Mittagstisch für 500 Schüler: Neue Mensa der Sekundarschule

Von: P. St.
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So soll sie aussehen, die neue Mensa an der Sekundarschule in Simmerath: Zum jetzigen Schulhof öffnet sich eine große Glasfront. Das Gebäude soll den Platzcharakter des Schulhofes unterstreichen.

Simmerath. Lang, grau und flach: So soll die neue Mensa an der Sekundarschule Simmerath aussehen, wobei Änderungen noch vorbehalten sind. Einen Eindruck von dem gut 40 Meter langen Baukörper mit etwa vier Metern Höhe zwischen Schulhof und der Wartezone für die Busse erhielten jetzt die Mitglieder des Simmerather Struktur- und des Schulausschusses in einer gemeinsamen Sitzung.

Architekt Peter Kutsch stellte das funktionale und durch strenge Geometrie gekennzeichnete Gebäude im Detail vor, das erforderlich wird, weil die im vorigen Jahr gestartete Sekundarschule Nordeifel als gebundene Ganztagsschule eine Übermittag-Betreuung anbieten muss.

Mit dem Bau darf man sich nicht allzu viel Zeit lassen, denn die Mensa soll zum Schuljahresbeginn 2015 zur Verfügung stehen, wenn nach jetziger Prognose etwa 500 Schüler am Standort Simmerath unterrichtet werden. Bis dahin muss die kleine Mensa ausreichen. In seiner nächsten Sitzung am 6. Mai will der Strukturausschuss noch weitere Details festlegen, unmittelbar danach soll der Gemeinderat das Projekt beschließen, damit bereits im Sommer mit dem Bau begonnen werden kann.

Der Mensa-Neubau wird exakt 192 Sitzplätze vorhalten. Bei der angepeilten Schülerzahl und einem Zweischichtbetrieb der Küche reichen diese Plätze aus, denn es ist erfahrungsgemäß davon auszugehen, dass etwa 80 Prozent der Schüler die Mensa nutzen.

Peter Kutsch betonte, dass man durch die Anordnung des Gebäudes den Platzcharakter des Schulhofes betonen und gemeinsam mit den anderen umschließenden Gebäuden wie Simmbad und Sporthalle eine Art „Campus“ schaffen wolle.

Im Haushaltsplan 2014 sind für den Mensa-Neubau 400.000 Euro als Ausgabe-Ermächtigung vorgesehen, weitere 900.000 Euro stehen dann im kommenden Haushaltsjahr zur Verfügung. Die Entwicklungsgesellschaft Simmerath soll mit dem Bau beauftragt werden und mit einem Generalübernehmer einen Vertrag abschließen.

Das Flachdach mit drei Prozent Neigung ist vorschriftsmäßig ausgelegt für eine Schneelast von 145 Kilogramm pro Quadratmeter. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns riet aber dringend dazu, diese Belastungsgrenze auf 200 Kilogramm zu erhöhen, da alle Prognosen darauf hindeuteten, dass man in Zukunft immer häufiger mit extremen Wettersituationen rechnen müsse.

Die erforderliche Dachverstärkung würde Mehrkosten in Höhe von 15.000 Euro verursachen.

Aus der Sicht von Siegfried Lauscher (SPD) ist eine solche Erhöhung „reine Geldverschwendung“. Es reiche aus, sich an die gesetzlichen Vorgaben zu halten.(Zum Vergleich: Beim benachbarten Simmbad wurde das Dach sogar für 300 kg Schnee/Quadratmeter) ausgelegt.

Aus den Reihen des Ausschusses kam auch die Anregung, für die Fassade keinen Putz, sondern ebenfalls die bereits am neuen Schulgebäude verwendeten Platten zu verwenden, was allerdings Mehrkosten von 40000 Euro verursachen würden.

Über diesen Vorschlag werden die Ausschussmitglieder in der nächsten Sitzung ebenso nachdenken wie auch über die Kritik von Klaus Stockschlaeder (Grüne) an der Farbe des Gebäudes (ein „industriegrauer Baukörper“).

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