Mit Thema Kaffee-Schmuggel erfolgreich beim Geschichtswettbewerb

Von: Gabriele Halili
Letzte Aktualisierung:
5846689.jpg
Freuen sich schon auf die Preisübergabe: Schulleiter Bernd Decker, Felicitas Strauch und Bernhard Zimmermann-Buhr (von links). Foto: G. Halili

Stolberg/Mützenich. Omas interessante Schmuggelgeschichten motivierten! Auch Omas haben in der modernen und schnelllebigen Zeit manchmal ganz spannende und interessante Geschichten zu erzählen. Das nahm die 18-jährige Abiturientin Felicitas Strauch des Goethe-Gymnasiums zum Anlass, an dem Geschichtswettbewerb teilzunehmen.

Jetzt ist die Venwegenerin als stolze Preisträgerin mit dem Titel ihrer Arbeit: „Vom Kaffeeschmuggel zu offenen Grenzen in einem geeinten Europa“ ausgezeichnet worden.

Stolz ist selbstverständlich auch ihr Lehrer und Tutor, Bernhard Zimmermann-Buhr, der die Arbeit im Hintergrund begleitete. So konnten sich bereits in 2011 zwei seiner Schüler bei einem solchen Wettbewerb als Landessieger präsentieren. Folglich sah er sich veranlasst, weiterhin Schüler für das Fach Geschichte zu begeistern und zu motivieren. Die Schüler sollen lernen selbstständig zu arbeiten. „Dabei ist ein so bekannter und hoch angesehener Wettbewerb natürlich hilfreich“, so Zimmermann-Buhr.

Es ist der größte historische Forschungswettbewerb und will verstärkt bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für Geschichte wecken. Bereits in den 70er Jahren ist dieser Wettbewerb von dem damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und dem Stifter Kurt A. Körber ins Leben gerufen worden. Die Körber-Stiftung greift immer wieder gesellschaftsrelevante Themen auf und gibt jeweils einen groben Rahmen vor, an dem sich die eingereichten Arbeiten in etwa halten sollen.

Wie ist Felicitas Strauch gerade zu diesem Thema gekommen? „Also, meine Oma hat mir hin und wieder eine ,Schmuggel‘-Geschichte erzählt, weil sie auch an der belgischen Grenze, nämlich in Mützenich wohnt. Das fand ich schon immer sehr spannend. Da sie aber selber nie etwas geschmuggelt hat, habe ich mich an eine Freundin von ihr gewandt. Sie war früher direkt daran beteiligt und konnte mir auch weitere Personen benennen, die ich zum Thema schmuggeln interviewen konnte.“ Ist Geschichte das Lieblingsfach der jungen Schülerin? „Nein, nicht unbedingt. Meine Arbeit hat zwar mit dem historischen Schmuggel zu tun, der gerade verstärkt hier bei uns in Belgien, Holland und Deutschland stattgefunden hat; aber ich finde, es hat doch ganz viel mit Europa zu tun!“ Schmuggeln und Europa – da gibt es durchaus einen Zusammenhang.

Durch die vielen Biografien, die Felicitas Strauch während der Recherchen kennengelernt hatte, stellte sich doch immer deutlicher heraus, dass man durch das Schmuggeln über die Grenzen hinweg zusammengearbeitet hat. Strauch: „Es fand ein Handel statt, und im freien Handel steckt bereits der heutige EU-Gedanke.“ Wird diese Arbeit die junge Stolbergerin auch in Zukunft begleiten? „Ich denke schon; ich möchte doch sehr gerne etwas mit Politik und dem Thema Europa machen; zurzeit absolviere ich ein Praktikum bei Martin Schulz im Europäischen Parlament.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert