Durchgreifen sei durchaus im Sinne der AMU. Auch Ortsvorsteher Georg Kaulen verknüpfte mit der Satzungsänderung die Hoffnung, dass alle anderen Ausführungen aus dem Straßenbild verschwinden würden.

Bürgermeisterin Margareta Ritter sprach von einer „geschmackvollen Ausführung“ der neuen Werbetafeln. Sie hoffe, dass die Satzungsänderung gleichzeitig das Ende der Billig-Aufsteller bedeute. Sie appellierte an die AMU, die Stadt bei der Umsetzung der Satzung zu stärken.

Allein Wolfgang Weber (FDP) konnte sich mit der Zulassung von Werbeaufstellern nicht anfreunden. Seiner Meinung nach handelte es sich dabei um ein Sicherheitsrisiko für Fußgänger.

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