Aachen/Simmerath - Möglich, dass die Familie M. bald wieder zusammen ist

Möglich, dass die Familie M. bald wieder zusammen ist

Von: Georg Dünnwald
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Aachen/Simmerath. Die Romafamilie M., die zurzeit getrennt in Dresden und in Simmerath-Langschoß untergebracht ist, kann wieder hoffen.

Nach dem Bericht in dieser Zeitung über die Zwangstrennung durch das Ausländeramt und die Umstände, wie ein Teil der Familie in der Simmerather Flüchtlingsunterkunft leben muss, kam Bewegung in die Angelegenheit.

Die alte Kämpin der Aachener Sozialdemokraten, Hildgarde Lisse, reichte beim Petitionsausschuss einen Antrag ein. Darin fordert sie, die asylsuchende Familie die Möglichkeit zu geben, gemeinsam in einer Einrichtung leben zu dürfen.

Die Romafamilie besteht aus den Eltern, drei Söhnen und zwei Töchtern zwischen zwei und zwölf Jahren. Sie wurde deshalb auseinandergerissen, weil die Elternteile nicht die gleiche Registrierung zur Unterbringung haben. Hildgarde Lisse: „Das ist eine menschenverachtende Maßnahme.” Wenigstens habe die Familie die Weihnachtstage zusammen verbringen dürfen. Allerdings musste die Mutter selbst die Fahrtkosten für sich und die beiden kleinen Töchter von Dresden bis Simmerath stemmen. Und das bei einem Einkommen, das weit unter dem Hartz-IV-Satz liegt.

Der persönliche Referent von Städteregionsrat Helmut Etschenberg hatte nach Weihnachten sofort seinen Urlaub unterbrochen, als er den Bericht in dieser Zeitung gelesen hatte. Er wollte zwischen den beteiligten Behörden vermitteln, sagt der Pressesprecher der Städteregion, Detlef Funken. Clermont hat auch schon einiges erreicht.

Jetzt besprechen das Ausländeramt der Städteregion, das Pendant in der sächsischen Hauptstadt und die Gemeinde Simmerath, „welcher akzeptable Weg für eine Zusammenführung der Familie gefunden werden kann”, (Funken).

Derweil setzte die Chefin der Städteregions-Ausländerbehörde, Gabriele Grünewald, den Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Städteregionstag, Horst Herberg, davon in Kenntnis, dass ihr Amt keine „aufenthaltsbeendenden Maßnahmen” während des Petitionsverfahrens durchführen werde.

Pressesprecher Detlef Funken sagte am Freitag dieser Zeitung auf Anfrage: „Nächste Woche werden wir mehr wissen.”
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