Monschau - Mit dem Pinsel zurück in die Vergangenheit

Mit dem Pinsel zurück in die Vergangenheit

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
St. Ursula im Herzen und auf d
St. Ursula im Herzen und auf der Wand: Janina Steffens, Simone Küpper, Carina Gottschalk und Lisa Kähmer (v.l.) pinseln fleißig mit den jetzigen Schülerinnen der Mädchenrealschule. Foto: Robert Flader

Monschau. Für Janina Steffens, Simone Küpper und Carina Gottschalk ist der Weg hinauf zum St. Ursula eine Reise in die eigene Vergangenheit. Die Ehemaligen der Monschauer Mädchenrealschule wollen in rund anderthalb Jahren, im Sommer 2013, als ausgebildete Erzieherinnen arbeiten.

Und das, was sie am Berufskolleg Stolberg/Simmerath lernen, haben sie gleich einmal an ihrer alten Schule unter Beweis gestellt: „Im Rahmen einer Projektarbeit wollten wir mit Kindern kreativ arbeiten”, sagt Carina Steffens und schwingt den Malpinsel. „Und wo geht das besser als in einer Schule?”

Zu viert, Lisa Kähmer als weitere Auszubildende ist ebenfalls an der Projektarbeit beteiligt, haben sie sich vorgenommen, den Computerraum unterhalb des Daches farblich zu verschönern. Und das ist keine ganz so einfache Aufgabe: „Der sah ja vorher nicht so besonders aus, da musste etwas völlig Neues rein”, sagt Simone Küpper.

Mit 13 aktuellen Schülerinnen aus der Nachmittagsbetreuung wurde der Raum eine Woche lang auf Vordermann gebracht, gestrichen und bemalt, der Kreativität waren bei dem Projekt keine Grenzen gesetzt. Fast keine. „Die Mädels wollten hier noch ein Sofa reinstellen, was aus Platzgründen natürlich nicht geht”, sagt Küpper. Stattdessen ziert nun das Schulwappen die Wand.

Kreatives Potenzial nutzen

Der Raum leuchtet nun in den Farben Blau, Gelb und Weiß. Warum eigentlich die eigene Ex-Schule? „Wir wissen noch gut, was wir an St. Ursula hatten, wir haben uns hier sehr wohl gefühlt”, sagt Janina Steffens rückblickend. Und: „Die jetzigen Schülerinnen waren direkt begeistert von dem Projekt. Und das ist letztlich das Wichtigste.”

Auch bei der Schule selbst kommt das Engagement der vier Auszubildenden gut an: „Sie sind jetzt so viel weiter als vor drei Jahren, als wir sie entlassen haben”, staunt Herbert Frings, langjähriger Musik- und Deutschlehrer, über die Entwicklung seiner ehemaligen Schülerinnen. „Im Grunde mussten wir das Projekt kaum unterstützen und haben uns nur als neugierige Beobachter dazu gesellt.” Die Materialien, Pinsel, Farbe und Kittel wurden von der Schule und Sponsoren gestellt.

Immer gerne zurück

In der kommenden Woche werden die vier angehenden Erzieherinnen selbst wieder zu Schülern, die ihre Pinsel gegen Stifte tauschen und im Berufskolleg die Ergebnisse ihres Projekts vorstellen.

Konkrete Pläne, ob sie vielleicht noch einmal im Schulgebäude oberhalb der Burgau Hand anlegen werden, gibt es noch keine, aber: „Wir würden”, sagt Janina Steffens, „immer wieder gerne zurückkehren. Es ist sehr schön hier.” Das gilt jetzt vor allem für den in neuen Farben strahlenden Computerraum.
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