Monschau Klassik: Mit Euphorie ins Experiment

Von: Peter Stollenwerk
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Bei der ersten Klassik 2000: Regenschleier, die Bühne noch ohne Dach. Foto: Archiv/P. Stollenwerk

Monschau. „Das schafft Ihr doch gar nicht!” Diesen Satz bekamen die Beteiligten im Vorfeld der 1. Open Air Klassik auf der Burg Monschau immer wieder zu hören. Am 29. Juni 2000 startete trotzdem nach neunmonatiger Vorbereitungszeit mit Verdis Opern-Klassiker „Rigoletto” in eine bis heute währende Erfolgsgeschichte.

Fast 1200 Zuschauer waren Zeugen einer rauschenden Premiere als im Sommer 2000 die Festspiele in Monschau nach 46 Jahren Pause wiederbelebt wurden.

Die Lokalzeitung schrieb zur Premiere: „Das 800 Jahre alte Gemäuer ließ die Stadt Monschau im Glanz der großen Verdi-Oper "Rigoletto" erstrahlen. Damit begann auch gleichzeitig ein neues Kulturzeitalter für die Stadt Monschau. Viele Gäste erkannten das Burggemäuer nach der aufwändigen Umgestaltung fast nicht mehr wieder. Weit hinein in den etwas kühlen Abendhimmel ragten die beiden Sitztribünen. Die Burgromantik ist das Pfund, mit dem die Festspiele wuchern können. Stehender Applaus für drei Stunden "Rigoletto" waren nicht nur Lohn für die Künstler sondern auch für eine organisatorische Meisterleistung.”

Dieser „Meisterleistung” vorausgegangen war eine Vision des Monschauer Unternehmers und Druckereibesitzers Hans Georg Weiss, der in seiner bekannt entscheidungsfreudigen Wesensart mit dem Unternehmen Klassik bei der Stadt und Monschau-Touristik offene Türen einrannte und alle Beteiligten für das Experiment zupackend mit ins Boot nahm.

Der Monschauer Ehrenbürger verstarb im Oktober 2008 und erlebt so nicht das kleine Jubiläum der Festspiele in seiner geliebten Vaterstadt Monschau. Sein Traum, die Festspiele für Monschau nach deren plötzliche Ende im Jahr 1954 (das Wetter und die Finanzen sollen schuld gewesen sein) wieder zu einer festen kulturellen Größe zu machen, erfüllte sich dennoch.

Zum Auftakt der Klassik 2009 am Freitag, 7. August, mit Mozarts Opern-Klassiker „Die Zauberflöte” freut sich Bürgermeister Theo Steinröx, NRW-Bauminister Lutz Lienenkämper begrüßen zu können, der auch ein Grußwort von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers mitbringen wird.
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