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Monschau Marathon: Familienfest mit vielen Siegern

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Nach 42 Kilometern voller Höhen und Tiefen durften sich die Sieger auf dem Treppchen ordentlich feiern lassen. Der Musikverein „Eintracht” Konzen spielte die traditionelle Sieger-Hymne „One Moment in Time”, bei der auch das ein oder andere Tränchen floss. Foto: Nadine Palm

Konzen. Einmalige Landschaften, die historische Monschauer Altstadt, malerische Bachtäler - für all das steht der Monschau Marathon, der hunderte begeisterte Läufer aus ganz Deutschland, den Benelux-Nachbarstaaten und anderen Ländern in die beschauliche Gegend Monschaus lockte.

An den Start des 34. Monschau Marathons gingen am Sonntagmorgen 454 Männer, 80 Frauen, 53 Männer-Staffeln, 15 Frauen-Staffeln, 42 gemischte Staffeln und drei Jugend-Staffeln.

Bei angenehmen Lauf-Temperaturen gelang es André Collet in 2:43,55 Stunden, den 34. Monschau Marathon zum fünften Mal in Folge für sich zu entscheiden. Als schnellste Frau überquerte Antje Möller nach 3:10,27 Stunden die Ziellinie (wir berichteten).

Das Gewinnen stand jedoch nicht bei allen Teilnehmern an erster Stelle. Für die meisten Starter zählte an diesem Tag das Durchhalten. 42 Kilometer mit einem Höhenunterschied von über 760 Höhenmetern - der Monschau Marathon zählt zu den anspruchsvollsten Läufen Deutschlands.

Die Unterstützung am Streckenrand war auch in diesem Jahr wieder enorm. Zahlreiche Verpflegungs-Stationen für die Läufer und ein Empfang im Ziel, wie man ihn sich schöner fast nicht vorstellen kann. Mit Trillerpfeifen, lautem Beifall und freudigen Jubel-Rufen wurden die erfolgreichen Läufer im Ziel in Konzen empfangen.

Einige Kinder warteten ein paar Metern vor dem Ziel auf ihre Väter und Mütter, um mit ihnen dann gemeinsam die Ziellinie zu überqueren. Sichtlich stolz beglückwünschten die Kleinen ihre Eltern und freuten sich mit ihnen über die Ergebnisse.

Besonderer Beifall galt auch Markus Werker, der seinen Konzener Lauffreunden mit einem hervorragenden dritten Platz eine riesige Freude bereitete. Enorm stark zeigten sich auch die Starter der SV Bergwacht Rohren. Mit den Plätzen vier, fünf und sechs sicherten Ren Cremers, Helmut Peters und Bernd Smolka den ersten Platz in der Mannschaftswertung.

Ein Gast durfte auch beim 34. Monschau Marathon nicht fehlen: „Er ist bei wirklich jedem Lauf vertreten und sammelt Spenden für die Kinder der Region”, kündigte der erste Vorsitzende des TV Konzen, Oliver Krings, Peter Borsdorff an, der seit 16 Jahren jedes Wochenende Laufveranstaltungen besucht, um für bedürftige Kinder und deren Familien zu sammeln.

Mit seiner Aktion „Running for Kids” gelang es Borsdorff in dieser Zeit einen Betrag von 405.000 Euro zu sammeln. Mit seiner sympathischen Art erklärte der begeisterte Läufer, der alle Läufer des Monschau Marathon an seinem Stand in Höhe Kilometer 28 empfängt, dass das Geld zu 100 Prozent bei den Kindern in der Region ankomme. Die Marathon-Besucher zeigten sich von solch einem vorbildlichen Engagement begeistert und spendeten nicht nur Geld, sondern auch einen großen Beifall für Peter Borsdorff.

Wetter hatte Erbarmen

Das Geld, das Borsdorff beim Monschau-Marathon einnahm, erhält nun der siebenjährige Yannik aus Höfen, der vor drei Wochen ein Spenderherz erhielt (wir berichteten). Eine Woche lang hat der Ehrenamtler „Klinken geputzt”, um für Yannik und seine Familie Geld zu sammeln. „Yanniks Mutter betreut ihren Sohn 24 Stunden am Tag und musste daher ihren Job aufgeben. Jetzt muss Yannik noch weitere acht Wochen zur strengen Beobachtung im Krankenhaus bleiben”, erklärt Peter Borsdorff die missliche Situation. Mit den 2500 Euro, die Peter Borsdorff dem ersten Vorsitzenden des TV Konzen, Oliver Krings, am Sonntagmittag überreichte, wird Yanniks Familie geholfen. Oliver Krings wird den Scheck in den kommenden Tagen der Familie überbringen.

Außerdem wurden an diesem Tag zwei Schecks mit einem Wert von jeweils 500 Euro an die integrative Kindertagesstätte „Sonnenblume” in Simmerath und an die Außenstelle Monschau des Stolberger Kinderheims übergeben.

Den Schlusspunkt des 34. Monschau Marathon stellte die Siegerehrung auf dem weißen Podest im Pavillon auf dem Konzener Dorfplatz dar. Das Wetter hatte pünktlich zu Beginn der Siegerehrung Erbarmen mit den Organisatoren, und so konnte die Siegerehrung doch noch draußen stattfinden.

Oliver Krings nannte den 34.Monschau Marathon „das spannendste Rennen, an das ich mich erinnern kann”. Andr Collet konnte als Sieger auf das Podest steigen, jedoch habe ihm dies während des Laufes fast niemand zugetraut, wie Krings anschaulich erläuterte. Doch mit eisernem Siegeswillen, harter Disziplin und einem enorm großen Ehrgeiz hat der Seriensieger es erneut geschafft und sich gegen den Sieger des Jahres 2005, Jörg Achten, durchgesetzt. Markus Werker ließ sich in seinem Heimatdorf für seinen grandiosen dritten Platz feiern.

Bei den Frauen freuten sich Antje Möller, Irene Kalter und die Rotterin Monika Rütters über ihre Plätze auf dem Treppchen und jubelten noch einmal ausgelassen mit ihren Fans. Mit der Sieger-Hymne „One Moment in Time”, die der Musikverein „Eintracht” Konzen zu Ehren der Sieger zum Besten gab, endete ein anstrengender, aber auch erlebnisreicher und freudiger Tag für die Läufer.

Bei Musik, Getränken und Pommes klang der Marathon-Tag gemütlich aus.
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