Mit Motorradfahrern und Experten den Dialog suchen

Von: P. St.
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Müssen sich arrangieren: Motorradfahrer, Touristen und die Einheimischen rund um den Rursee. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Motorradfahren gehört zur Eifel wie der Rursee und die Monschauer Altstadt. Ein Ausflug über die kurvenreichen Straßen der Mittelgebirgslandschaft auf zwei Rädern war schon in den 1960er Jahren ein viel geschätztes Ausflugsvergnügen, als die Zahl der Tagestouristen sprunghaft anstieg. Über die Zweiräder, die durch die Eifel kurvten, regte sich damals niemand auf.

Das ist heute ganz anders geworden, vor allem weil die Drehzahlen der Zweiradmotoren heute locker bis weit in den fünfstelligen Bereich hineingehen, was dann nicht mehr zu überhören ist. An manchen schönen Sommertagen hat man den Eindruck, dass mehr Motorräder als Autos in der Eifel unterwegs sind. Seit Jahren wird die Thematik heiß diskutiert.

Unter den Zweiradfahrer gibt es aber auch eine kleine Problemgruppe, die mit ihren Maschinen eine Geräuschkulisse erzeugt, die eine intensive und emotionale Debatte über das Thema Motorradlärm in der Eifel ausgelöst hat. Die Saison hat gerade erst begonnen, doch das Thema Motorradlärm ist bereits heiß gelaufen, auch weil in diesem Frühjahr die Front der Akteure gegen Motorradlärm dichter geworden ist.

Im Rahmen der große Leserumfrage der Tageszeitung unter dem Motto „Was bewegt Sie in der Eifel?“ möchte auch die Lokalredaktion das Thema Motorradlärm in der Nordeifel aufgreifen.

Dabei soll es nicht um eine weitere Polarisierung der Thematik gehen, sondern darum mit eventuell kurzfristigen Lösungsansätzen für Entspannung bei den gegensätzlichen Positionen zu sorgen, denn ob weitere Streckensperrungen oder geänderte EU-Richtlinien zur Lärm-Emission von Motorrädern: Solche Prozesse ziehen sich über viele Jahre hin.

Unter dem Motto „Motorradlärm in der Eifel – Miteinander statt gegeneinander“ soll die Thematik im Rahmen eines Diskussionsforums am Sonntag, 17. Mai, aufgegriffen werden. Die Gesprächsrunde findet dort statt, wo sich viele Eifel-Biker treffen, auf dem Gelände der Biker-Ranch in Strauch.

Motorradfahrer und Experten sollen hier zwischen 11 und 12.30 Uhr zu Wort kommen. Unter Moderation der Lokalredaktion wurden als Gäste der Simmerather Bürgermeister, die Polizei Aachen, ein Vertreter der Biker-Union sowie ein Vertreter der Gastronomie eingeladen, die im Dialog mit den Bikern Lösungsansätze diskutieren sollen.

Das Thema Motorradlärm ist bereits bei einem Symposium, das Anfang März in Rurberg auf Initiative von Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns stattfand, aufgegriffen worden. Gemeinsam mit 19 anderen Kommunen aus NRW und Rheinland-Pfalz wurde dabei ein Forderungskatalog aufgestellt, der das bestehende Recht ergänzen soll, aber dessen Umsetzung in der Praxis eine komplexe und langwierige Angelegenheit ist.

Was aber kann man konkret tun, damit Eifelbevölkerung und Motorradfahrer zu einem verträglichen Miteinander finden? Auf Antworten und Vorschläge beim Diskussionsforum am 17. Mai darf man gespannt sein.

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