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Monschau-Klassik: Für Janine Kitzen wird ein Traum war

Von: P. St.
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Schon vier Monate vor dem Klassik-Start in Monschau angekommen: Dirigent Juri Gilbo, Sopranistin Janine Kitzen und und Tenor Cristian Lanza am Roten Haus (v. li.). Foto: P. Stollenwerk

Monschau. „Da möchte ich auch spielen”, war Janine Kitzen restlos begeistert, als sie vor einigen Jahren das erste Mal auf der Burg Monschau zu Gast war und auf der Bühne des Burggemäuers eine Aufführung der Monschau-Klassik miterlebte.

Im Sommer 2010 ist es nun soweit. Die 32-jährige Sopranistin will das Publikum bei der 11. Auflage der Monschauer Festspiele auf der Burg (20. - 28. August) begeistern. Bei Mozarts Opernklassiker „Don Giovanni” (21 . August) wird die geborene Niederländerin in der Rolle der „Zerlina” zu bewundern sein, und ebenso wird sie bei der Italienischen Operngala (29. August) mitwirken.

Janine Kitzen schwärmt von der „wunderschönen Atmosphäre”, als sie jetzt sie der Altstadt einen Besuch abstattete und dabei auch ihre Vorfreude auf das Engagement vor historischer Kulisse zum Ausdruck brachte.

Diese Vorfreude auf die Opern Air Klassik 2010 in Monschau kann auch Cristian Lanza nicht verbergen. Der vielbeschäftigte Tenor möchte das Publikum bei der Operngala am 29. August mitreißen. Dies gelang ihm auch schon im kleinen Besucherkreis im Café Klein in Monschau, wo der in Rom geborene und jetzt in Eschweiler lebende Künstler bei der Programm-Präsentation spontan eine Arie anstimmte.

Das musikalische Talent ist Cristian Lanza in die Wiege gelegt. Sein bereits im Alter von 38 Jahren verstorbener Großvater Mario Lanza war in den 50-er Jahren der wohl berühmteste Opernsänger der Welt und ein Star in Musikfilmen aus der Hollywood-Produktion. „Darauf werde ich immer wieder angesprochen”, sagt Cristian Lanza auch bei seinem Besuch in Monschau. Dieses Erbe sei aber nur bedingt hilfreich. „Ich muss auf der Bühne selbst überzeugen und meine Stimme zum Klingen bringen.”

Sozusagen ein alter Bekannter bei den Monschauer Festspielen ist der in St. Petersburg geborene Dirigent Juri Gilbo, der sich bereits mehrfach auf der Burg in Szene gesetzt hat. Diesmal wird er die Italienische Operngala dirigieren, und die musikalische Leitung bei der Verdi-Oper Rigoletto übernehmen, die als Zusatzaufführung am Freitag, 25. Juni, vor dem Roten Haus gespielt wird. Die Karriere des russischen Musikers führte bereits zu Spielstätten auf der ganzen Welt, und er hat seine Visitenkarte bereits in allen wichtigen Konzertsälen Europas hinterlassen.

Klassik-Veranstalter Max Krieger hofft, dass es ihm dank bekannter Solisten und eines ausgewogenen Programms aus populären und klassischen Werken aus Oper und Operette auch diesmal wieder gelungen ist, einen attraktiven Programm-Mix aufzustellen und die Erwartungen der Gäste zu erfüllen. Die Besucher der Monschau Klassik wollten „einen musikalisch anspruchsvollen Abend genießen, eingebunden in die besondere Atmosphäre auf der Burg”.

Die Veranstalter sind auf einem guten Weg, denn nach dem langen Winter hat das Frühjahr die Menschen wieder mit neuer Energie erfüllt, was sich auch bereits positiv auf die Kartennachfrage für die Klassik 2010 auswirkt.

Sowohl die Operette „Die Fledermaus” (mit Kabarettist und Entertainer Herbert Feuerstein) als auch der Operetten-Klassiker „Im weißen Rößl” erfreuen sich bester Resonanz. „Es ist aber jedes Jahr wieder ein Experiment”, weiß Helmut Lanio vom Klassik-Team, dass es jedes Jahrs aufs Neue gilt, mit der passenden Mischung das Publikum von der Klasse der Klassik zu überzeugen.
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