Monschau Marathon: Lokalmatador gewinnt souverän

Von: Andreas Gabbert
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Vor dem Start am frühen Morgen: 550 Marathonläufer und rund 90 Staffeln gingen am Sonntagmorgen auf die Strecke. Zwei Stunden zuvor waren mehr als 200 Ultra-Läufer und mehr als 100 Walker gestartet.  Foto: Heiner Schepp
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Wieder geschafft: Markus Werker vom TV Konzen hat in diesem Jahr den Monschau Marathon klar dominiert. Vom Zweitplatzierten trennten ihn mehr als 13 Minuten. Foto: Andreas Gabbert
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Eine Rose für die Siegerin des Ultra-Marathons: Lydia Doornbos kam diesmal vor Marion Braun aus Eicherscheid ins Ziel.  Foto: A. Gabbert
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Die Sieger des Ultra-Marathons: Markus Breuer (2. Platz), Ralf Preibisch (1. Platz) und Gert Mertens (3. Platz).  Foto: A. Gabbert

Nordeifel. Markus Werker hat es wieder geschafft. Der Vorjahressieger mit der Startnummer 1 hatte bei der 37. Auflage des Monschau Marathons nur einen ernstzunehmenden Gegner – und das war die Uhr. Auf der mächtigen Steigung des Holderbachtals zwischen Kilometer 12 und 14 hängte er auch noch die schnellste Staffel ab und lief von da an einsam und alleine an der Spitze.

„Das war hart allein gegen die Uhr zu laufen, aber ich habe alles konstant nach Plan durchgezogen“, sagte Werker im Ziel auf der Konrad-Adenauer-Straße in Konzen.

Glücklich und zufrieden war er mit seiner Zeit von 2:36:55 Stunden. „Das ist meine zweitschnellste persönliche Bestzeit und meine schnellste Zeit beim Monschau-Marathon überhaupt“, freute sich der 27-Jährige, der im Vorjahr als erster Nordeifeler Gesamtsieger in die Geschichte einging.

Auf reichlich Unterstützung konnte Werker auch diesmal wieder bauen: „Das ist einfach super hier. Man sieht jede Menge bekannte Gesichter an der Strecke. Das ist schon was anderes, wenn man dann als Einheimischer da vorbei kommt“, sagte Werker.

Mehr als 13 Minuten hinter ihm kam Iwan Theunissen (2:50:09) vom STB-Team ins Ziel, gefolgt von Jörg Achten (Aachener TG/ 2:51:32).

Bei den Frauen siegte Annette Frings aus Altenahr in 3:33:05 Stunden. Birthe Hilmes (LG Meulenwald Föhren / 3:34:26) landete auf dem zweiten Platz. Christa Wirtz (Berufsfeuerwehr Aachen / 3:35:55) belegte den dritten Rang. Die schnellste Frau aus der Eifel war Sabine Jacobs (Germania Eicherscheid /3:47:39). Sie erreichte den achten Platz.

Überraschenderweise gelang André Collet (ATG Aachen), dem Vorjahressieger des Ultra-Marathons und sechsfachem Sieger auf der klassischen Distanz, diesmal nicht der Sprung auf das Treppchen. Beim Ultra-Marathon erreichte er mit 4:06:37 Stunden den fünften Platz. Nach der Deutschen Meisterschaft sei er nicht mehr richtig in Tritt gekommen, er habe wenig Vorbereitung und von Anfang an Schmerzen gehabt, erklärte Collet. Hinzu kamen dann noch nasse Füße und eine verrutschte Sohle. „Daran hat es aber nicht gelegen“, sagte Collet, der jetzt erstmal ein halbes Jahr pausieren will.

Sieger wurde Ralf Preibisch (Olympia Halsteren 3:57:13). Erfreulich aus Eifeler Sicht war der zweite Platz von Markus Breuer (SV Bergwacht Rohren 4:00:30), der zum ersten Mal beim Ultra-Marathon gestartet war. „Das war ein richtig geiles Rennen“, sagte er im Ziel. Im Leyloch hatte er den bis dahin Zweitplatzierten Gert Mertens aus Lier vor sich gesehen. Der Abstand wurde geringer, und Breuer hatte das Gefühl, „dass noch etwas geht“. Auf den letzten 500 Metern vor dem Ziel konnte Breuer noch letzte Kräfte mobilisieren und an Mertens vorbei ziehen.

Bei den Frauen wäre Lokalmatadorin und Vorjahressiegerin Marion Braun aus Eicherscheid beinahe ähnliches geglückt. Mit 4:53:48 Stunden kam sie knapp hinter Lydia Doornbos aus Appingedam (4:53:25), die im vergangenen Jahr den zweiten Platz belegt hatte, ins Ziel. „Hätte ich sie eher gesehen, dann hätte ich früher angegriffen und sie hätte sich nicht mehr ins Ziel retten können“, sagte Braun.

Den Staffelsieg holte sich die Laufgruppe der Berufsfeuerwehr Aachen.

Der Vorsitzende des ausrichtenden TV Konzen, Oliver Krings, zeigte sich sehr zufrieden. „Die Anmeldezahlen stimmen, das Wetter ist toll und die Rückmeldungen von den Teilnehmern sehr positiv. Der Sieg eines Läufers aus diesem Ort und aus diesem Verein macht uns natürlich besonders stolz“, freute sich Krings.

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