Monschau - Monschauer Sommermärchen auf der Burg geht weiter

Monschauer Sommermärchen auf der Burg geht weiter

Von: egl
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Die große Spielfreude der Akteure bestimmte die Aufführung der Operette „Im Weißen Rössl” auf der Burg Monschau. Foto: H.Egerland

Monschau. Eine halbe Stunde vor Aufführungsbeginn kam der erste stärkere Wind auf, und einige Tropfen lösten sich aus dicken Wolken über der Burg. Dennoch blieben die Gäste der Monschau-Klassik auch am Sonntag trocken und konnten die Aufführung von „Im weißen Rössl” nicht nur regenfrei, sondern auch noch bei Sonnenschein erleben.

Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter begrüßte kurz die Gäste und übergab dann das Mikrofon dem Ehrengast des Tages, dem neuen NRW-Minister für Wirtschaft, Bauen und Verkehr, Harry Kurt Voigtsberger, zugleich auch Schirmmherr der elften Monschau-Klassik. In launigen Worten rechtfertigte er seine Anwesenheit: Zwar sei er Minister für Wirtschaft, aber in seinen Augen bildeten Wirtschaft und Kultur eine besondere Einheit.

Monschau sei dafür ein herausragendes Beispiel: „In Monschau treffen sich Geschichte, Architektur und Landschaft auf eine einmalige Art und Weise.” Exemplarisch spürbar sei das vor allem bei Events wie der Monschau-Klassik und der äußerst gelungenen „Rigoletto”-Aufführung im Juni vor dem Roten Haus. Sie habe - neben dem Klassik-Programm auf der Burg - gezeigt, „dass Monschau an den verschiedensten Plätzen und Orten Herausragendes zu bieten hat.”

So habe er noch als Direktor beim Landschaftsverband Rheinland die Schirmherrschaft übernommen. Mit einem Augenzwinkern zum Himmel fügte er hinzu: „Schirmherrschaft bedeutet dabei in erster Linie, dafür zu sorgen, dass es keine Schirme braucht!”

Was dann auf der Bühne folgte, war kurzweilige Unterhaltung. Ralph Benatzkys Operette von 1930 wurde als temporeiche und bunte Nummernrevue vor fast ausverkauftem Haus aufgeführt. Die peppig-poppige Inszenierung präsentierte sich mit zahlreichen klamaukhaften Elementen und manchen Kalauern, wie Anspielungen auf Hansi Hinterseer oder Franz Beckenbauer („Der Kaiser kommt!”). Immerhin geben die Charaktere schon genug Grund zum Schmunzeln, und auch die gastronomische Atmosphäre passt zur touristischen Altstadt recht gut.

Von der Bekanntheit der einzelnen Nummern profitierte auch die Aufführung auf der Monschauer Burg. Auch die ungeheure Spielfreude der Akteure war bemerkenswert. Sie übertrug sich nicht nur auf die rund 1000 Besucher, die bei den bekanntesten Nummern mitklatschten und -summten. Auch hat man selten ein Orchester gesehen, das so oft lächelte und mit großem Spaß dabei war, nicht nur, als es mit Kanonsingen die Kollegen auf der Bühne unterstützte.

Inga Hilsberg, die auch diesmal die musikalische Leitung innehatte, war im passenden Dirndl erschienen und überzeugte erneut durch ihr temperamentvolles Dirigat.
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