Mittelrheinpokal: Neues Kapitel der Erfolgsstory?

Von: Kurt Kaiser
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Nach einigen Verletzungssorgen in den ersten Meisterschaftswochen ist der Kreis bei Germania Eicherscheid mittlerweile wieder größer geworden. Vor dem Pokalspiel gegen den Mittelrheinligisten Borussia Freialdenhoven wollen die Blau Weißen noch enger zusammenrücken. Foto: Kurt Kaiser

Nordeifel. Dass die beiden Nordeifelteams von Germania Eicherscheid und dem FC Roetgen auch nach dem kommenden Wochenende noch an ihrer bisher so erfolgreichen Pokalstory 2015 basteln können, daran glaubt so recht keiner.

Am Wochenende blickt der Fußballkreis Aachen noch einmal mit großem Interesse in die Nordeifel, denn dort kreuzen in der zweiten Runde des FVM-Pokals zwei hochdekorierte Gegner auf. Am heutigen Freitagabend (Anstoß 19.30 Uhr) stellt Regionalligist FC Wegberg-Beeck sich beim FC Roetgen vor. Am Samstag (Anstoß 14.00 Uhr) erwartet Germania Eicherscheid an heimischer Bachstraße den Mittelrheinligisten Borussia Freialdenhoven.

„Es ist schon eine tolle Sache, dass zwei Mannschaften aus der Nordeifel unseren Fußballkreis vertreten. Auf beide Mannschaften warten in der zweiten Runde auf Mittelrheinebene natürlich sehr gute Gegner. Ich hoffe, dass unsere Mannschaften sich gut aus der Affäre ziehen werden und drücke ihnen natürlich die Daumen“, ist auch Bernd Mommertz, der in Kesternich wohnende 2.Vorsitzende des Fußballkreises Aachen, erfreut, dass zwei Vereine aus der Eifel Pokalgeschichte schreiben.

Auch wenn der FC Wegberg-Beeck heute Abend als Tabellenletzter der Regionalliga West in Roetgen aufkreuzt, bringt FC-Trainer Frank Küntzeler dem Gegner allerhöchste Wertschätzung entgegen. „Das ist für mich die beste Amateurmannschaft, die es in der Region gibt. Was die in den letzten Jahren geleistet haben, ist schon extrem gut und beachtlich“.

Nach dem Aufstieg nach der vergangenen Saison blieben die Wegberger weiterhin Amateure, dementsprechend schwer haben sie es unter all den Profiteams in der Regionalliga West. Bisher reichte es für den Aufsteiger nur zu einem Sieg (4:2) gegen den Essener Stadtteilverein FC Kray und zu einer Punkteteilung gegen Rot Weiß Ahlen. Am vergangenen Spieltag bezogen die Jungs von Trainer Friedel Hensen eine deutliche 0:6-Niederlage bei Borussia Dortmund II.

FC-Trainer Frank Küntzeler ist aber kein Träumer und verweist darauf, dass zwischen dem Nordeifeler A-Ligisten und der Gruppe aus dem Wegberger Stadtteil vier Klassen liegen. „Die haben schon ein paar Spieler mit ganz besonderer Qualität in ihren Reihen, die für jede Situation, die wir anbieten, eine Lösung parat haben. Ich hoffe, dass wir einige Nadelstiche setzen können, mehr wird aber nicht möglich sein“, kann der FC Coach mit der Außenseiterrolle leben und weiß, dass seine Defensivabteilung von dem Regionalligisten richtig gefordert wird.

Nicht ganz so deutlich wie am Freitagabend in Roetgen sind am Samstagnachmittag die Rollen in Eicherscheid verteilt. Zwischen der gastgebende Germania und Borussia Freialdenhoven liegen „nur“ zwei Klassen, und die Germania hat in der Kreispokalrunde schon gezeigt, wie man Mittelrheinligisten aus dem Pokal eliminiert.

Im Halbfinale besiegten die Blau-Weißen den SV Eilendorf mit 3:1. „Das sind zwei unterschiedliche Stiefel“, läßt Germania-Trainer Bernhard Schmitz den Vergleich des Tabellenletzten Eilendorf mit dem aktuellen Tabellenfünften der Mittelrheinliga nicht gelten. „Freialdenhoven hat in dieser Saison eine sehr starke Mannschaft“, weiß der Germania-Coach, dass Ex-Profi Wilfried Hannes, Trainer der Freialdenhovener, den Kader in der Sommerpause punktuell verstärkt hat.

Dass die taktische Ausrichtung der Germania eher defensiv ist, wird sich aus der zu erwartenden Überlegenheit des Mittelrheinligisten von alleine ergeben. „Wir müssen in der Abwehr kompakt stehen und die Räume eng machen. Wenn es uns dann noch gelingt, ein paar Nadelstiche nach vorne zu setzen, ist das schon in Ordnung. Wir haben eine kleine Chance – die wollen wir nutzen“, nimmt auch der Germania-Coach die Außenseiterrolle dankend an und freut sich auf einen interessanten Pokalfight vor hoffentlich vielen Zuschauern, die seine Mannschaft unterstützen.

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