Mit einem „Fest der Kulturen“ besser verstehen lernen

Von: P. St.
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Simmerath. Einstimmig verabschiedete der Generationen-, Schul- und Sozialausschuss der Gemeinde Simmerath jetzt eine Erklärung zur Situation von Flüchtlingen. Es war nicht leicht, einen gemeinsamen Nenner zu finden.

Doch am Ende stand nach „einem intensiven Abstimmungsprozess ein Kompromiss“, wie Ausschussvorsitzender Franz-Josef Hammelstein erläuterte. Unter anderem wird in der Erklärung zum besseren Kennenlernen ein „Fest der Kulturen“ angeregt.

Der Konsens wurde durchweg begrüßt, auch wenn die Grünen einige Textpassagen noch gerne etwas weiter gefasst hätten. Gisela Kampshoff-Enderle betonte, dass eine längerfristige Unterbringung von Flüchtlingen in der Unterkunft Langschoß „nicht unseren ethischen und sozialen Vorstellungen entspricht“. Gerade die abgelegene Lage mache die Integration besonders schwierig.

Günter Scheidt (CDU) rief die Intention der Erklärung in Erinnerung. Es gehe darum, den Menschen zu helfen. Im übrigen werde die zentrale Unterbringung keineswegs von allen Flüchtlingen als Belastung empfunden.

Renate Scheidt (CDU) berichtete aus der Praxis zur Situation von Flüchtlingen in der Gemeinde Simmerath. Ein aus knapp 30 Personen bestehender Arbeitskreis Langschoß sei auf vielen Ebenen aktiv. Als Beispiele nannte sie Deutsch-Unterricht, Transporte, persönliche Gespräche, Hilfe bei Behörden- und Arztbesuchen, Freizeitaktivitäten oder Reparaturarbeiten. Einige Dinge in der Abwicklung des Alltags seien allerdings „gewöhnungsbedürftig“. Wichtig sei den Bewohnern der soziale Frieden, Störenfriede seien nicht erwünscht. Auch habe man die Erfahrung gemacht, dass viele Bewohner Kontakt untereinander wünschten und nicht dezentral untergebracht werden wollten.

Der evangelische Pfarrer Volker Böhm wunderte sich, dass in der Erklärung insbesondere die Kirchen aufgefordert würden zur Verbesserung der Flüchtlingssituation beizutragen. Böhm: „Soll Kirche einspringen, wo Politik versagt?“

Abschließend wies Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns darauf hin, dass über die bei der Gemeinde angesiedelte Sozialstiftung Simmerath wie in Vergangenheit bereits geschehen, zweckgebundene Spenden für Flüchtlinge eingebracht werden könnten.

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