Mit der neuen Wache auch die Einsatzzeiten optimiert

Von: Helga Giesen
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Freuen sich gemeinsam über die Fertigstellung der neuen Rettungswache in Roetgen: Dezernent Gregor Jansen, Bürgermeister Manfred Eis, mit Schlüssel der „Hausherr“ der Außenstelle, Wachleiter Jan Gülpen, und sein Simmerather Kollege Holger Schütt, Städteregionsrat Helmut Etschenberg sowie der Bereitschaftsleiter des Ortsvereins, Guido Offermann. Foto: Helga Giesen

Roetgen. „Ich glaube, das ist hier zu klein geraten“, stellte Städteregionsrat Helmut Etschenberg überrascht beim Anblick der überaus zahlreichen Gäste fest, die sich zur Einweihung der „Außenstelle der Rettungswache Simmerath in Roetgen“ im Mehrzweckraum des neuen Gebäudes an der Hauptstraße drängten.

Seitens der Städteregion begrüßte Dezernent Gregor Jansen vom Amt für Rettungswesen und Bevölkerungsschutz die Vertreter aus Politik und Verwaltung der Städteregion und der Gemeinde Roetgen sowie des DRK-Kreisverbandes und -Ortsvereins, die sich nun gemeinsam über das gelungene Werk freuen konnten, auch wenn der Weg dorthin lang und voller Hindernisse gewesen sei.

Ehrenamtlicher Einsatz

Diese Vorgeschichte ließ Helmut Etschenberg in seinem Grußwort kurz Revue passieren. Er freue sich, dass mit dem neuen Gebäude denen etwas zurückgegeben werden könne, die selbstlos anderen helfen, würdigte er den ehrenamtlichen Einsatz der DRK-Mitglieder im Rettungswesen der Städteregion. Veränderte Rahmenbedingungen mit geforderten Einsatzzeiten von höchstens zwölf Minuten stellten im ländlichen Bereich eine besondere Herausforderung dar, erläuterte Etschenberg, warum ab 2008 erste Überlegungen zur Installation einer Rettungswache in Roetgen angestellt wurden.

Eine neuartige, flexible Standortstrategie und die enge Verzahnung im Einsatz von haupt- und nebenamtlichen Rettungskräften hätten sich in einer Testphase hervorragend bewährt. Zur Bewältigung ihrer physisch und psychisch oft belastenden Einsätze seien diese nun gut ausgestattet.

Dass die Einsatzzeiten für das gesamte Gemeindegebiet optimiert werden konnten, konnte Bürgermeister Manfred Eis dankbar aus eigener Erfahrung bestätigen, da er selbst vor wenigen Wochen den Notruf 112 wählen musste. Als Vorsitzender des DRK-Ortsvereins freute er sich auch darüber, dass das Vereinsleben, das in der langen Übergangszeit „gegen Null“ gegangen war, nun wieder aufgebaut werden könne.

Die neue Rettungswache ersetzt die ehemalige DRK-Unterkunft des Ortsvereins an gleicher Stelle. Das Grundstück gehört der Gemeinde, Bauherr ist die Städteregion, der DRK-Ortsverein bezieht als Mieter einen Teil der Räumlichkeiten. Rund 670.000 Euro wurden investiert, die zum größten Teil in die regionale Wirtschaft geflossen sind, wie Helmut Etschenberg betonte.

Einhelliges Lob zollten alle Beteiligten dabei der ausführenden Baufirma Förster. Besonders hob der Städteregionsrat die gute Infrastruktur der Rettungswache hervor, unter anderem mit einem Desinfektionsraum und vor allem einer im Notfall autarken Energieversorgung. Die Gesamtfläche des Gebäudes beträgt ca. 300 Quadratmeter einschließlich der Fahrzeughallen. Davon entfallen 145 Quadratmeter auf die Rettungswache, die im Obergeschoss über ein Büro, zwei Ruheräume mit sanitären Anlagen für den Bereitschaftsdienst und einen Aufenthaltsraum verfügt.

Kernstück der 163 Quadratmeter im Erdgeschoss, die dem Ortsverein zur Verfügung stehen, ist der große Mehrzweckraum, der bei Bedarf geteilt werden kann. Hier können sowohl die Kurse im Bereich der Breitenausbildung als auch Vereinsaktivitäten stattfinden.

Dank einer großzügigen Förderung aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale konnte eine ebenso zweckmäßige wie schöne Innenausstattung beschafft werden, freute sich der Bereitschaftsleiter des Ortsvereins, Guido Offermann.

Schlüssel für die Wachleiter

Nach der Schlüsselübergabe durch die Vertreter der Städteregion an die Wachleiter der Rettungsstelle Simmerath und der Roetgener Außenstelle, Holger Schütt und Jan Gülpen, sowie an Bürgermeister Manfred Eis und Bereitschaftsleiter Guido Offermann nahm der Notfallseelsorger Diakon Thomas Ervens die Einsegnung des neuen Hauses vor. Die stellvertretende Vorsitzende Inge Tappert verlas dazu das Gleichnis vom barmherzigen Samariter.

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