MIT: Jacqueline Huppertz wird neue Vorsitzende

Von: Günther Sander
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Die neue MIT-Vorsitzende Jacqueline Huppertz (Mitte) schwor ihr Team auf große Aufgaben ein. Ihr Vorgänger Michael Seidel (Zweiter von links) nimmt nun den Posten des Stellvertreters ein. Foto: Günther Sander

Roetgen. „Ich werde alles tun was ich kann, um unserem Verband Gestalt, Gesicht und Zukunft zu geben“, bedankte sich die frisch gewählte 1. Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU Nordeifel Monschau, Simmerath und Roetgen, Jacqueline Huppertz, nach ihrer Wahl für den ihr geschenkten Vorschuss an Vertrauen bei allen Mitgliedern.

In der Roetgen-Therme im Postweg begrüßte Noch-Vorsitzender Michael Seidel zur Mitgliederversammlung neben den Mitgliedern als Gäste Dr. Franz-Josef Wedemeyer (Vorsitzender des Kreisverbandes Aachen-Land) und Björn Schmitz (CDU-Kandidat für das Bürgermeisteramt in Roetgen), der später zum Thema „Wirtschaftsförderung“ referierte.

Michael Seidel, der sich nach vier Jahren Vorstandsposten nicht mehr zur Wahl stellte, hob Erfolge hervor, die in den drei Gemeinden auf den Weg gebracht werden konnten. Dazu gehöre der DSL-Ausbau für die Eifel sowie die Touristik. Skeptisch sei er noch bei dem geplanten Ausbau der Bundesstraße 258, hier müsse man abwarten, wie die Stadt Aachen sich entscheiden werde. Auch Wedemeyer bescheinigte den „Eifelern“ gute Arbeit, sie hätten einiges in Gang gesetzt und das Geschehen hier mitgestaltet.

Seidel bedauerte besonders, dass das Thema Mittelstand in der Bundesregierung immer mehr in den Hintergrund gerate. Er wünscht sich eine Öffnung für den Mittelstand, so in der Steuerpolitik und eine wirtschaftsfreundliche Gestaltung. Mit Blick auf die lokalpolitischen Themen schnitt Seidel die Verkehrsinfrastruktur (Ausbau B258) an. „Ich hoffe, dass sich hier etwas zum Positiven bewegen wird“, meinte er, denn diese Maßnahme sei besonders für die Eifel von großer Bedeutung.

Michael Seidel bleibt aktiv

Die Versammlung wählte Jacqueline Huppertz (Mützenichs Ortsvorsteherin) zur 1.Vorsitzenden, als Stellvertreter stehen ihr Stephan Braun (Simmerath) und Michael Seidel (Roetgen) zur Seite. Geschäftsführer ist Frank Strang (Monschau). Die sieben Beisitzer sind Micha Kreitz, Dr. Peter Rasche, Albrecht Mauer, Stephan Speitkamp, Ute Koll-Harzheim, Manfred Heitmeier und Pascal Kaulartz.

Die neue Vorsitzende griff in ihrer Erklärung Worte des ehemaligen Ministerpräsidenten von Sachsen, Kurt Biedenkopf, auf, der einmal gesagt hatte, dass die Politik die Türen öffne und die Wirtschaft „nur hindurch gehen müsse“. Das treffe heute keineswegs in vollem Umfange mehr so zu, sagte Huppertz.

Die Chancen und Gefahren der Globalisierung, der technische Fortschritt, die Geschwindigkeit, mit der heute wirtschaftspolitische Entwicklungen abliefen, der wachsende Druck der Konkurrenz in allen Bereichen, die EDV und immer wieder wechselnde Vorgaben stellten auch an den Mittelstand „immer höhere Anforderungen“. Diesen Herausforderungen könne man nur gerecht werden, wenn man die Ideen und Fähigkeiten bündele, wenn man miteinander arbeite und wenn man sich gegenseitig inspiriere und unterstütze.

Huppertz stellte drei Gedanken der MIT heraus. Zunächst sollen eigene Erfahrungen, Gedanken und Ideen eingebracht werden. Außerdem sollen die Rahmenbedingungen für mittelständische Unternehmen beeinflusst, bewahrt oder auch verändert werden.

Und als ein Drittes sollen auch Meinungen, Wünsche und Forderungen gebündelt werden und über Orts- und Kreisebene, Landtag, Bundestag bis hinaus ins Europäische Parlament gebracht werden und zu einer Entscheidung führen. „Das sind die Aufgaben, die auf uns warten. Das ist die Chance, die wir begrüßen und nach Kräften wahrnehmen sollten“, ermunterte sie.

Das alles seien Felder, die es zu bestücken gelte. Vorschläge dafür habe sie von Mittelstandsfirmen bei Gesprächen erhalten. „Wir müssen uns bemühen, weitere Unternehmen hier anzusiedeln.“

Erkenntnisse in Taten umwandeln

Die Gewinnung qualifizierten Personals und die Bindung an den eigenen Betrieb werde aber immer schwieriger. Daher betonte und forderte Huppertz: „Vor allem aber müssen wir unsere Erkenntnisse auch in die Tat umsetzen.“

Man müsse sich aber auch im Klaren sein, wie man den Verband gestalten und strukturieren wolle und welche Themen Vorrang hätten und man sich zum Ziele setzen wolle.

„Ich freue mich auf neue Aufgaben, ich rechne mit eurer Unterstützung“, schloss sie unter starkem Beifall. Es gelte, Präsenz vor Ort zu zeigen, Betriebe zu besichtigen und auch Vorträge zu halten. Jacqueline Huppertz wünscht sich zudem einen Mitgliederzuwach, auch von Leuten, die nicht der CDU angehören.

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