Monschau - Monschau will weiter an seinem Weihnachtsmarkt arbeiten

Monschau will weiter an seinem Weihnachtsmarkt arbeiten

Von: Peter Stollenwerk
Letzte Aktualisierung:
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Trotz vereinzelter Kritik ist und bleibt der Monschauer Weihnachtsmarkt ein beliebtes Ziel für Besucher im Advent. Die Monschau-Touristik als Veranstalter will mit allen Beteiligten gemeinsam weiter an Verbesserungen arbeiten. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Mit einem verkürzten Wochenende endet am 23. Dezember der Monschauer Weihnachtsmarkt. Danach wird wieder Bilanz gezogen, aber der beste Umsatztag dürfte bereits hinter der Mehrzahl der Budenbesitzer liegen.

Nach übereinstimmender Auskunft der Organisatoren und Verantwortlichen erlebte der Monschauer Weihnachtsmarkt am vergangenen Sonntag seinen bisher besucherstärksten Tag. Zeitweise wurde es eng in den Altstadtgassen, und das Gefühl romantischer Gemütlichkeit und ungestörter Idylle in der historischen Altstadt konnte sich nicht bei allen Besuchern einstellen, zumal durch den hohen Individualverkehr und die kurzfristige Überlastung der „P+R“-Busse das Weihnachtsmarkt-Vergnügen getrübt wurde.

Bei der Monschau-Touristik weiß man, dass solche Umstände bei Massenandrang kaum zu vermeiden sind, viel wichtiger erscheint es dem Veranstalter, dass das Image des Marktes langfristig wieder aufpoliert wird, nachdem sich in den Vorjahren die Kritik von Besuchern an der Qualität der Veranstaltung gehäuft hatte.

Erste Bewährungsprobe

Auf eine erste Bewährungsprobe wurde im Advent 2017 das neue Konzept für den Monschauer Weihnachtsmarkt gestellt. „Damit haben wir den richtigen Weg eingeschlagen“, ist Margareta Ritter, Geschäftsführerin der Monschau-Touristik, überzeugt. Die Konzeption als Reaktion auf die Kritik am Markt zielt auf eine größere Vielfalt des Angebotes ab, eine Reduzierung der Verzehrbuden, mehr Sauberkeit und ein neues Beleuchtungskonzept.

Für Margareta Ritter, die Monschauer Bürgermeisterin, ist bei der Runderneuerung des Weihnachtsmarktes vor allem der solidarische Gedanke bei Budenbesitzern und Gewerbetreibenden ein wesentlicher Faktor. „Das Gefühl der Gemeinsamkeit hat sich verstärkt“ sagt sie. Neu ist nämlich auch ein Umdenken bei den Standgebühren. Diese werden jetzt von den Verzehrbuden getragen – zugunsten der Verkaufsstände mit weihnachtlichen Deko-Artikeln. Auf diese Weise konnte man auch neue Anbieter gewinnen.

Die Kritik aus Besucherkreisen, bilanziert Margareta Ritter, sei nicht mehr so heftig, „aber wir sollten noch ein wenig mehr tun“: So sieht sie den langfristigen Charakter des neuen Konzeptes, dessen Umsetzung verpflichtend für alle Partner auf insgesamt drei Jahre angelegt ist.

Schon jetzt sieht sie in einem Punkt aber dringenden Handlungsbedarf. „Wir müssen unbedingt ein Angebot für Kinder beim Monschauer Weihnachtsmarkt schaffen. Da gibt es bisher nichts“, stellte Margareta Ritter nüchtern fest. Dieser Eindruck wurde in diesem Jahr noch deutlicher vor Augen geführt, da auch die Aufführungen der Lebenden Krippe im Rahmenprogramm des Marktes diesmal infolge von Personalmangel bei den Krippenfreunden Höfen ausfiel.

Dieser Punkt, so Ritter, werde bei der Bilanzrunde im Januar sicherlich eine Rolle spielen. Bei dieser Gelegenheit wird dann auch die schönste Weihnachtsmarktbude 2017 gekürt. Insgesamt verzeichnet der diesjährige Weihnachtsmarkt 72 Anbieter, wobei sich einige Besucher eine Vergrößerung des Angebotes wünschen.

Unterhalten wird man sich beim Rückblick dabei auch über das neue Beleuchtungskonzept. Die quer über die Altstadtgassen gespannten dreieckigen Lichtnetze, die einen optischen Bezug zur Monschauer Tuchmachertradition herstellen sollen, müssten an einigen Stellen anders positioniert oder dimensioniert werden, während die Wirkung der beleuchteten Baumkronen sehr gut gewesen sei.

Auch ein Thema werde die erstmals vorgenommene Erweiterung des Weihnachtsmarktes um fünf Buden am Gerberplatz sein. Diese Örtlichkeit, sagt Margareta Ritter, habe sich für die dortigen Budenbetreiber als „schwierig“ erwiesen.

Neben der räumlichen Erweiterung ist auch die zeitliche Ausdehnung um einen weiteren Wochentag seit Jahr und Tag ein Diskussionsthema beim Weihnachtsmarkt. Auch diese werde man „in Ruhe“ besprechen, sagt Margareta Ritter, aber nur bei realistischen Erfolgsaussichten sollte man sich damit näher beschäftigen.

Am zurückliegenden extrem besucherstarken Sonntag gab es vereinzelt auch Kritik daran, dass die Schneematschreste nicht vom Weihnachtsmarktgelände entfernt worden seien. Auch solche Einwände werden von der Monschau-Touristik verständnisvoll aufgenommen. Margareta Ritter: „Die Leute fahren im Grünen los, und wenn sie in Monschau vom Schnee überrascht werden, tragen sie das falsche Schuhwerk.“

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