Simmerath - Mit Geld Gutes tun: Letzter Wille für soziale Zwecke

Mit Geld Gutes tun: Letzter Wille für soziale Zwecke

Von: P. St.
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In Kürze möchte die Sozialstiftung Simmerath ihre Arbeit aufnehmen: Stiftungsvorstand und Kuratorium sind jetzt eingesetzt worden und werden die Vergaberichtlinien zur Unterstützung sozialer Zwecke festlegen. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Ein gut betuchter Bürger, der zuletzt in der Gemeinde Simmerath lebte, wollte mit seinem Vermögen etwas Gutes tun. Daher hat der Erblasser als letztwillige Verfügung von Todes wegen der Gemeinde als örtlichem Träger der Sozialhilfe sein Vermögen zu einem Drittel als Kapitalstock zur Verfügung gestellt mit der Auflage, diesen Erbteil durch die Gründung einer Stiftung nachhaltig zur Förderung von sozialen Zwecken zur Verfügung zu stellen.

Diese Summe in Höhe von 324.000 Euro bildet nun Grundstock für die Bildung einer Sozialstiftung Simmerath. Bereits Ende 2009 ist diese Stiftung durch die Bezirksregierung Köln als selbständige Stiftung anerkannt worden. Jetzt wurden ein Stiftungsvorstand und ein Stiftungs-Kuratorium gewählt.

Der Zweck der Stiftung besteht grundsätzlich darin, soziale Zwecke innerhalb des Gemeindegebietes finanziell zu unterstützen. Beispielhaft wird die Hilfe und Unterstützung von und für psychisch kranke Menschen, kranken Kindern und hilfsbedürftigen alten Menschen genannt. Auch Zuwendungen an Kinder-, Jugend- und Senioreneinrichtungen sowie die Unterstützung von Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Senioren sowie Zuwendungen an sozial tätige Vereine erfüllen den Zweck der Stiftung.

Das Stiftungsvermögen beläuft sich wie gesagt auf 324.000 Euro. Dieses Vermögen darf nicht verringert und muss gewinnbringend angelegt werden. Der Kapitalstock bleibt also erhalten. Die Zugewinne aus Zinserträgen und weiteren Spenden, die in die Stiftung eingehen, können dann für die genannten sozialen Zwecke verwendet werden. Die Gemeinde hofft nun, dass durch Spenden, aber auch durch mögliche weitere Zustiftungen die Unterstützung sozialer Zwecke möglichst effektiv gestaltet werden kann.

Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, als geborenes Mitglied Vorsitzender der Stiftung, hofft nun, dass es der Gemeinde künftig möglich sein wird, „über die der Gemeinde Simmerath zur Verfügung stehenden Mittel hinaus noch Hilfe zu leisten”. In Kürze werden Vorstand und Kuratorium die weitere Vorgehensweise der Stiftung , wie Antragsverfahren und Vergaberichtlinien festlegen und auch den Kreis der Hilfsbedürftigen konkretisieren.

Stiftungsvorstand und Kuratorium gewählt

Vorsitzender der Sozialstiftung Simmerath ist Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns; sein Verhinderungsvertreter ist Beigeordneter Roger Nießen. Weiterhin gehören dem Stiftungsvorstand Dr. Hartmut Wiechmann (Simmerath), ehemaliger ärztlicher Direktor des Simmerather Krankenhauses und Herbert Mertens, ehemaliger Gebietsdirektor der Sparkasse Monschau als stellvertretender Vorsitzender an. Das Kuratorium besteht aus sieben Mitgliedern, darunter die vier Ratsvertreter Ulrich Offermann (Kesternich), Günter Scheidt (Eicherscheid), Gregor Harzheim (Steckenborn) und Claus Brust (Simmerath). Das Kuratorium vervollständigen: Rechtsanwalt Raimund Löhrer (Strauch), der Unternehmer Dietmar Thelen (Simmerath) und Bettina Fricke (Monschau), Leiterin der Grundschule Simmerath. Ansprechpartnerin für die Stiftung bei Verwaltung ist Monika Johnen, Leiterin des Sozialamtes der Gemeinde Simmerath.
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