Nordeifel - Monschauer Straße: Trotz neuer Ampeln zügiger nach Aachen?

Monschauer Straße: Trotz neuer Ampeln zügiger nach Aachen?

Von: ag
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Nordeifel. Über den Ausbau der B258 wurde in den vergangenen Wochen wieder intensiv diskutiert. Im Fokus stand dabei vor allem der mehrspurige Ausbau der Monschauer Straße von Gut Kalkhäuschen bis zur Autobahn.

Ein vierspuriger Ausbau zwischen der Einmündung Pascalstraße und dem Autobahnanschluss Lichtenbusch scheint nun, nachdem den betroffenen Anwohnern ein deutlich besserer Lärmschutz in Aussicht gestellt wurde, machbar zu sein. Das macht vielen genervten Pendlern Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation. Die Pendler müssen sich auf dem Weg zur Arbeit aber auch auf einige neue Ampeln einstellen, wenn die Pläne des Landesbetriebs Straßenbau umgesetzt werden sollten. Auch die sind in den Planungen des Landesbetriebs vorgesehen.

Zügigeres Abbiegen

Demnach soll an Relais Königsberg künftig eine Ampel den Verkehr regeln. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung in den Morgenstunden seien hier zwei Fahrstreifen in Richtung Aachen erforderlich. Auch in Richtung Eifel seien zwei Fahrstreifen geplant. Daher könne die Fußgängerquerung in Höhe des Parkplatzes nicht beibehalten werden, heißt es in den Planungen des Landesbetriebs. Die Fußgängerquerung soll deshalb in die Ampelanlage integriert werden. Die Ampel soll außerdem den Autofahrern aus Richtung Rotterdell ein zügigeres Abbiegen ermöglichen.

Die Berechnungen der Leistungsfähigkeit für die Kreuzung Kalkhäuschen kommen zu dem Ergebnis, dass der Knoten in seiner heutigen Konzeption in zehn Jahren den Verkehrsanforderungen nicht mehr gerecht wird. In den Morgenstunden sei dann mit langen Rückstaus in Richtung Eifel zu rechnen und die Verbindung Aachen-L233 breche völlig zusammen, heißt es in den Erläuterungen der Ausbaupläne. Daher werde dieser Knotenpunkt „in seiner Gestaltung an die dominierenden Verkehrsströme angepasst“. Um den Verkehr aus Aachen kommend in dem Steigungsabschnitt nicht unnötig zu bremsen, soll die Anbindung weiterhin als Bypass erfolgen. Dieser wird in der Regel nicht von der geplanten Ampelsteuerung betroffen sein, nur für den Fall, dass Fußgänger und Radfahrer die Straße queren wollen, ist eine Ampelsteuerung vorgesehen. Der Verkehr von Walheim in Richtung Eifel wird über eine innenliegende Linkseinbiegerspur geführt.

Auch an der Kreuzung B258/Ardennenstraße ist eine neue Ampel geplant. So soll die auf der Südseite vorhandene Bebauung verkehrssicher angebunden werden. Eine Querungsmöglichkeit für Fußgänger ist ebenfalls vorgesehen.

Verkehrsabhängige Schaltung

Eine weitere neue Ampel ist „aus Gründen der Verkehrssicherheit und auch aus Gründen der Leistungsfähigkeit“ an der Kreuzung B258/Eisenhüttenweg geplant.

„Die Details werden aber noch mit der Straßenverkehrsbehörde abgestimmt“, sagt Bernd Egenter, Abteilungsleiter Planung beim Landesbetrieb Straßenbau.

Eine kleinräumige Betrachtung zeige, dass sowohl im Ist- als auch im Planzustand kein besonders hoher Verkehrsfluss zu erwarten sei. Erwartungsgemäß sei dies im Bereich der Kreuzungen der Fall. Durch eine „verkehrsabhängige und koordinierte Ampelschaltung“ könne die Komforteinbuße für den durchgehenden Verkehr auf der B258 aber minimiert werden. Über längere Streckenbereiche würden sich die Vorteile der Ausbauplanung auch deutlicher zeigen, schreibt das vom Landesbetrieb beauftragte Ingenieurbüro. „Als Ergebnis ist festzuhalten, dass durch den Ausbau der B258 die Qualitätsstufe des Verkehrsablaufes sich um mindestens eine Stufe verbessert.“

Das sieht der Landtagsabgeordnete Stefan Kämmerling (SPD), der sich für die Umsetzung der Pläne des Landesbetriebs einsetzt, ähnlich: „Die Planung 2015 ist aus Eifler Sicht nicht mehr die ‚reine Lehre‘, aber ich bin fest davon überzeugt, dass sie große Vorteile im Vergleich zum heutigen Status bietet“, sagt er.

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