Mitmachzirkus: „Das kann ich nicht” war gestern

Von: Anna-Maria Harings
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Einzug der Gladiatoren: 150 kleine und größere Artisten sorgten zum Ende einer spannenden ersten Ferienwoche für eine begeisternde Zirkusaufführung im bunten Zelt auf dem Konzener Dorfplatz. Die Zuschauer belohnten die atemberaubende 150-Minuten-Show mit viel Beifall.

Konzen. Für 150 Kinder begann am ersten Montag der Sommerferien eine abenteuerliche Woche beim Kindermitmachzirkus ZappZarap, der zum zum dritten Mal in Folge sein Zelt in Konzen aufgeschlagen hatte.

Gleich zu Beginn der beliebten und binnen weniger Stunden ausgebuchten Ferienaktion stand den Kindern eine Entscheidung für zwei der insgesamt 18 angebotenen Zirkus-Gruppen bevor. Dazu gehörten unter anderem Trapez und Trampolin, Feuerspiele, Kugellaufen oder Akrobatik. Nachdem sie die Möglichkeit hatten, jede Gruppe einmal auszuprobieren, suchten die Kinder sich zwei Gruppen aus, an denen sie in den Tagen von Dienstag bis Freitag teilnahmen; eine Gruppe belegten sie vormittags, die andere dann nachmittags. Um den Kindern einen Vorgeschmack zu geben, gab es zu Beginn von den Betreuern eine Show, in der jede Gruppe kurz vorgestellt wurde.

Neue Freundschaften geknüpft

Während die Kinder dann mit Hilfe von insgesamt rund 30 Betreuern ihre Zirkusshow vorbereiteten, lernten sie mehr als nur das, was sie später vorführen sollten. Die Kinder erfuhren mehr über ihre persönlichen Grenzen und schafften es auch, diese zu überschreiten.

Bei 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der gesamten Umgebung hatten sie auch die Möglichkeit, neue Freundschaften zu knüpfen. „Wir haben schon neue Freunde gefunden. Eigentlich wollten wir schon letztes Jahr mitmachen, aber da waren sofort alle Plätze besetzt. Dieses Jahr haben wir es zum Glück geschafft!”, erzählten die beiden Schwestern Maike (9) und Anne (7) stolz.

Bei den großen Aufführungen zum Abschluss der Ferienaktion am vergangenen Samstag feierten dann alle Gruppen ihr ganz persönliches Erfolgserlebnis und rissen das Publikum von den Bänken. Den Anfang der fast zweieinhalbstündigen Show machten die Poi-Schwinger, die im Schwarzlicht ihr Spiel abzogen. Es folgten die Kugelläufer, die, obwohl sie sich gegenseitig Bälle zuwarfen, nicht ihr Gleichgewicht verloren.

Die folgende Gruppe von Clowns zeigte, dass Leitern nicht nur zum Hoch- und Herunterlaufen” geeignet sind, und brachten das Publikum mit ihren Späßen zum Lachen. Die Diabolo-Spieler und Jongleure zeigten den Zuschauern raffinierte Tricks mit ihren Utensilien. Als die Fakire es sich auf Glasscherben und einem Nagelbrett bequem machten, staunte das Publikum nicht schlecht. Auch bei den Feuerspielern und Feuerschwingern hielten die Zuschauer den Atem an.

Die Zauberer sorgten für große Augen bei den kleinen und großen Gästen, als sie ihre Assistentin in einer Kiste verschwinden ließen und diese mit Schwertern durchstachen. Dank magischer Kräfte hatte die Assistentin das Gestocher aber bestens überstanden.

Totale Körperbeherrschung

Natürlich durften auch die Einrad-Fahrer bei der Aufführung nicht fehlen und zeigten ebenso viel Geschick und Konzentration wie später die Kids mit ihren BMX-Rädern. Als die Gruppe der Vertikaltuch-Artisten sich hoch über der Manege in die Tücher wickelte, tobte die Menge. Auch die Trampolinspringer erhielten kräftigen Applaus, als sie durch einen Feuerreifen sprangen und scheinbar halsbrecherische Figuren zeigten.

Die Seiltänzer bewegten sich mit viel Ruhe über das dünne Seil, sowohl vorwärts als auch rückwärts. Die Akrobaten bewiesen, dass man auf leichte Art und Weisen schöne Figuren zaubern kann, und auch die Artisten zeigten auf den sogenannten „Todesbrettern”, was mit Körperbeherrschung und gutem Gleichgewichtssinn möglich ist.

Die Seilspringer hüpften vergnügt durch kompliziert geschwungene Seile, ehe zum Abschluss und Höhepunkt die Trapez-Artisten zeigten, was sie in der Woche alles gelernt hatten. In luftiger Höhe schwebten sie über der Manege und zeigten ihrem begeisterten Publikum mit Leichtigkeit die verschiedensten Figuren.

Zum Finale kamen alle 150 Kinder - wie zu Beginn - in die Manege, lachten und winkten ihren Zuschauern noch einmal zu. Zirkusdirektor Ivo Lindemann bedankte sich bei den Betreuern und bei den Kindern herzlich für die Hilfe und für eine tolle Woche. Als Andenken bekamen die vier Zapp-Zarap-Teamer jeweils ein Bild der vergangenen Woche und eine Foto-CD geschenkt. Auch die ein oder andere Träne floss, als es hieß, Abschied zu nehmen. Aber Trost spendete das Versprechen: „Wir sehen uns nächstes Jahr wieder!”
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