Monschau-Marathon: Lieblingslauf vieler Läufer startet zum 41. Mal

Von: aj
Letzte Aktualisierung:
15083759.jpg
Organisatoren, Läufer und Sponsoren sind gerüstet: In gut einer Woche geht der Monschau-Marathon in die 41. Runde. Timo Steffens, Sascha Kau, Natascha Indenhuck, Helmut Hoff, André Collet, Eva Offermann, Katja Retz und Oliver Krings (v. l.) freuen sich drauf. Foto: Aline Jansen

Konzen. Er gehört zu den schönsten und ältesten Landschaftsläufen Deutschlands, ist ein „Natur pur“-Erlebnis für alle Starter, und er punktet mit einer familiären Atmosphäre: der Monschau-Marathon (MoMa) in Konzen. Vom 11. bis 13. August richtet der TV Konzen bereits die 41. Auflage der bekannten Laufgroßveranstaltung aus. Und sie erfreut sich weiterhin enormer Beliebtheit.

„Die Voranmeldungen sind im Vergleich zum letzten Jahr stabil“, ließ Oliver Krings vom Organisationsteam und Vorsitzender des Sportvereins verlauten. Helmut Hoff, ebenfalls im Organisationsteam engagiert, ergänzte: „Wir haben bis jetzt, nach Schließung der Online-Anmeldung, etwa 500 registrierte Läufer für den Marathon, 300 für den Ultra-Marathon und 130 Staffeln. Zusammen sind das etwa 1150 Athleten.“

Eine Neuheit, „die mit Sicherheit weitere Läufer angezogen hat“, so Krings, sei, dass der Ultralauf über 56 Kilometer nun zum Europacup der Ultramarathons gehört. Dafür müsse der Lauf eine bestimmte Teilnehmerzahl vorweisen können, und das habe man erreicht.

Die Beliebtheit der Laufveranstaltung belegt eine Teilnehmerbefragung der Sporthochschule Köln, die nach 2006 im vergangenen Jahr noch einmal durchgeführt wurde. Danach gehört der MoMa zu den am besten benoteten in ganz Deutschland. So wundert es nicht, dass viele Läufer „Wiederholungstäter“ sind und immer wieder gerne nach Konzen kommen. Der „MoMa Club 10+“, in den alle aufgenommen werden können, die mehr als zehnmal teilgenommen haben, zählt mittlerweile 150 Mitglieder.

Läufer aus vielen Nationen

Dass der MoMa nicht nur in der Region bekannt ist, zeigt die Internationalität des Teilnehmerfeldes: Aus ganz Deutschland reisen die Sportler an, aber auch aus Belgien, Luxemburg und den Niederlanden. „Und ein paar Exoten haben wir auch wieder dabei“, sagte Krings. Aus Australien, Russland und China sind ebenfalls schon Anmeldungen eingegangen. Erfahrungsgemäß werden zwischen zwölf und 15 Nationen bei dem Lauf vertreten sein. Viele Athleten richten sogar ihren Jahresurlaub nach dem Monschau-Marathon aus und verbringen diesen – je nach Herkunftsland – in der Region, in Deutschland oder wenigstens in Europa, um beim Lauf über 42,195 oder 56 Kilometer durch die einmalige Eifellandschaft dabei sein zu können.

Doch es gibt auch Läufer, die sogar noch größere Ereignisse nach dem MoMa ausrichten: Hoff erzählte von einem Teilnehmer aus Duisburg, der sich bereits zum zehnten Mal angemeldet habe. Er reise am Freitag an und lege die letzten 80 Kilometer ab Grevenbroich mit dem Rad zurück – als Training. Am Samstag heirate er dann in Monschau und am Sonntagmorgen stehe er beim Marathon am Start. Seine zukünftige Frau wird übrigens als Walkerin ebenfalls dabei sein.

Doch auch die zahlreichen Helfer richten ihren Sommerurlaub oft nach dem MoMa aus. Am kommenden Montag geht es für sie schon los, denn es gibt vieles vorzubereiten und aufzubauen. Aber auch am großen Tag selbst sind rund 400 Freiwillige auf der Strecke im Einsatz, um den Läufern den Weg zu weisen und sie mit Getränken, Obst und Anfeuerungsrufen zu unterstützen.

Die Läufer erwartet der traditionelle Rundkurs von 42,195 Kilometer bergauf und bergab ab Konzen, durch die Altstadt Monschaus, hinauf nach Widdau. Anschließend geht es nach Kalterherberg und Mützenich und mit einem knackigen letzten Anstieg zurück zum Konzener Dorfplatz. Der Ultralauf macht noch eine 14 Kilometer lange Schleife durch das Hohe Venn.

Wer sich die anspruchsvolle Strecke nicht komplett zutraut, aber das „Monschau-Marathon-Feeling“ und die tolle Landschaftskulisse erleben möchte, kann als Staffel starten und sich die Originalstrecke entweder mit einem oder mit drei weiteren Athleten teilen.

Eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre ist unter anderem in Kalterherberg am Staffelwechselpunkt an der Kirche zu erwarten, wo das Trommler- und Pfeiferkorps zum Frühschoppen aufspielt. Aber auch die Laufgruppe Mützenich sorgt wieder mit ihrem Honigzelt in Lauscheit für „den letzten Kick“, und Widdau erwartet die Sportler mit einem Spalier aus Zuschauern. Besondere Motivation auf den letzten Metern geben das Publikum und die Lautsprecheransagen im Ziel in Konzen, die die Läufer schon hören können, bevor sie sie sehen.

Bekannte Namen

Ein paar heiße Kandidaten für die vorderen Plätze haben sich auch schon angemeldet, aber trotzdem wird es spannend bleiben, wer letztendlich das Rennen macht. Hoff sagte, dass Lokalmatador Markus Werker aus Konzen in diesem Jahr zwar an den Start gehen, aber „auf Sparflamme“ laufen werde und Christian Niessen aus Schmidt nicht dabei sei. Dafür geht der siebenmalige Sieger André Collet wieder an den Start, nachdem er im letzten Jahr wegen eines anderen bevorstehenden Wettkampfes aussetzen musste.

Er möchte seinen „Lieblingsmarathon“ als Training nutzen, das Rennen aber dennoch „hart angehen und kämpfen“, wie er sagte, denn in sieben Wochen macht er sich auf den Weg nach China, um dort einen 100-Kilometer-Lauf zu absolvieren. Mit von der Partie in Monschau ist außerdem Markus Mey der eigentlich alle Wettbewerbe in der Region in diesem Jahr für sich entscheiden konnte. Somit zählt auch er zum Favoritenkreis. Vielleicht wartet aber auch noch die eine oder andere Überraschung im Starterfeld.

Bei den Damen startet unter anderem die bekannte Marathonläuferin Birgit Lennartz, die schon unzählige Siege erlaufen hat und bereits sechs Mal beim MoMa triumphieren konnte. Außerdem wird Hendrike Hatzmann dabei sein. Auch die Aachenerin hat sich mit guten Leistungen in diesem Jahr einen Namen unter Läuferkollegen gemacht. Aufgrund einer langwierigen Verletzung kann die Siegerin des vergangenen Jahres, Eva Offermann, die für den TV Konzen startet, nicht teilnehmen. Krings freute sich, sie dafür im Organisationsteam begrüßen zu dürfen.

Die Planung sei in diesem Jahr für alle nicht einfach, wie er sagte. Denn es sei der erste Marathon, den sie ohne ihr langjähriges Teammitglied Paul-Lothar Wergen, der im letzten Jahr kurz nach dem Laufevent tödlich verunglückte, organisieren müssen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert