Konzen - Monschau-Marathon: Begeisterung auf ganzer Strecke

Monschau-Marathon: Begeisterung auf ganzer Strecke

Von: maxs
Letzte Aktualisierung:
12775191.jpg
Der Nachwuchs: Die jungen Läufer, hauptsächlich vom TV Konzen, haben unter der Leitung von Betreuer Edgar Roder (sitzend links) tolle Leistungen gezeigt. Foto: Max Stollenwerk

Konzen. Ein spannendes und sportliches Kräftemessen, zahlreiche Zuschauer und eine – im Gegensatz zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro – Siegerehrung ohne umstrittene Tanzeinlage: Die Jubiläumsauflage des 40. Monschau-Marathons (MoMa) war für Teilnehmer und Zuschauer eine rundum gelungene Veranstaltung.

„Wir haben von den Teilnehmern ausschließlich positive Rückmeldungen erhalten, die Organisation hat toll funktioniert und wir haben sportlich hochwertige Duelle gesehen“, zeigte sich Roland Schreiber, Kommentator des Marathons und Mitglied des Organisationsteams des ausrichtenden TV Konzen restlos zufrieden. Er habe auch während des Marathons und danach mit einigen Teilnehmern gesprochen, die ihm dies bestätigten.

Auch das anwesende Rettungspersonal konnte zur Freude des Veranstalters den Großteil der Einsatzzeit im angenehmen Sonnenschein verbringen, da es unter den gut 1500 Teilnehmern glücklicherweise nur vereinzelt zu Zwischenfällen kam. Doch als es dann einmal gefordert war, war es sofort zur Stelle, schildert Dr. Wolfgang Reier aus Bochum. Er werde den Monschau-Marathon „trotz des Sturzes meiner Frau mit Abbruch der Marathon-Staffel in guter Erinnerung behalten“.

So habe die Motorrad-Begleitung umgehend Erste Hilfe geleistet und sei anschließend zum Wechselpunkt der Staffeln gefahren, um von dem Sturz und der Verletzung zu berichten. Auch das Krankenhauspersonal sowie ein Gastronomen-Ehepaar aus Monschau, das seine Frau „wie selbstverständlich ins Krankenhaus brachte“, sei außerordentlich hilfsbereit gewesen, so dass er nächstes Jahr wiederkommen möchte und Monschau für ihn „immer das Gesicht dieser Menschen haben wird“.

Duell zweier Altbekannter

Von vielen Sportlern wurde nach dem Zieleinlauf die reibungslose Organisation gelobt, während die zahlreichen Zuschauer vorher das Duell der beiden Lokalmatadoren Markus Werker aus Konzen und Christian Niessen aus Schmidt bei strahlendem Sonnenschein bewundern konnten. Lange Zeit liefen die beiden beinahe gemeinsam, bevor der 30-jährige Werker sich im Ziel an der Konzener Kirche nach einem über weite Strecken intensiven Duell mit einem Vorsprung von gut zwei Minuten durchsetzte. Ob er die Einlagen des Musikvereins Harmonie Kalterherberg oder die legendäre Verpflegungsstation von Peter Borsdorff bei Kilometer 28 dabei bewusst wahrgenommen hat, bleibt offen.

Streckenrekord beim Ultra

Auch die fünfte Auflage des Ultra-Marathons entwickelte sich zu einem hochklassigen Wettkampf. Nach 56 Kilometern und sehr starken 3:40:15 konnte sich Andreas Probst durchsetzen und stellte dabei einen neuen Streckenrekord auf. „Der Streckenrekord beim Ultra-Marathon war im Rückblick eine sportliche Höchstleistung und definitiv etwas Besonderes“, sagte Roland Schreiber.

Doch auch die vorherigen Tage der viertägigen Veranstaltung seien sehr zufriedenstellend verlaufen. Angefangen bereits am Donnerstag, lobte Schreiber „die tolle und entspannte Rock-Atmosphäre“ beim Konzert der Gruppen „Queen Kings“ und „Gnadenhof“ am Freitagabend bei angenehmen Temperaturen.

Beim Marathon am Sonntag vollbrachten dann neben den Siegern und Platzierten zwei weitere Teilnehmer eine besondere Leistung: Der 73-jährige Kinderarzt Dr. Peter Werth aus Bedburg meisterte die gut 42 Kilometer in beeindruckenden 3:49:31, während Willem Mütze aus Heerlen bereits zum 30. Mal diese Distanz in Konzen hinter sich brachte. Insgesamt hat er bereits über 900 Marathonläufe absolviert.

Ultra 2017 in Europacup-Wertung

Nach einer Nachbesprechung zum 40. Monschau-Marathon heißt es für das Organisationsteam und die circa 500 ehrenamtlichen Helfer: 41. Monschau-Marathon 2017. „Die Vorbereitungen für den Marathon 2017 beginnen bereits im Oktober“, sagt Schreiber. Dadurch, dass der Ultra-Lauf ab 2017 in die Europacup-Wertung aufgenommen wird, würde zwar der Aufwand durch zusätzliche Auflagen, wie beispielsweise eine separate Zeiterfassung, steigen.

Doch Schreiber ist sich sicher, dass „die Helfer noch nicht an ihre Grenzen stoßen. Da es zwei Stunden nach dem Marathon bereits so ausgesehen hat, als ob hier nichts gewesen wäre, waren die Helfer alle gut vorbereitet“, blickt er bereits jetzt optimistisch auf das zweite August-Wochenende 2017, wenn es am 13. August zum 41. Mal heißt: „Auf die Plätze, fertig, los!“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert