Mit Kinderliedern unsere Sprache lernen

Von: hes
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Logopädin Mareike Mir (li.) u
Logopädin Mareike Mir (li.) und Studentin Nicola Pugh möchten mit ihrem Kursangebot vor allem Kindern mit Störungen in der Sprachentwicklung spielerisch helfen, sprechen zu lernen. Foto: Heiner Schepp

Nordeifel. „Hänschen klein”, „Bruder Jakob” und „Backe, backe Kuchen” kennt buchstäblich jedes Kind. Dass Kinderlieder aber auch bestens geeignet sind, das Sprechen zu erlernen und Sprachstörungen entgegenzuwirken, soll nun für ein neues logopädisches Angebot genutzt werden.

Die Imgenbroicher Logopädin Mareike Mir hat gemeinsam mit Studentin Nicola Pugh aus Mützenich das Konzept für einen Kurs erarbeitet, der vornehmlich Kindern mit einer verzögerten Sprachentwicklung helfen möchte.

„Wir möchten Sprachtherapie und Musik verbinden”, sagt Nicola Pugh, die in Heerlen studiert und derzeit ein Praktikum in der Praxis von Mareike Mir absolviert. Vor dem Logopädie-Studium hat sie Musik mit dem Hauptfach Gitarre studiert und ein Zertifikat zur Musikassistentin erlangt und möchte nun im Rahmen des Pflichtpraktikums ihre musikalische Leidenschaft mit einem für den Berufsweg hilfreichen Projekt verbinden.

„Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Musik die Sprachentwicklung und auch das mathematische Denken fördert”, erläutert Mareike Mir, die vor einigen Monaten in einem Projekt mit dem Künstler Hans Werner Berretz („HaWeBe”) bereits Kunst, Musik und Sprachentwicklung verbunden hat (wir berichteten).

Darauf aufbauend soll nun mit Hilfe von Kinderliedern den jungen Menschen im Vorschul- und frühen Schulalter auf spielerische Art und Weise die Sprache vermittelt werden. „Dabei möchten wir uns den einfachen Aufbau und vor allem die Rhythmik von bekannten und beliebten Kinderliedern zu Nutze machen, um sprachliche Barrieren abzubauen”, erläutert die Studentin. Nicola Pugh wird den Gesang mit der Gitarre begleiten, Mareike Mir möchte im Verlauf des Kurses eine tänzerische Komponente miteinbringen.

Einzige Voraussetzung für die Teilnahme ist das Alter der Kinder, die zwischen fünf und acht Jahre alt sein sollten. „Ansonsten ist jedes Kind willkommen, ganz besonders auch Kinder mit Behinderungen, egal welcher Art”, betont Mareike Mir.

Wie Nicola Pugh erläutert, möchten die Organisatorinnen zu Beginn auf spielerische Art den Stand der Sprachentwicklung feststellen und nach Ende des Kurses mögliche Verbesserungen in der Sprache der Kinder für Studienzwecke dokumentieren.

Der Kursus „Musik & Sprache” startet am Samstag, 24. November, in den Räumen der Logopädischen Praxis Mareike Mir, Steinrötsch 28a in Imgenbroich, und umfasst zehn Termine, jeweils samstags im Vormittag. Lediglich über Weihnachten und Neujahr wird der Kursus zweimal pausieren.

Für die Teilnahme wird ein geringer Beitrag von 3,50 Euro je Stunde erhoben, die Liedertexte erhalten die Kinder beim ersten Termin. Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon 02472/803777 (täglich von 18 bis 22 Uhr).
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