„MON“: Da ist der Server platt

Von: jpm
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Aus allen Teilen der Städteregion beantragten Kfz-Halter nach Freischalten der Online-Reservierungsmöglichkeit ihr persönliches MON-Kennzeichen.

Monschau. Es sind nur drei kleine Buchstaben, doch die bedeuten den Menschen in Monschau anscheinend eine ganze Menge. Und nicht nur denen: Aus allen Teilen der Städteregion beantragten Kfz-Halter nach Freischalten der Online-Reservierungsmöglichkeit ihr persönliches MON-Kennzeichen, so Detlef Funken aus der Pressestelle der Städteregion.

„Da waren bestimmt ein paar Monikas oder Monheims dabei“ – oder auch gebürtige Monschauer, die es in andere Winkel des AC-Bereichs verschlagen hat.

Zuverlässig erfasst wurde die Verteilung aber nicht: Denn die Angabe des Wohnorts erfolgte freiwillig, die meisten ließen sie kurzerhand weg. Der größte Teil der Antragsteller kam also mit ziemlicher Sicherheit aus Monschau selbst.

Donnerstagfrüh sollte die Reservierungsplattform durch einen Mitarbeiter der Städteregion freigeschaltet werden. Und zwar zeitig um 7.30 Uhr, denn nicht ohne Grund hatte man mit einem beträchtlichen virtuellen Andrang gerechnet. Allerdings befanden sich zu diesem Zeitpunkt schon so viele Nutzer auf dem Server, dass erstmal gar nichts mehr ging. „Innerhalb der nächsten 40 Minuten wurde die Beeinträchtigung dann aber stufenweise abgebaut“, so Detlef Funken von der Pressestelle der Städteregion. „Die meisten dürften gar nichts davon gemerkt haben.“

Als die Technik dann einmal stand, ging der Ansturm los: In den ersten fünf Stunden gingen sage und schreibe 800 Reservierungen ein, in den folgenden zwölf Stunden waren es immerhin noch weitere 400. Nach 24 Stunden wurden exakt 1251 Reservierungen gezählt. Am Freitag dann kam die Nachfrage merklich zum Erliegen: Nur noch 69 Reservierungen gingen bis mittags ein – was alles in allem dennoch sehr beachtliche 1320 Anfragen macht.

Die Nachfrage scheint also fast ebenso schnell wieder zu verebben, wie sie begonnen hat. Auch die Ursache hierfür lässt sich sicher mit der altbekannten Weisheit „Wer zu erst kommt, mahlt zu erst“ erklären – denn wer schon bereits ist, ohne Not die Gebühr von 40 Euro (zuzüglich der Kosten für das Kennzeichen selbst) für den Wechsel zu berappen, der will natürlich auch seine Initialien, sein Geburtsdatum oder andere persönliche Identifikationsmerkmale neben dem Kürzel „MON“ gesichert wissen.

Nun bleibt die engültige Genehmigung der Wiedereinführung des Kennzeichens durch das Bundesverkehrsministerium abzuwarten. Dass diese kommt, daran gibt es wenig Zweifel, über den Zeitpunkt will Detlef Funken nicht mutmaßen. Verdruss wegen doppelter Reservierungen jedenfalls gebe es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht zu befürchten.

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