Kalterherberg - Mit kräftigen Bläsern und filigranen Streichern in die Highlands

Mit kräftigen Bläsern und filigranen Streichern in die Highlands

Von: wm
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Das „Sinfonietta Regio” unter dem Dirigenten Hans-Günter Leuchter mit der Sopranistin Delyara Schroeder überzeugten im Eifeldom mit Werken von Mendelssohn-Bartholdy, Händel, Stanley und Haydn. Foto: Walter Mertens

Kalterherberg. „Ich weiß, dass mein Erlöser lebet”. Unter dieses Thema hatte das Sinfonieorchester „Sinfonietta Regio” unter der Leitung von Hans-Günter Leuchter sein sinfonisches Konzert am Sonntag im Eifeldom in Kalterherberg gestellt.

Mit Werken von Mendelsohn-Bartholdy, Händel, Stanley und Haydn stimmten die Musiker am Passionssonntag die Zuhörer auf das bevorstehende Osterfest ein. Allerdings fanden nur rund 70 Zuhörer den Weg in die Kirche.

Die ansprechende sinfonische Musik hätte weiß Gott eine größere Zuhörerschar verdient gehabt. Schon bei der Eröffnung, der Hebriden-Ouvertüre op 26 von Felix Mendelssohn-Bartholdy, gelang es den ambitionierten Laienmusikern des Sinfonietta Regio mit ihren gefühlvollen Streichern und dem kräftigen Blechbesatz, die Zuhörer in das raue Schottland zu entführen.

Mendelssohn schrieb dieses Werk im Jahre 1829. Die Anregung dazu erhielt er beim Besuch der Fingalshöhle auf der schottischen Insel Staffa.

Das Werk hat starke Tendenzen zur programmatischen Musik und besonders beim Wechselspiel der filigran agierenden Streicher mit den mächtigen Pauken und den kraftvollen Blechbläsern fühlten sich die Zuhörer in die zugleich bizarre wie schöne Landschaft der Highlands entführt.

Das Thema des Konzertes trug Delyara Schroeder aus Aachen vor. Die aus Turkmenistan stammende Sopranistin ist gefragter Gast bei Opern-, Operetten- und Oratorienkonzerten in der Region und darüber hinaus. „Ich weiß, dass mein Erlöser lebet”, von Delyara Schroeder zugleich gefühlvoll wie auch ergriffen intoniert, ist ein Stück aus dem Oratorium „Der Messias”, dem wohl bekanntesten Werk Händels. Er schrieb es 1742 in nur drei Wochen.

Der Messias vereint jubelndes Betrachten, Staunen und Anbeten göttlichen Menschwerdens, so, wie es dem Sinnbild des 18. Jahrhunderts entsprach.

Bevor die Zuhörer in die Pause entlassen wurden, war John Stanley´s Voluntary po.5 Nr. 8 d-Moll aus der Hand von Hans-Günter Leuchter an der Orgel zu hören. Leuchter dirigierte an diesem Abend nicht nur souverän des Sinfonieorchester, sondern entlockte der altehrwürdigen Orgel auch bis dahin noch selten gehörte Töne. Nach einer kurzen Pause bildete die Londoner Sinfonie D-Dur op. 104 den Abschluss des glanzvollen sinfonischen Konzertes.

Der Erlös des Benefizkonzertes geht an den Förderverein des Kalterherberger Kindergartens.
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