Monika Siebertz ist neue stellvertretende Schiedsperson

Von: P. St.
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Monika Siebertz ist die neue stellvertretende Schiedsperson in der Gemeinde Simmerath. Sie vertritt und unterstützt Schiedsmann Michael Kleine (li). Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns führte die Stellvertreterin jetzt in ihr Amt ein. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Das Zweierteam der Schiedsleute in der Gemeinde Simmerath ist jetzt wieder komplett. Der erst im Juli 2015 verpflichtete stellvertretende Schiedsmann Gerd Sprungmann hatte bereits wenige Monate später aus persönlichen Gründen sein Amt zurückgegeben.

Nun hat sich der Gemeinderat inzwischen unter mehreren Bewerbern für Monika Siebertz aus Lammersdorf als neue stellvertretende Schiedsperson ausgesprochen.

Die Wahl ist bereits durch den Direktor des Amtsgerichtes Monschau, Peter Lüttgen, bestätigt worden. Nun erfolgte noch die offizielle Amtseinführung durch Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns. Die Wahlzeit beträgt fünf Jahre. Monika Siebertz vertritt Michael Kleine, der seit Juli 2015 neuer Schiedsmann der Gemeinde Simmerath ist.

Aufgrund ihres persönlichen und beruflichen Werdegangs sei die Wahl des Rates unter mehreren qualifizierten Bewerbern auf Monika Siebertz gefallen. Der Bürgermeister wünschte ihr eine gute Hand bei der Arbeit, bei der es bekanntlich vor allem auf „gesunden Menschenverstand und Fingerspitzengefühl“ ankomme, um streitende Parteien wieder zusammenzuführen.

Monika Siebertz, 1953 in Herten/Westfalen geboren, lebt seit 38 Jahren in der Gemeinde Simmerath. Dem Studium der Sozialpädagogik an der katholischen Fachhochschule Aachen folgte eine Vielzahl von beruflichen Tätigkeiten, in denen sie ihre soziale Kompetenz unterstrich. Sie habe sich nicht nur von der Ausschreibung angesprochen gefühlt, sondern sich auch aktiv in das Gemeindegeschehen einbringen wollen.

Der Grundgedanke der Schiedsleute-Tätigkeit „Schlichten statt Richten“ sei ihr sehr sympathisch gewesen, und sie verbinde mit ihrer künftigen Tätigkeit die Hoffnung, bei Streitigkeiten ein gutes Miteinander zu erzielen und „kleine Türen zu öffnen.“ Außerdem sei sie bereits intensiv von Michael Kleine mit ihrer künftigen Arbeit vertraut gemacht worden.

Schiedsmann Michael Kleine hat in seiner bisherigen Tätigkeit bereits erkannt, wie wichtig es ist, „die Rechtslage im Kern zu kennen“, wenngleich der Schiedsmann kein Urteil fälle. Im Jahr 2016 hatte der frühere Diplom-Ökonom bereits fünf Fälle zu schlichten; zwei weitere stehen noch aus. Von seinen insgesamt bereits verhandelten 13 Fällen sei bis auf einen Fall stets eine Einigung herbeigeführt worden. „Damit bin ich hochzufrieden.“

Über Mangel an Arbeit kann sich Kleine nicht beklagen, was ihn selbst ein wenig erstaunt, doch die beachtliche Zahl der Fälle zeige weniger, dass die Simmerather besonders streitlustig seien, sondern vor allem, dass der Schiedsmann in Simmerath einen hohen Bekanntheitsgrad und viel Akzeptanz genieße.

Ein geradezu klassischer Fall für den Schiedsmann sind nachbarschaftliche Streitigkeiten über zu hohe Hecken und Baumüberwuchs, aber auch Lärmbelästigung und üble Nachrede. Erstes Ziel einer jeder Verhandlung sei es, „einen respektvollen Umgang miteinander zu finden“. Michael Kleine sieht eine hohe Bedeutung in der Tätigkeit des Schiedsleute, nicht nur weil man durch außergerichtliche Einigungen die Justiz entlaste, sondern auch Menschen wieder zusammenführe.

Kleine gehört inzwischen auch dem siebenköpfigen Vorstand des Bundes der Schiedsleute (BDS), Bezirk Aachen, an. Der BDS tagte kürzlich auch in Simmerath.

Auch das Ordnungsamt der Gemeinde weiß die Arbeit des Schiedsmannes zu schätzen, wie der stellvertretende Leiter Manfred Prinz bestätigte. Diese ehrenamtliche Tätigkeit könne nicht hoch genug bewertet werden. Als Behörde stehe man in einem ständigem Austausch und versuche nach Möglichkeit Hilfestellung zu leisten.

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