„Monschau Festival 2016“: Balanceakt am Abgrund mit einem Lächeln

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Von Klezmer-Musik geprägt: Das Musical Anatevka.

Monschau. Anatevka, der große Musical-Klassiker, kommt in diesem Sommer auch auf die Burg Monschau. Der Musical- Klassiker von Jerry Bock (Musik), Joseph Stein (Buch), Sheldon Harnick (Liedtexte) basiert auf den Geschichten von Sholem Aleichem mit ausdrücklicher Genehmigung von Arnold Perl.

Die deutsche Überarbeitung stammt von Rolf Merz und Gerhard Hagen. Verantwortlich für Produktion ist das Sonnentor Theaterfestival. „Anatevka“, das großartige, berührende Musical, wird beim Monschau Festival 2016 am Samstag, 20. August, um 20.30 Uhr von einem Ensemble aus Sängern, Schauspielern, Tänzern und Live-Musikern vor der einzigartigen Kulisse der Burg Monschau aufgeführt.

Tevje, der Milchmann hat mit seiner Frau Golde fünf Töchter im heiratsfähigen Alter. Täglich führt er unkonventionelle Zwiegespräche mit Gott, in denen er das Einerseits und Andererseits all seiner Probleme erörtert. Für Tevje beginnt das Leben schwierig zu werden, als seine Töchter sich eine nach der anderen in Männer verlieben, die nicht, wie es die Tradition vorschreibt, von Jente, der Heiratsvermittlerin ausgesucht worden sind.

Die Juden im russischen Dörfchen Anatevka leben wie Chagalls Fiedler auf dem Dach, der lächelnd am Abgrund balanciert, während er sein Lied spielt. Ihr friedliches Dasein wird angegriffen. Am Horizont ziehen schwarze Wolken auf: Immer deutlicher werfen Pogrome und die vorrevolutionären Wirren im zaristischen Russland ihren Schatten auf Anatevka, und letztendlich steht die ganze Dorfgemein¬schaft vor der Vertreibung.

Es bleibt nur die Hoffnung auf einen Neuanfang in einer neuen Heimat, irgendwo...

Das Musical „Anatevka“ (Original:„Fiddler on the Roof“) wurde 1964 in New York uraufgeführt und war auf Anhieb ein Welterfolg. Tevjes musikalischer Seufzer: „Wenn ich einmal reich wär’“ wurde genauso zum Hit wie die Titel „Jente, o Jente“, „Tradition“, das Sabbat-Gebet oder der Titelsong „Anatevka“.

Umrahmt von Melodien, die vom Klezmer inspiriert sind, entspinnt sich die Handlung um Tevje als zentrale Figur - heiter und verbittert, weichherzig und starrköpfig.

„Anatevka“ gilt als eines der eindringlichsten Werke des Musiktheaters, eine Gratwanderung zwischen Komik und Tragik, zwischen jüdischem Witz und zu Herzen gehender Traurigkeit.

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