Monschau - Monschau-Festival: Im Burggemäuer herrscht Hochbetrieb

WirHier Freisteller

Monschau-Festival: Im Burggemäuer herrscht Hochbetrieb

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
12713636.jpg
Monschau. Die legendäre Softrockband „Barclay James Harvest gibt am Freitag um 20.30 Uhr vor den mit 1150 Zuschauern ausverkauften Tribünen auf der Burg Monschau den melodischen Startschuss zur 17. Auflage der Monschau-Klassik. Die Veranstaltungsreihe

Monschau. Die legendäre Softrockband „Barclay James Harvest“ gibt am Freitag um 20.30 Uhr vor den mit 1150 Zuschauern ausverkauften Tribünen auf der Burg Monschau den melodischen Startschuss zur 17. Auflage der Monschau-Klassik.

Die Veranstaltungsreihe hoch über den Dächern der Altstadt, die diesmal unter der Schirmherrschaft von Hubert Herpers, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Aachen steht, hat sich aber schon seit vielen Jahren von der allzu starren klassischen Ursprungskonzeption zu einer bunten musikalischen Mischung für fast alle Geschmäcker gewandelt und möchte dies nun als „Monschau-Festival“ in der neuen Namensgebung zum Ausdruck bringen.

Schon die ganze Woche über herrscht Hochbetrieb im über 800 Jahre alten Burggemäuer, denn es ist immer wieder eine logistische Herausforderung, das gesamte Material, angefangen bei den Sitz-Tribünen bis hin zum VIP-Zelt, durch den engen Eselturm steil hinauf zum Spielort zu schaffen.

Gegenüber anderen Veranstaltungsorten ist der Aufwand enorm, dafür bietet die Burg an schönen Sommerabenden aber auch eine unvergleichbare Atmosphäre mit der Altstadt zu Füßen und der geschichtsträchtigen Naturbühne der Burg vorneweg.

Künstler, Orchestermusiker und die große Crew dürfen sich als Lohn für den erhöhten Aufwand dafür auch auf dem geografisch höchsten Punkt der Monschauer Altstadt wissen. Hier liegt die Jugendherberge, die von der Monschau Festival GmbH wieder für drei Wochen angemietet wurde. Hier fühlt man sich inzwischen wie zu Hause. Auch das unterscheidet Monschau von anderen Spielorten.

Ein solcher Aufwand für die anstehenden zehn Veranstaltungen bis einschließlich Sonntag, 21. August ist ohne Sponsoren kaum zu stemmen. Das weiss auch Helmut Lanio, gemeinsam mit Dorit Schlieper, Geschäftsführer der Monschau-Festival GmbH.

„Ohne Sponsoren ist eine solche Veranstaltung nicht mehr zu stemmen“, wissen sie, weil der logistische Aufwand für eine Spielstätte wie die Burg ungleich größer sei. Viele Sponsoren hielten der Veranstaltung von Beginn an die Treue, und man könne inzwischen auf ein verlässliches Netzwerk vertrauen. Helmut Lanio gerät regelmäßig ins Schwärmen, wenn er vom einmaligen Ambiente auf der malerischen Burgkulisse spricht.

Mit „viel Liebe und Kreativität“ seien die Voraussetzungen geschaffen worden, um das Festival auf hohem Niveau am Leben zu erhalten. Die Veranstaltungsreihe sei jedes Mal „ein Ritt auf der Rasierklinge“ und stets mit schlaflosen Nächten verbunden. Auch Dorit Schlieper spürt diese angespannte Vorfreude: „Das Monschau-Festival ist eben jedes Jahr Spannung pur.“

Aufatmen und endlich in den Vorfreude-Modus wechseln können die Veranstalter, wenn am Donnerstag dann die notwendigen technischen Abnahmen, betreffend Brandschutz und Stahltribüne, erfolgt sind.

Eine gewisse Anspannung aber lässt sich nicht leugnen, denn aufgrund „der jüngsten Geschehnisse“, so teilt die Festival GmbH auf ihrer Internet-Seite mit, würden bei den Veranstaltungen auf der Burg „die Sicherheitsmaßnahmen für die bevorstehenden Veranstaltungen weiter erhöht und die schon bestehenden Einlasskontrollen erweitert“.

Ausdrücklich werden die Besucher darum gebeten, auf das Mitbringen größerer Gepäckstücke und Gegenstände wie Rucksäcke, Notebooks und dergleichen zu verzichten. Die Veranstalter bitten um Verständnis und hoffen, dass durch die zusätzlich ergriffenen Maßnahmen „ein sicheres und großartiges Konzerterlebnis“ ermöglicht werde.

Neben Barclay James Harvest ist auch die Veranstaltung „Höhner meets Classic“ (18. August) ausverkauft. 64 Musiker der Jungen Philharmonie Köln begleiten die bekannte Kölschrock-Band. Hier ist die Sound-Technik in hohem Maße gefordert.

Zur inzwischen traditionellen Einstimmung auf die Festspiele gehört auch das „Diner en blanc“, das am Donnerstagabend wieder auf der Rurbrücke inmitten der Altstadt Monschau stattfindet.

Die 30 Tische für dieses auch optisch überaus reizvolle Picknick unter freiem Himmel sind bereits ausverkauft, aber es wäre ganz im Sinne der Ursprungsidee des Diner en blanc, dass sich noch Gruppen ganz in weiß dazu gesellen, um den eigentlichen Charakter der Veranstaltung, das spontane Zusammentreffen, zusätzlich zu unterstreichen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert