Monschau - Monschau Klassik: Hingabe unterm Sternenhimmel

Monschau Klassik: Hingabe unterm Sternenhimmel

Von: Heiner Schepp
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Einen herrlichen Sommerabend spendierte Petrus zum Auftakt der Monschauer Festspiele. Bürgermeisterin Magga Ritter begrüßte die über 1000 Zuschauer, die anschließend die bewegende Liebesgeschichte zwischen dem Künstler Rudolfo und der todkranken Näherin Mimi verfolgten. Foto: Heiner Schepp

Monschau. Hingabe, Liebe und Leidenschaft, aber auch Armut, Tod und Trauer - mit Giacomo Puccinis ergreifender Oper „La Bohème” haben die elften Open Air Festspiele auf der Burg Monschau am Freitagabend einen höchst kontrastreichen Auftakt erlebt.

Das Meisterstück des italienischen Komponisten zog unter dem sternenklaren Eifelhimmel über 1000 Besucher in seinen Bann und machte Lust auf mehr Klassik in den kommenden acht Tagen.

„Es ist mir eine besondere Ehre, die Monschau Klassik als neue Bürgermeisterin der Stadt Monschau zum ersten Mal eröffnen zu dürfen”, begrüßte Magga Ritter die Gäste, darunter auch zahlreiche geladene Ehrengäste der Stadt, die vor der ersten Aufführung zum Empfang im VIP-Bereich des Festivalgeländes eingeladen hatte.

Ehrengäste wie alle anderen Klassikliebhaber durften sich nach der offiziellen Eröffnung an einem der bedeutendsten Werke der italienischen Oper erfreuen. Unter der musikalischen Leitung von Inga Hilsberg begeisterten die Kölner Symphoniker mit einfühlsamer Interpretation der kontrastreicher Gegenüberstellung lyrisch-sentimentaler mit humorvollen, lebendigen Partien - stets angelehnt an das szenische Geschehen um Poet Rodolfo (Antonio Rivera) und die Näherin Mimi (Esther Hilsberg).

In den Rollen von Rudolfos Künstlerfreunden Marcello, Schaunard und Colline gefielen Joseph Szalay, James Martin und Zoltan Brezoczki, Mimis Freundin Musette sang und spielte Ulrike Krone, ihren alten Liebhaber Alcindor verkörperte Bass Emanuel Pichler.

Es ging bereits gegen Mitternacht auf der Monschauer Burg, als „La Bohème” das dramatische Ende fand: Mimi stirbt und Rodolfo bringt mit dem Schrei ihres Namens in den Nachthimmel seine unendliche Trauer zum Ausdruck.

Am Samstag und Sonntag wird es bei den Festspielen weniger tragisch zugehen. In Mozarts „Don Giovanni” (Samstag, 20 Uhr) beherrschen Durchtriebenheit und Lust ebenso die Szenerie wie in Ralph Benetzkys heiterem Galopp „Im weißen Rössl” (Sonntag, 16 Uhr).
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