Mit minimalen Mitteln viel schaffen

Von: Fred Schröder
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Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann: Der Deutsch-Belgische Naturpark Hohes Venn – Eifel stellte mit dem Vorsitzenden Günter Schumacher (links) und Vorstandsmitglied Hans-Martin Steins (rechts) den Jahresbericht vor, den die Geschäftsstellen-Leiter Anne Stollenwerk und Dominik Hosters erläuterten. Foto: Fred Schröder

Düren/Nordeifel. Mit minimalem Personaleinsatz und eben solchem Etat möglichst viel schaffen: Diese Devise herrschte und herrscht beim Verein „Deutsch-belgischer Naturpark Hohes Venn-Eifel“. Der Verein, dem im wesentlichen Kommunen und die Kreise angehören, brachte im vergangenen Jahr verschiedene und sehr beachtete Initiativen auf den Weg. Vorsitzender Günter Schumacher: „Mit den bescheidenen Ressourcen haben wir viel erreicht“.

Nicht zuletzt dankte Schumacher bei Vorstellung des Jahresberichts 2015 den Kreisen Düren und Euskirchen sowie der Städteregion Aachen für individuelle Unterstützung. Die machte sich bezahlt, als es beim Verein zu personellen Engpässen kam. „Die Zeit ist jetzt überstanden; nun sind wir bestens besetzt“, sagte Schumacher.

Die Geschäftsstelle in Nettersheim für den nordrhein-westfälischen Teil leitet jetzt Domink Hosters, und Anne Stollenwerk ist in Prüm für den rheinlandpfälzischen Teil zuständig.

Die Aktivitäten in zwei Bundesländern machen sich im Sektor der Finanzen bemerkbar. Während das Land Rheinland-Pfalz feste Sätze an Fördermitteln zahlt, will NRW zunächst Taten sehen. „Hier müssen wir die Fördermittel bei Wettbewerben einfahren“, sagte Dominik Hosters.

Dadurch, dass das Vereinsgebiet Leader-Region wurde, flossen 3,1 Millionen in die Eifel. Die werden dringend benötigt, denn „die minimalen Mitgliederbeiträge decken kaum die Personalkosten“, sagte Vorsitzender Schumacher.

App mit 2000 Pflanzen

Was die Geschäftsstellenleiter Hosters und Stollenwerk als Arbeitsergebnis vorlegten, kann sich sehen lassen. Der neue Internet-Auftritt (www.naturpark-eifel.de) macht neugierig auf die Veranstaltungen, die sich unter anderem an jüngeres Publikum richteten.

So wurden 2000 eifeltypische Pflanzen in einer App zusammengeführt, das Perlenbachtal mit dem Magnet Narzissenblüte beschildert und mit dem Buch „Eifeler Sonntagsspaziergänge“ ein Buch herausgebracht, das neben 20 Familienausflugszielen auch als Kompass für die Eifelwege zu nutzen ist. „Sommertouren“ mit historischem Bus und Schienenbus gehören ebenso zu den Angeboten wie die „Kunst im Busch“ oder Streuobstwiesenprojekte oder Heckenpflege. Und auch die Umweltbildung wird nicht vernachlässigt. „Die Kooperation mit unserem belgischen Partner läuft reibungslos“, sagte der Dürener Kreisdezernent Hans-Martin Steins.

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