Mit stehenden Ovationen verabschiedet

Von: Günther Sander
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Beim Frühlingskonzert im Doppelpack wusste die Musikvereinigung Roetgen unter Dirigent Manfred Reinartz mit grandiosen Leistungen zu gefallen. Foto: Günther Sander

Roetgen. „Olympic Fanfare And Theme“ lautete der furiose Auftakt beim Frühlingskonzert der Musikvereinigung Roetgen im Bürgersaal. Mit der olympischen Titelmelodie, 1984 eigens für die Sommerspiele in Los Angeles von John Williams komponiert, gab das „große“ Orchester gleich zu Beginn eine hervorragende Visitenkarte ab.

„Wenn der Käpt’n nicht an Bord ist, müssen andere einspringen“, entschuldigte Geschäftsführer Gottfried Lauscher den verhinderten Vorsitzenden Horst Hoch.

Nach über vier Jahren Abstinenz präsentiere sich das Ensemble wieder einem größeren Publikum. „Diesmal gleich an zwei Tagen“, ergänzte Lauscher. Weil die Gemeindesporthalle aufgrund fehlender Rettungswege nicht mehr genutzt werden könne, sei man in den Bürgersaal ausgewichen.

Dirigent Manfred Reinartz, seit 20 Jahren in Roetgen am Taktstock tätig, hatte sein Orchester (circa 80 Musiker) auf den Punkt topfit gemacht. Geprobt wurde schon seit Anfang des Jahres.

„Seit 1922 beschleunigen wir Ihren Puls“, macht ein Aachener Autohaus auf dem Programmzettel deutlich. Wenn auch 30 Jahre später, der Roetgener Klangkörper erfreut seit 1952 die Besucher mit guter, handgemachter Musik, die von Herzen kommt. So war es auch diesmal wieder.

Das vielseitig ansprechende Repertoire traf genau den Geschmack der Konzertbesucher. So zum Beispiel bei „Mountain Panorama“, einer musikalischen Fahrt mit dem Hochgebirgs-Express, die glänzend intoniert wurde. „Gottfried auf Reisen“ lautete vielversprechend die Konzertpolka von Heinz Lener, wobei Gottfried Lauscher als Solist eine starke Leistung ablieferte.

Wunderbar auch das nächste Stück, die Ouvertüre „Ross Roy“. Auch diese nicht gerade leichte Herausforderung meisterten die Roetgener Musiker.

Dass die Musikvereinigung wenig Nachwuchssorgen plagen, unterstrich das Jugendorchester unter Leitung von Harry Brandts mit drei erlesenen Musikstücken. Mit „Spirit Of Life“, der Filmmusik „The Mission“ und schließlich „Funk Attack“ zeigte das Orchester sein hohes Leistungsniveau. Eine Zugabe folgte und natürlich verdienter Beifall.

Ein Medley als Krönung

Nach der Pause war das „große“ Orchester unter Manfred Reinartz wieder am Zuge.

Die „Kitzbühler Standschützen“, ein flotter Marsch und ein Muss bei jedem Blasmusikkonzert, erfreute die Besucher und ließ Stimmung aufkommen. Gelungen waren auch die Melodien aus „James-Bond“-Filmen, bei denen so mancher bekannte Titelsong zu Gehör gebracht wurde.

Musical-Melodien aus „The Lion King“ (König der Löwen) bildete einen weiteren Höhepunkt beim Konzert in Roetgen.

„Daheim in Böhmen“, (komponiert von dem Heerlener Freek Mestrini), bescherte Polkaschwung pur zum Schluss eines grandiosen Konzertes, das die Herzen des Publikums höher schlagen ließ.

Kein Wunder, dass sich die Musikanten nicht zweimal bitten ließen, denn als Zugabe gab es ein wahres „Sahnehäubchen“. Dirigent Manfred Reinartz hatte aus allen Stücken des Abends ein Medley zusammen gestellt. Da kannte die Begeisterung des Publikums keine Grenzen mehr, niemand hielt es mehr auf den Stühlen:. Den stehende Ovationen folgte eine weitere Zugabe mit dem Stück „Dem Land Tirol die Treue!“ Die Roetgener Besucher werden ihrer Musikvereinigung bestimmt weiterhin die die Treue halten.

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