Monschau - Monschau und Simmerath: Gemeinsame Schwimmhalle ist vom Tisch

Monschau und Simmerath: Gemeinsame Schwimmhalle ist vom Tisch

Von: hes
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Das Vennbad Monschau wird wohl, wie bereits beschlossen, am bisherigen Standort saniert bzw. neugebaut. Der Treppenturm für die Rutsche wird dabei verschwinden, denn ein Spaßbad ist nicht vorgesehen. Foto: H. Schepp

Monschau. Eine gemeinsame Schwimmhalle für Monschau und Simmerath oder für alle drei Nordeifelgemeinden wird es nicht geben. „Wir wollen, dass unsere Kinder schnellstmöglich wieder in Monschau schwimmen lernen können. Dies wird nur möglich sein, wenn wir die Planung wie beschlossen fortsetzen”, sagte Georg Kaulen, Altstadt-Ortsvorsteher und CDU-Vertreter im Monschauer Bauausschuss.

Die SPD hatte mit einem Antrag das Thema „gemeinsame Schwimmhalle” am Dienstagabend zur Debatte gestellt und wies auf die Vorteile einer kommunalübergreifenden Schwimmhalle hin: „Die Investitionssumme einer Schwimmhalle statt deren zwei in Monschau und Simmerath wären deutlich niedriger, und auch die Folgekosten könnten auf mehrere Schultern verteilt werden”, sagte SPD-Sprecherin Brigitte Olschewski.

„Aus CDU-Kreisen” habe man vernommen, dass auch das interkommunale Projekt bezuschusst werde, „und vielleicht können ja sogar EU-Mittel beantragt werden, wenn wir unsere Partnergemeinde Bütgenbach noch mit ins Boot nehmen”, so Olschewski optimistisch.

Die SPD habe, seit ihr Ansinnen publik geworden sei, „durchweg positive Resonanz aus der Bevölkerung erfahren”, berichtete die Sozialdemokratin. Dabei hält die SPD nicht unbedingt eine Doppelhalle für notwendig, „aber eine vernünftig große, attraktive und gut ausgelastete Halle für Bürger, Schulen und Touristen”.

Der SPD-Antrag stieß bei der CDU auf Verwunderung. Nachdem man das Thema in mehreren Ausschusssitzungen 2009 behandelt habe, sei der Beschluss, das Vennbad an der jetzigen Stelle zu sanieren, auch mit den Stimmen der SPD gefasst worden”, erinnerte Georg Kaulen für die CDU. Bei der gesamten Debatte im letzten Jahr hätten alle Beteiligten ein Hauptaugenmerk darauf gelegt, „in der Stadt Monschau schnellstmöglich wieder eine funktionale Schwimmhalle zur Verfügung zu haben”, vor allem für den Schul- und Vereinssport, aber auch für die Bewohner und Gäste, so der Ortsvorsteher der Altstadt.

Georg Kaulen zeigte auf, dass bereits umfangreiche Arbeiten zur Vorbereitung der neuen Halle und nicht unerhebliche Kosten von rund 240.000 Euro geleistet worden seien. „Den Stand der Dinge, den wir heute erreicht haben, würden wir bei einer Änderung der Planung erst wieder in zwei Jahren erreicht haben”, rechnete der CDU-Sprecher vor.

„Halle erst in vier Jahren”

Bei mindestens zwei weiteren Jahren Bauzeit, Umbewilligung der Landesförderung und Neuverhandlung der Kostenbeteiligung durch die Städteregion hätte man erst in vier Jahren eine funktionsfähige Halle, glaubt Kaulen.

Simmerath sei darüber hinaus in einer ganz anderen Situation, verfüge man dort doch noch über eine nutzbare Schwimmhalle, ein Lehrschwimmbecken in Lammersdorf und zwei Freibäder im Sommer, so Kaulen.

Auch die anderen Fraktionen im Bauausschuss bewerteten das SPD-Ansinnen als „unausgegoren”. Die Finanzrechnung der Sozialdemokraten habe „doch sehr viele Variablen”, sagte Claus Sieverding (Grüne), wertete aber auch als schwerstes Gegenargument die weitere Verzögerung. Für die FDP empfahl Kurt Victor „die Beibehaltung der beschlossenen Planung”, er verwies auf zusätzliche Fahrtkosten, wenn die Schüler Woche für Woche zum neuen Standort gefahren werden müssten.

Da es sich beim SPD-Antrag um eine Mitteilungsvorlage handelte, fasste der Bauausschuss keinen Beschluss. Offen blieb, ob der Rat die gemeinsame Schwimmhalle in seiner Sitzung nächsten Dienstag noch einmal thematisiert.
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