Mit Eigenleistung zu neuen Gerätehäusern

Von: P. St.
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Die Feuerwehr Rollesbroich wird in Kürze ihren beengten Standort an der alten Schule verlassen. Am Kirchhofsweg wird ein neues Gerätehaus errichtet. Foto: P. Stollenwerk

Rollesbroich/Einruhr. Gleich zwei große Bauprojekte für die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Simmerath sollen im kommenden Jahr in Angriff genommen werden. Die Löschgruppe soll ein neues Gerätehaus erhalten, die Löschgruppe Einruhr bleibt an ihrem gewohnten Standort, aber das Gebäude wird erweitert und aufgestockt.

In der Sitzung des Hochbauausschusses wurden jetzt beide Projekte einstimmig auf den Weg gebracht und Haushaltsmittel im kommenden Jahr bereitgestellt.

Das neue Gerätehaus in Rollesbroich, das auf der Grünfläche am Kirchhofsweg direkt neben der Pfarrkirche gebaut werden soll, wird ca. 462.000 Euro kosten, die Gesamt-Maßnahme in Einruhr, wo die Löschgruppe im Eifelhaus untergebracht ist, beläuft sich etwa 360.000 Euro.

Im Beschluss verankert wurden aber Empfehlungen der Feuerwehrkommission, die das Gremium in seiner jüngsten Zusammenkunft ausgesprochen hatte.

Noch Einsparungen möglich?

Demnach soll im Falle Rollesbroich noch einmal überprüft werden, ob sich die Kosten durch einen höheren Anteil der Eigenleistung der Löschgruppen-Mitglieder nicht noch reduzieren lassen. Außerdem sollten beide Löschgruppen ihre Altersstruktur aufzeigen.

Für den Anbau des Gerätehauses in Einruhr waren zwei Varianten im Gespräch, wobei die baulich aufwendigere Variante und doppelt so teure mit Aufstockung und Erweiterung klar den Vorzug erhielt. Hier ist die Gemeinde Simmerath Eigentümer des Gebäudes. Weitere Gespräche mit der Löschgruppe und dem Pächter des im gleichen Gebäude am Obersee untergebrachten Restaurants ließen diese Variante als logisch erscheinen, zumal der Pächter sich bereit erklärt hatte, sich über einen Zeitraum von zehn Jahren durch die monatlichen Mietzahlungen an die Gemeinde an der Refinanzierung der erhöhten Baukosten zu beteiligten. Die mit dem Pächter abgesprochene bauliche Erweiterung ermöglicht ihm eine wesentliche Erweiterung des Küchenbereiches.

Die Löschgruppe Einruhr hat angekündigt, sich mit einer Eigenleistung in Höhe von 20.000 Euro an den handwerklichen Arbeiten zu beteiligen. Damit würde sich der Anteil der Gemeinde Simmerath auf 340.000 Euro reduzieren

Die Löschgruppe Rollesbroich hatte angeboten, maximal 12.000 Euro Eigenleistung einzubringen und darauf hingewiesen, dass diesem Anteil eine realistische Einschätzung der Möglichkeiten der Löschgruppe zugrunde liege. Deshalb wolle man, so hatte Löschgruppenführer Achim Breuer wissen lassen, auch nicht Versprechungen leisten, die man nachher nicht einhalten könne. Demnach wären von der Gemeinde 450.000 Euro Kosten zu tragen.

Keine Diskussion gibt es innerhalb der Löschgruppe Rollesbroich mehr über den Standort des neuen Feuerwehrgerätehauses, nachdem zu Beginn der Planung noch unterschiedliche Auffassungen unter den 15 Aktiven geherrscht hatten.

Für Gregor Harzheim (SPD) stellte sich im Ausschuss die Frage, wieso plötzlich für Rollesbroich der Kostenansatz als zu hoch angesehen werde. Auch zur Frage der Wirtschaftlichkeit aus Sicht der Gemeinde wünsche er sich noch nähere Informationen.

Rollesbroichs Ortsvorsteher Marc Topp wunderte sich ebenfalls über die Neubewertung. Außerdem habe die Löschgruppe ihre Eigenleistung realistisch eingeschätzt.

„Eine dicke Stange Geld“

Manfred Huppertz als Mitglied der Feuerwehrkommission stellte klar, dass kein Angriff auf die Löschgruppe gefahren werde solle, sondern die Kommission lediglich angeregt habe, nach Einsparmöglichkeiten unter Einbindung der Löschgruppe zu suchen. Christoph Poschen (CDU) meinte, dass es den politischen Vertretern erlaubt sein müsse, genau hinzuschauen. Es handele sich schließlich um „eine dicke Stange Geld“. Abschließend versicherte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, dass sich die Maßnahme in Einruhr für die Gemeinde rechne. „Der langfristige Pachtvertrag garantiert der Gemeinde eine gute Gegenfinanzierung.“

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