Monschau - Monschauer Gymnasium gewinnt Geschichtswettbewerb mit Schmugglerfilm

Monschauer Gymnasium gewinnt Geschichtswettbewerb mit Schmugglerfilm

Von: Alina Schreiber
Letzte Aktualisierung:
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Ausschnitte aus dem preisgekrönten Film: Sophie (Lara Nießen, o.r.) verkörpert in der Hauptrolle ein Mädchen, das ihrem Nachbarn die Verwicklung in einen Drogenschmuggel beichtet. Der Nachbar erzählt daraufhin von früher und seinem Schmuggel mit Kaffee. In Belgien wurde der Kaffee gekauft (u.li.), und anschließend nach Deutschland getragen. Wegen der Zöllner verlief der Weg allerdings nicht reibungslos (u. re.). Auch heute erinnert an dieses Geschehen das Schmugglerdenkmal in Mützenich (o. li.). Montage: Sebastian Reuter

Monschau. Gezittert, gewartet und gehofft … Ungefähr so lässt sich seit Juli der Zustand der ehemaligen Klasse 9d des St. Michael Gymnasiums in Monschau beschreiben. Doch nun hat es ein einziger Brief geschafft die Anspannung der Schüler aufzulösen. Es war ein Brief, der ihnen mitteilte, dass sie auf Bundesebene einen der dritten Plätze beim „Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2012/2013“ ergattert und damit insgesamt 750 Euro gewonnen haben.

Sie sind in dieser Region die einzigen Teilnehmer, die überhaupt einen der Bundespreise belegt haben. Das macht sie unglaublich stolz und lässt die Erinnerungen an das spannende letzte Jahr noch einmal hochkommen. Es war ein Jahr mit Höhen und Tiefen, doch jetzt wissen die Schüler, dass es die ganze Arbeit wert war.

Von September 2012 bis Februar 2013 haben sie geschuftet, um ihren fast 25 Minuten langen Film über die Schmuggelzeit in der Eifel fertigstellen zu können. „Nachbar hilft Nachbar - Gemeinsam durch die Eifel“ ist der Name des Filmes und beinhaltet den Unterschied zwischen dem früheren und dem heutigen Schmuggel, um den Menschen zu zeigen, dass man Kaffee und Zigaretten vor allem deshalb illegal von Belgien nach Deutschland brachte, um überleben zu können.

Der Drogenschmuggel heute ist dagegen nicht nur illegal, sondern auch gesundheitsgefährdend. Das sollte den Leuten noch einmal nahe gelegt werden, um sich mit dem heute fast schon „normalen“, aber eigentlich erschreckenden, Dingen auseinander zu setzen.

Zudem war es auch für die Klasse sehr interessant zu sehen, was in der Jugend ihrer Großeltern passierte und weckte bei ihnen das Interesse an der Nachkriegszeit. Der Spaß am Projekt hat den Schülern letztendlich vielleicht sogar den Erfolg erbracht.

Schon im Juni war die Freude groß, als der Bescheid kam, dass sie zusammen mit 75 weiteren Beiträgen Landessieger von Nordrhein-Westfalen geworden waren. Die Preisverleihung fand am 15. Juli schließlich im „Haus der Geschichte“ in Bonn statt. Hier erhielten alle Beteiligten ihre Urkunden und eine Führung durch das Museum.

Der Landessieg qualifizierte sie zu den 50 noch ausstehenden Bundespreisen, sprich 5 erste Plätze (je 2000 Euro), 15 zweite Plätze (je 1000 Euro) und 30 dritte Plätze (je 500 Euro). Deutschlandweit waren insgesamt 1321 Beiträge und über 5000 Teilnehmer an dem Wettbewerb beteiligt, und hierbei zu den besten 50 Beiträgen zu zählen, ist für die ehemalige Klasse ein Erfolg, der wahrscheinlich nie vergessen wird.

Nun gehen aber alle Schüler der letztjährigen 9d ihre eigenen Wege. Sie sind nun in der Oberstufe und die Klasse wurde aufgelöst. Trotzdem aber werden sie durch den Geschichtswettbewerb gewissermaßen in den ganzen schönen Erinnerungen immer vereint bleiben, und gerne an die wunderbare Zeit und das gelungene Filmprojekt in der Klassengemeinschaft zurückdenken.

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