Monschau will familienfreundlicher werden

Von: smb
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Wo drückt der Schuh? Das will
Wo drückt der Schuh? Das will Andreas Löhner wissen. Foto: Berners

Monschau. „Um Lösungen für mehr Familienfreundlichkeit zu finden und umzusetzen, brauchen wir den Rat der Experten, der Familien selbst”, sagt Andreas Löhner, der neue Leiter des Sachgebiets Familie/Soziales der Stadt Monschau.

Um herauszufinden, wo bei den Familien der Schuh drückt, hat die Stadt einen Fragebogen entworfen.

Gibt es Probleme bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Fehlen Freizeit- und Beratungsangebote? Mit dem Oberbegriff Familie fokussiert die Stadt nicht nur die jungen Familien, sondern alle. Deswegen will sie auch wissen, welche Hilfe Familien vermissen, die ihre Angehörigen pflegen und ob es genügend Seniorentreffs gibt. Die Stadt fragt - natürlich anonymisiert - in 15 Punkten ab, wie es um ihre Bürger steht und wie zufrieden sie mit ihrem Wohnort sind. Zugleich wird die Befragung nähere Erkenntnisse über die Haushaltsstruktur im Stadtgebiet liefern, also darüber, ob man noch in Großfamilien lebt oder ob keine Großeltern in der Nähe sind.

Stichwort Netzwerk: „Hintergrund der Befragung ist die Initiative zur Gründung eines lokalen Bündnisses für Familie”, erklärt Löhner. Ein solches Bündnis, in dem Akteure aus Kirchen, Familienzentren, Schulen, Politik, Verwaltung, Vereinen und Unternehmen miteinander vernetzt sind, hat die Verbesserung der Familienfreundlichkeit vor Ort zum Ziel.

Projekte sollen folgen

Die Antworten in den Fragebögen sollen Anstöße für künftige Projekte dieses Bündnisses geben. Sie sollen in konkrete Handlungen umgesetzt werden - egal, ob es um Infrastruktur, Beratungsangebote oder Kinderbetreuung geht. In Projekte wohlgemerkt, die den abgefragten Bedürfnissen der Familien entsprechen. Im Herbst soll das Bündnis gegründet werden. 650 solcher Bündnisse gibt in Deutschland bereits.

Die Fragebögen können im Internet ausgedruckt oder im Bürgerbüro abgeholt werden. Die Antworten werden ab dem 1. Juni ausgewertet. Am 15. Juni sollen die Ergebnisse öffentlich vorgestellt und diskutiert werden.
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