Nordeifel - Mit Hardcore-Musik international höchst erfolgreich unterwegs

Mit Hardcore-Musik international höchst erfolgreich unterwegs

Von: Yvonne Schneider
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Nordeifel. Als er elf Jahre alt war zeigte ein Schulfreund ihm Hardcore-Musik, seit diesem Tag gab es keine andere Musik mehr, die ihn so begeisterte. „Die Musik zog mich einfach in ihren Bann“, erinnert sich Dustin Leinesser. Heute, mit 29 Jahren, zählt er zu den bekanntesten Hardcore-DJs und -Produzenten deutschlandweit.

Der Musiker ist in Roetgen aufgewachsen und war dort bis vor zwei Jahren noch wohnhaft. In seiner Jugend hatte er nur ein Ziel vor Augen: Er wollte selbst Musik machen. Die Ausrüstung, die man zum Musik machen braucht, sammelte er Stück für Stück. Das Auflegen und Produzieren brachte er sich selbst bei.

Mit 18 Jahren schickte er seine ersten Demo-CDs an Veranstalter und blieb lange Zeit erfolglos. Dann endlich hatte er seinen ersten Auftritt im Club „Quinta“ in Belgien. Heute lebt er in Düren und arbeitet als Grafik- und Web-Designer in Köln.

Unter dem Namen „D-Ceptor“ ist er als Hardcore-DJ und -Produzent sehr gefragt und spielt auf bekannten Festivals wie „Nature One“, „Syndicate“ und „Ruhr in Love“. Doch auch international ist der Musiker eine bekannte Größe in der Hardcore-Szene. In Russland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und in den USA war er bereits mit seiner Musik unterwegs.

Ein besonderes Highlight für Leinesser war sein Auftritt in Las Vegas. Dort trat er beim „American Gabberfest“ auf, einem bekannten Festival für Hardcore-Musik in den Vereinigten Staaten. Die Musik, welche neben Fußballspielen und Freizeit mit Freunden und Familie sein größtes Hobby ist, ist mittlerweile zum Nebenjob geworden. „Dieser ist jedoch sehr zeitaufwendig“, sagt Leinesser. Es gäbe keinen Tag, an dem er sich nicht mit seiner Leidenschaft beschäftige. Schon morgens im Zug, auf dem Weg zur Arbeit, setzt Leinesser die Kopfhörer auf und produziert.

Die Produktion eines Hardcore-Tracks könne bis zu einem halben Jahr dauern und setze ein großes technisches Verständnis, ein Gefühl fürs Komponieren und Arrangieren und vor allem eine gute Kenntnis über Sound-Design voraus. Außerdem bedürfe es einer teuren Ausrüstung, die aus einem leistungsstarken Computer, einer speziellen Software, Lautsprechern, Kopfhörern und einer externen Soundkarte besteht.

„Generell ist es sehr wichtig, gute Musik zu produzieren und sich gegenüber anderen DJs zu profilieren, um in der Szene Fuß zu fassen“, erklärt Leinesser, „dann ist es möglich, auch über regionale Grenzen hinaus bekannt zu werden.“ Die größte Hardcore-Szene findet man in den Niederlanden, dort ist die Musikrichtung im Jahr 1992 auch entstanden, danach folgen Deutschland und Italien.

In den zehn Jahren, in denen der 29-Jährige als DJ und Produzent tätig war, hat er vier Platten auf Vinyl und mehrere digitale Releases veröffentlicht. Doch zufrieden ist er damit noch lange nicht: „Mein Ziel ist es, meine Musik noch weiter zu verbessern und einer der besten Produzenten der Hardcore-Szene zu werden.“

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