Mit Schlag 64 ist der neue Hahnenkönig am Ziel

Von: der
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Jubel in Rott um den neuen Hahnenkönig: Dirk Schornstein mit Königin Sabine nach getaner Arbeit.

Rott. Hahnenclub, Hahnenkirmes, Hahnenköppen und dazu eine zünftige Hüttengaudi bei Hütten – das alles gehört in Rott im September alljährlich zu dem Spektakel, auf das sich Jung und Alt freuen. Noch ehe in München die Wies‘n, der Welt größtes Volksfest, eröffnet wird, wartet der Hahnenclub von 1969 mit seinem eigenen Event auf.

Und das Team um „Ober-Hahn“ Volker Scheer war am Wochenende wieder groß in Fahrt. Hüttengaudi bei Hütten: Da roch es appetitlich nach Weißwurst und Spießbraten, da erklang das obligatorische „O‘ zapft is“ im weiß-blau dekorierten Saal, eine zünftige Blasmusik, live und handgemacht vom Musikverein Rott, musizierte in froher Runde.

Natürlich wollten der Hahnenclub und die Hütten-Gäste aber noch mehr, ein besonderes Schmankerl: das traditionelle Hahnenköppen, auf das sich alle gefreut hatten. Seit 1969 ist Rott eine Hochburg in Sachen Hahnenköppen. So auch diesmal wieder. Die Bühne, in schummriges Licht gehüllt, ein Stoffhahn in einem Korb hängend, der Kopf nach unten baumelnd, und dann noch mutige Damen und Herren, die in die Rollen der „Hahnenköpper“ schlüpften– weil es halt so sein muss.

Erst, wenn der Hahn seinen Kopf verliert, geben die Besucher Ruhe. Das Tierchen landet dann auch nicht in der Suppe, es wird ordentlich entsorgt. In früheren Zeiten war das Hahnenköppen nichts für zarte Seelen. Das hat sich geändert.

Nun feuerten die Hütten-Gäste die „Köpper“ an, Volker Scheermoderierte. Und dem Gockel ging es mächtig ans Gefieder, auch wenn der Kopf mit Draht stabilisiert worden war. Die Schläge mit dem Schwert, obwohl mit verdunkelnder Brille ausgeführt, verfehlten ihre Wirkung nicht.

Im Mittelpunkt des Interesses stand der zweimalige Hahnenkönig Heinz-Peter Straeten mit seiner Königin Christiane. Er war willens und entschlossen, sich an diesem Abend den Kaisertitel „zu erköppen.“ Das wurde ihm allerdings nicht leicht gemacht, denn es gab mehrere „Spielverderber“, die ihm die Tour vermasseln wollten. „Einige Jungs sind scharf auf den Titel in diesem Jahr“, wusste Volker Scheer. So Daniel Köster, Dirk Schornstein und die noch amtierende „Königsfrau“ Christiane, die ihrem Heinz-Peter den Weg ebnen wollte.

Das Schwert suchte sich seinen Weg, der Hals des Giockels wurde immer länger. „Papa, gib‘ dein Bestes“, feuerte der Nachwuchs Daniel Köster an. Er war es, der den Hahn so zurichtete, dass er nur noch an einem „seidenen Faden“ hing. Diese Chance ließ sich Dirk Schornstein nicht entgehen: Mit Schlag 64 machte er dem Hahn ein Ende und war neuer Hahnenkönig in Rott. Aus und vorbei mit einem Kaiser Straeten, dieser und Christiane gratulierten dem neuen König, dem großer Jubel galt, und der von seiner „Königin Sabine“ ein Küsschen erhielt.

Als dann auch noch aus dem Lautsprecher der Voxx-Club-Hit „Schau mir in die Augen, Kleine. Du bist a ganz a Feine, rock mi heut‘ Nacht“ erklang, war die Stimmung auf dem Höhepunkt und der Hahnenclub am Ziel seiner Wünsche.

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