Monschauer SPD stellt sich neu auf

Von: ho
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Die Monschauer SPD hat sich neu aufgestellt: Der neue Vorsitzende Georg Alt (4.v.l.) und sein Stellvertreter, Oliver Hrabowski (5.v.r.), schauen mit ihrem Team hoffnungsvoll in die Zukunft. Zu den ersten Gratulanten zählten (v.l.) Martin Peters, MdL Stefan Kämmerling und Jorma Klauss aus Roetgen.

Monschau/Konzen. Lob von allen Seiten gab es für Brigitte Olschewski auf der Mitgliederversammlung der Monschauer SPD, die am Donnerstagabend im Hotel Jägersruh in Konzen stattfand. Nach ihrer Ankündigung vor den Vorstandswahlen, man wolle sich im Ortsverband neu und verjüngt aufstellen, und dass sie für den Posten der Vorsitzenden nicht mehr zur Verfügung stehe, wählte die Versammlung Georg Alt aus Kalterherberg zu ihrem Nachfolger.

Bewegt dankten die Monschauer Genossen ihrer scheidenden Vorsitzenden und SPD-Urgestein Bruno Steffens sagte zu Olschewski: „Du warst für mich die beste Vorsitzende, die wir je in Monschau gehabt haben.“ Auch MdL Stefan Kämmerling lobte Olschewski in den höchsten Tönen und dankte „von Herzen für die jahrelange tolle Zusammenarbeit“.

Im Gegensatz zu Martina Rader, die bisher als stellvertretende Vorsitzende fungierte, bleibt die viel Gelobte den Monschauer Sozialdemokraten aber weiterhin als Beisitzerin im Vorstand erhalten. Als Nachfolger von Rader wurde auf der Mitgliederversammlung Oliver Hrabowski (34) gewählt. Anita Schallenberg aus Imgenbroich fungiert ab sofort als Schriftführerin und Carmen Krökel (23) übernimmt von Bruno Steffens das Amt des Kassierers. Als Beisitzer wurden Thomas Kastenholz, Brigitte Olschewski, Gregor Mathar und Henri Wegenka gewählt.

Zwischen den einzelnen Wahlvorgängen hatte Fraktionsvorsitzender Gregor Mathar Stellung zu verschiedenen kommunalpolitischen Themen genommen. Zum Gewerbegebiet Imgenbroich Nord-West, „in dem sich sehr viel beziehungsweise leider sehr wenig tut“, schilderte er die momentane Situation aus Monschauer Sicht.

„Leider beklagt die Nachbargemeinde dieses Vorhaben“, konstatierte Mathar zum Rechtsstreit zwischen Monschau und Simmerath und ergänzte dazu: „Ich denke, dass man hier künftig bezüglich der Zusammenarbeit über einen interkommunalen Arbeitskreis nachdenken sollte.“

Zum Simmerather Kassen-Minus von rund 17 Millionen Euro merkte Gregor Mathar schmunzelnd an: „Da sind wir in Monschau schon einen deutlichen Schritt weiter.“ Mathar unterstrich die Notwendigkeit der Einnahmen aus dem Höfener Windpark, machte sich nochmals für den Erhalt der Notfallpraxis in Simmerath stark und hielt zu den Gebühren der Schwimmhalle fest: „In Zukunft wird es hier wohl einheitliche Gebühren geben.“

Als Gast konnte der neue Vorsitzende Georg Alt auf der Mitgliederversammlung neben dem Roetgener Bürgermeister-Kandidaten Jorma Klauss auch den Unterbezirksvorsitzenden Martin Peters begrüßen. Der bedankte sich zunächst einmal bei Brigitte Olschewski für die geleistete Arbeit. „Ich bin heute gekommen, um Dir meinen persönlichen Respekt zu zollen. Du hinterlässt ein gut bestelltes Feld.“

Danach schoss sich Peters im Zusammenhang mit den momentanen Haushaltsberatungen der Städteregion auf Städteregionsrat Helmut Etschenberg ein. „Dieser Mann ist parlamentsfeindlich“, stellte er provokant fest und verwies dazu auf die Verweigerung der Akteneinsicht zur B 258 und zur Auswahl der Dezernenten. „Da habe ich jetzt die Reißleine gezogen und die Kommunalaufsicht eingeschaltet“, hielt Martin Peters angesäuert fest.

Zur Belastung der Kommunen durch die Städteregion schob er nach: „Wir können es nicht mehr verkraften, wenn die Städteregion ungebremst an der Umlageschraube dreht.“

Stefan Kämmerling (MdL), der sich auch für die Zukunft „als braver Dienstleister für die Eifel“ empfahl, erinnerte noch einmal daran, dass der Stadt Monschau aus dem Stärkungspakt Stadtfinanzen bis 2020 rund 6 Millionen Euro zufließen. Dazu kämen aus dem Einheitslastenausgleich in diesem Jahr nochmals 72.000 Euro.

Mit Blick auf die B 258 hatte auch er für Städteregionsrat Etschenberg kein gutes Wort übrig. Zu den nicht offen gelegten Plänen von Straßen NRW merkte Kämmerling an: „Da halte ich meine Kritik am Städteregionsrat aufrecht.“

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