Monschau soll CO2-neutrale Stadt werden

Von: ame
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Beim Energie-Tag im Imgenbroicher HIMO wurden die Besucher von Fachleuten über energiesparende Techniken informiert. Foto: Alfred Mertens

Imgenbroich. In Kooperation richteten das Handwerker-Innovationszentrum Monschau (Himo) und die Zukunftsinitiative Eifel am Samstag den ersten Energie-Tag aus.

Unter dem Motto „Energie tanken und sparen” hatten rund 40 Aussteller im B-Trakt des Imgenbroicher Himo ihre Stände aufgebaut, um dem interessierten Besucher energiesparende Techniken vorzustellen.

Von dem Verlauf des Energie-Tages zeigte sich Himo-Zentrumsleiterin Silke Marczincik sehr zufrieden. „Wahrlich haben wir es heute mit einer energiegeladenen Veranstaltung zu tun. Die Aussteller sind sehr engagiert, um den Besuchern außergewöhnliche Exponate zu präsentieren”, betonte Marczincik.

Zu Beginn der Veranstaltung dankte sie den Ausstellern, die für einen ordnungsgemäßen Aufbau ihrer Stände gesorgt hatten. Weiterhin wies die Zentrumsleiterin auf die gute Zusammenarbeit mit der Städteregion Aachen hin.

Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter begrüßte alle Aussteller und Besucher des erstmals ausgerichteten Energie-Tages im Himo. Sie ging zunächst auf eine Eifelkonferenz zum Thema „Energie” ein, die sie tags zuvor in Bitburg besucht hatte.

„Der globale ökologische Fußabdruck der Menschheit hat sich in den Jahren von 1960 bis 2000 verdreifacht. Diese Feststellung sollte uns sensibilisieren und zum Nachdenken auffordern. Lassen Sie sich am heutigen Tag umfassend informieren. Das Bestreben muß es sein, die Eifel in eine Klimaregion zu verwandeln.

Es gilt, einen Ausgleich zwischen dem ländlichen Raum der Eifel und den globalen Zentren in Nordrhein-Westfalen zu schaffen. Monschau soll im Jahre 2020 eine CO2-neutrale Stadt werden. 27 Prozent regenerative Energien gilt es zu verwirklichen und zugleich den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

Die Städteregion Aachen hat sich als erste Aufgabe gesetzt, eine Klimaschutzregion zu werden. Es stellt sich die Frage, wie viele regenerative Energien in den nächsten Jahren in der Eifel verwirklicht werden können.

1000 Sonnenstunden sind jährlich erforderlich, um eine Photovoltaik-Anlage tragbar zu gestalten. Die Beratungen der Aussteller sollen dazu führen, dass sie viele Rückfragen stellen”, gab Ritter zu verstehen.

Ruth Roelen von der Stabsstelle Regionalentwicklung der Städteregion Aachen begrüßte die Zukunftsinitiative Eifel, die sich „als eine ländergrenzend überschreitende Initiative in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz darstellt”.

Sie hat sich als Ziel die Gestaltung der Wirtschaftsstruktur gesetzt, um „im Wettbewerb der Regionen bestehen zu können”. Das Himo in Imgenbroich stellt sich als eine Art „Relais-Station der Handlungsfelder Technologie und Innovation” dar und gilt gleichzeitig als „Ansprechpartner für den Bürger”.

Heinz Discher von der Verbraucherzentrale NRW - Energieberatung - referierte über Fördermöglichkeiten bei der Modernisierung eines Altbaus. „Rund 50.000 Euro sind erforderlich, um eine komplette Sanierung eines Altbaus auf den Standard eines Neubaus zu bringen”, wusste er zu berichten. „Eine Wärmepumpe arbeitet im Prinzip wie ein Kühlschrank, jedoch mit umgekehrter Wirkung”, stellte Walfried Heinen vom Stromerzeuger RWE fest.

In weiteren Referaten informierten Herbert Maanen (Solar- und Regenwassertechnik) über die Nutzung von Regenwasser und über Einsparpotenziale beim Trinkwasser sowie Beate Schraven (AltbauPLUS) über das Senken von Heizkosten durch Gebäudesanierung.

Elektroroller und Tanzeinlagen

Eine Probefahrt mit einem „Segway”, einem Elektroroller, wurde beim Energie-Tag angeboten. Flotte Auftritte der Tanzformationen des benachbarten Tanzclubs „Dash” sorgten tagsüber für Unterhaltung.
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