Mit neuem Mittelfeldlenker und einem Co-Trainer in die Rückrunde

Von: Kurt Kaiser
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Der neue Co-Trainer Sven Vorburg (links) wird im zweiten Saisonabschnitt in erster Linie Trainer Jürgen Lipka unterstützen. Adrian Stasczak soll neue Akzente im Rotter Mittelfeldspiel setzen. Foto: Kurt Kaiser

Rott. Am Dienstagabend endete für die Kicker des ranghöchsten Nordeifelclubs SV Rott die Winterpause. Da Trainer Jürgen Lipka in den zwölf Jahren, die er mittlerweile in Rott als Trainer tätig ist, meistens in die Wintervorbereitung auf schneebedecktem Boden startete, war er mit den milden Witterungsverhältnissen zufrieden.

„Hauptsache kein Schnee, damit wir vernünftig trainieren können.“ Da der Landesligist in der Hinrunde vom Verletzungspech verfolgt war, konnte der Trainer auch nach der vierwöchigen Winterpause noch nicht den kompletten Kader begrüßen. Martin Bohnen fällt weiterhin mit einer Kreuzbandverletzung aus. Bei Philipp Derichs zwickt die Bandscheibe noch und auch er steht vorläufig nicht zur Verfügung.

Oliver Klär scharrt zwar mit den Hufen und fiebert nach seinem Wechsel im Sommer von Hertha Walheim seinem ersten Einsatz für die Rot-Weißen entgegen, jedoch muss er nach seinem Kreuzbandriss zuerst noch einige Einheiten beim Rotter Physiotherapeuten Johannes Mangartz absolvieren. „Er will unbedingt spielen und wir hoffen auch, dass er in der Rückrunde dabei ist“, ist Jürgen Lipka davon überzeugt, dass der Mittelfeldspieler für mehr Kreativität im Rotter Offensivspiel sorgen wird. Calvin Page fehlte zwar auch beim Trainingsauftakt, jedoch sollte er seine Grippe bis zum Wiederauftakt am 8. März längst auskuriert haben.

„Jürgen allein auf der Bank“, wie in der Hinrunde, wird es in der Rückrunde nicht mehr geben, denn mit Sven Vorburg verpflichteten die Rot-Weißen einen neuen Co-Trainer. Der 31-jährige unterstützte in der Hinrunde noch Hajo Bernd beim Aachener A-Ligisten Germania Dürwiß an der Linie. Da der neue Co-Trainer gelernter Torwart ist, fanden die Rotter gleichzeitig auch einen neuen zweiten Torwart, denn ihr bisheriger Ersatzkeeper, Fatih Berberoglu, wechselte in der Winterpause zum A-Ligisten SV Kohlscheid.

Auf der Liste der Neuzugänge stand mit Adrian Stasczak zuerst nur ein Name, allerdings setzt Jürgen Lipka in den Mittelfeldspieler höchste Erwartungen. „Er wird in unserem Mittelfeld neue Akzente setzen und ist ein richtiger Leader“, verteilt der Coach schon erste Vorschusslorbeeren für den Winterneuzugang. Der Mittelfeldspieler wechselte in der vergangenen Saison vom Ligakonkurrenten Germania Teveren zum niederländischen Verein, BSV Limburgia/Kamerland, in der Winterpause entschied er sich nun zu einem Wechsel in die Nordeifel.

Noch zwei Neue

Am Donnerstagabend verlängerte die Liste der Neuzugänge sich dann noch um zwei weitere Akteure. Mit David Banasiak, der für Hertha Walheim, Inde Hahn und zuletzt in den Niederlanden spielte, verpflichteten die Rotter noch einen weiteren Torwart. Mittelfeldspieler Nick Capellmann spielte auch schon für die lokalen Konkurrenten SV Breinig und zuletzt für den Mittelrheinligisten Hertha Walheim, er entschied sich ebenfalls kurzfristig für einen Wechsel an den Tiergarten.

Da mit Adrian Stasczak, Nick Capellmann, „Oli“ Klär und dem in der Hinrunde lange Zeit verletzten Manuel Kanou das Mittelfeld der Rot-Weißen neu belebt wird, hofft der Coach, dass seine beiden Angreifer, Avdo Iljazovic und Hasan Er, davon profitieren und sich über ein offensiv ausgerichtetes 4-2-3-1-System wieder besser in Szene setzen können, als zum Ende der Hinrunde. „Wenn wir dann noch von weiteren schlimmeren Verletzungen verschont bleiben, dann sind wir nach vorne schon richtig gut aufgestellt“.

Da der Trainer im ersten Saisonabschnitt, sei es nun verletzungs- oder beruflich bedingt, nie den kompletten Kader zur Verfügung hatte, richtet er in den beiden ersten Wochen der Vorbereitung den Fokus mehr auf die Verbesserung der Grundlagenausdauer.

Bis zum ersten Testspiel, am Dienstag, 27. Januar gegen Borussia Freialdenhoven, steht intensive Konditionsarbeit auf dem Trainingsplan. „Dann können wir gegen Freialdenhoven zwar nicht schnell, aber viel laufen“, sieht der Trainer die Begegnung gegen den Mittelrheinligisten nicht nur ergebnisorientiert.

In weiteren sieben Testspielen kann Jürgen Lipka dann die Feinjustierungen für einen erfolgreichen Wiederauftakt vornehmen. Der hat es mit den Spielen beim FC Düren-Niederau und bei CfR Buschbell Munzur sowie den Heimspielen gegen SV Breinig und Absteiger Schwarz-weiß Nierfeld allerdings in sich. „In den ersten vier Spielen geht es nur gegen Mannschaften, die in der Tabelle vor uns stehen“, warnt der Coach vor dem schweren Auftaktprogramm.

Mit 21 Zählern sind die Rot-Weißen vom „Rotlichtviertel“ der Liga zwar nur sechs Zähler entfernt, jedoch erscheint, wenn alle gesund bleiben, Skepsis unangebracht und das Ziel des Trainers, in der Endabrechnung einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, realistisch.

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