Monschau-Klassik: Technik lässt Künstler im Licht erstrahlen

Von: Christoph Hahn
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Mit dem Steiger-Korb in luftige Höhen: Florian Montebaur wird so schnell nicht schwindelig. Er gehört zu dem Team, dass die Technik für die Festspiele auf der Burg aufbaut. Foto: Christoph Hahn

Monschau. Es werden immer mehr. Nach und nach werden immer mehr kleine, braune Container, „Cases“ genannt, mit kleinen Lastwagen vom Parkplatz Biesweg zur Bühne in der Burg-Arena geschafft. Mitarbeiter der Monschau-Klassik sind zur Hand, um sie zu sortieren.

Im Laufe des Dienstages wurde immer deutlicher, warum sich die Mitglieder des Teams so emsig um die Cases bemühen: Sie enthalten das, was die Darbietungen der Künstler auf der Burg so funkelnd leuchten und so wohlklingend in den Ohren der Gäste tönen lässt: Lautsprecher, Lampen, Strahler und andere technische Wunderwerke werden, mit allerlei Zubehör verbunden, an metallene Konstruktionen gehängt und in die Höhe gezogen.

Alle sind zur Stelle; niemand schließt sich aus. Fachleute, die sonst an Zehntausenden von Euros teuren Regiepulten ihr Handwerk ausüben, sind auf einmal ihre eigenen Handlanger – unterstützt von den Kollegen, die die Lkw voller Technik nach Monschau gebracht haben, ordnen die Fachleute für die gepflegte optische und akustische Begleitung der Klänge die Kisten und machen sich unverzüglich an die Arbeit.

Mancher der Klassik-Techniker wächst am Tag des großen Aufbaus über sich hinaus. Mitarbeiter Florian Montebaur aus Kottenheim in der Vulkaneifel besteigt, ohne lange mit der Wimper zu zucken, den Korb eines fahrbaren Steigers, sichert sich nach allen Regeln der Kunst und steuert den Ausleger samt Korb derart geschickt, dass er bald unter der höchsten Kante der Dachbespannung (zwischen der und dem Boden liegen am höchsten Punkt 22 Meter) schwebt und Motoren aufhängt, mit denen dann wieder die Metallkonstruktionen mit Lautsprechern oder Strahlern in die Höhe gezogen werden.

Mag es auch den Beobachtern am Boden schon vom Zuschauen her schwindelig werden: Montebaur in seinem Vogelnest-artigen Steiger-Korb ficht das nicht an. Lichttechniker Gordon Wagner aus Frankfurt am Main, der direkt vom Techno-Festival „Nature One“ im Hunsrück nach Monschau gekommen ist, steht mal neben, mal auf der für den Bühnenbau wichtigsten Metallkonstruktion, einer so gennanten Trusse (die sich in ihrer Grundform aus sieben oder mehr Dreiecken zusammensetzt).

Er vertäut und verschraubt alles das, was dann abends die Klassik-Spielfläche in Blau, Rot und andere Farben hüllen soll. Das ist im Wesentlichen auch das Geschäft von Mark Reuter aus Blankenheimerdorf und Edward Becker aus Waldesch bei Koblenz, der schon seit Jahren zu den fixen Größen auf der Burg gehört. Hier ist die Mannschaft der Star – und die bewährt sich in jedem Jahr neu.

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