Monschauer Eifelverein feiert den 125. Geburtstag

Von: M. S.
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Die „grüne Verdienstnadel” für die beiden Eifelverein-Urgesteine Helene Henn und Egon Jansen (2. v.r. ). Die Funktionsträger Klaus Hilgers (re.) und Bernd Läufer zeichneten die langjährig aktiven Mitglieder zudem mit Urkunden aus. Foto: Manfred Schmitz

Monschau. Ein inhaltsreicher Festakt im Bürgersaal des Auklosters krönte die Feierlichkeiten einer Veranstaltungswoche, zu der Monschaus Eifelvereins-Ortsgruppe anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens geladen hatte.

Das vielseitige Jubiläumsprogramm klang am Sonntag mit einer eindrucksvoll inszenierten Eucharistiefeier in der Aukirche aus.

Ortsgruppenvorsitzender Klaus Hilgers begrüßte zur Feierstunde in heiterer Atmosphäre rund hundert Gäste. Er bedauerte die krankheitsbedingte Abwesenheit des verdienstvollen Ehrenvorsitzenden Pejo Weiß. Dessen in der Schweiz lebende Tochter Dr. Monika Weiß versicherte, ihr Vater fühle sich „mit ganzem Herzen in die Altstadt - Ortsgruppe integriert”.

In Vertretung des Schirmherrn, Städteregionsrat Helmut Etschenberg, hielt Hans-Josef Hilsenbeck die Laudatio auf die historisch verbundenen und doch stets zeitgemäßen Eichenlaubträger aus der Rurstadt. Er nannte deren Jubiläum ein „epochales Ereignis für das gesamte Monschauer Land”.

Engagement gewürdigt

Hilsenbeck würdigte das Engagement der Jubilarin zum Wohle der Natur, der Stadt Monschau, der heimischen Eifel wie des grenzüberschreitenden Venns. „Für eine positiv strukturelle und gesellschaftliche Entwicklung und fruchtbares Miteinander sind die Impulse des Eifelvereins enorm wichtig. In Zeiten, da sich soziale Verhältnisse rasch ändern, spielen Werte wie erlebbare Natur, die es als unser aller kostbares Gut zu erhalten gilt, Einsatz für Wanderer, Kulturfreunde und selbstlose Landschaftsrenaturierung steigend bedeutende Rollen.” Hilsenbeck erinnerte an das unermüdliche Schaffen des Ehrenvorsitzenden Pejo Weiß: „Er hat die Menschen auf die Eifel neugierig gemacht”. Über den Kunstmaler Paul Siebertz sagte er: „Er hielt zauberhafte Eifelpartien meisterhaft auf Leinwand fest.” Außerdem würdigte er das Werk des Heimatdichters Ludwig Mathar. Er habe der Nordeifel ein ein weithin strahlendes literarisches Denkmal gesetzt.

Der Höfener Ratsherr Peter Theissen überbrachte die Glückwünsche der Monschauer Bürgermeisterin Margareta Ritter. Im Hinblick auf die 125-jährige Geschichte der Ortsgruppe meinte er, wer gute und schwere Zeiten wie zwei Weltkriege überstanden habe und immer noch eine feste Größe für die Menschen des Monschauer Landes und Mutter Natur darstelle, sei zum Gemeinwohl fest zusammengeschweißt. Wartung und Pflege zahlreicher Schutzhütten und Einrichtung idyllischer Rastplätze wie Wanderwege gäben, so der Stadtverordnete, positives Zeugnis vom Wirken des Eifelvereins.

Auch Altstadt-Ortsvorsteher Georg Kaulen hob die Leistungen der Ortsgruppe hervor: „Sie organisiert mit âFrisch aufÔ drei attraktive und Fitness fördernde Wanderungen pro Woche, sorgt für saubere Landschaft durch Unratbeseitigung und Müllsammlungen, repariert Schutzhütten oder errichtet neue.”

Regina Scholl, Vorstandsmitglied im Dürener Hauptverein, verlas eine Glückwunschadresse des Vorsitzenden Dr. Hans Klein. Daraus erfuhren die Zuhörer, dass die Gründung der Ortsgruppe in Partnerschaft mit einem bereits bestehenden „Verschönerungsvereins für Montjoie und Umgebung” vollzogen wurde. Die Wurzeln des „unschätzbaren an der Eifelheimat und ihren Menschen geleisteten Dienstes”, so Klein, ruhten sogar noch früher in Monschauer Erde. Präses Pfarrer Dr. Pauli, ein Urgestein der Monschauer Kolpingfamilie, hatte stets und letztlich erfolgreich die Zusammenführung der drei Vereine betrieben.

Regina Scholl betonte das Kredo des Vorsitzenden Klein, die Ziele des Eifelvereins seien heute noch so aktuell wie 1885: „Die schönste Freizeitbeschäftigung der Welt beschert ihren Anhängern außer gesunder Bewegung in freier Natur auch die völkerverbindende Begegnung mit Menschen anderer Nationen.”

Dr. Bernd Läufer, Vorsitzender der Bezirksgruppe Monschauer Land im Eifelverein, bezeichnete es als dessen permanente Aufgabe, „unsere Arbeit an gesellschaftlichen Wünschen und Bedürfnissen auszurichten”. Aber: „Wir müssen dabei über Traditionen Bewährtes würdigen, um es zu erhalten!”

Hubert Keutgens aus Eupen , Sprecher des befreundeten „Königlichen Eifel/Ardennenvereins erwähnte mit Freude die guten Beziehungen zwischen den beiden Tuchstädten und deren nun euregionalen Wanderfamilien: „Schließlich heißt Montjoie „Berg der Freude´.”

Verdienstnadeln

Für die Monschauer Ortsvereine überbrachten Klaus Kaulard (Kirchenchor) und Heinz Mertens im Auftrag der Bürgerschützen beste Wünsche zum Stiftungsfest.

Dessen Matinee gipfelte in einem seltenen Höhepunkt. Klaus Hilgers und Bernd Läufer ehrten Helene Henn und Egon Jansen für deren Verbundenheit mit den Idealen des Eichenlaubs. Beide wurden mit der grünen Verdienstnadel nebst Urkunden ausgezeichnet.

Helene Henn ist seit 1954 Mitglied der Ortsgruppe, unermüdliche Wanderführerin und betreut seit 1975 regelmäßig den Ortsgruppenstand zum Altstadt-Pfarrfest. Auch Egon Jansen (Mitglied seit 1951) zeichnete sich vielfach als zuverlässiger Wanderführer und präziser Organisator von Mehrtagestouren aus.
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