Kesternich - Mit Ausdauer zum neuen Kesternicher Sportzentrum

Mit Ausdauer zum neuen Kesternicher Sportzentrum

Von: Peter Stollenwerk
Letzte Aktualisierung:
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Die Verantwortlichen des TSV Kesternich und der Dorfgemeinschaftshaus GmbH nahmen mit Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (li.) ganz offiziell den ersten Spatenstich für das neue Sport- und Kulturzentrum vor. Foto: P. Stollenwerk
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Funktionell und vielseitig nutzbar soll das neue Sport- und Kulturzentrum in Kesternich nach dem Entwurf von Architekt Jens Wunderlich aussehen. Foto: P. Stollenwerk

Kesternich. Der Baukran ist bereits in Position gebracht, die grüne Wiese ist abgesteckt, und nachdem jetzt auch der unvermeidliche, offizielle erste Spatenstich erfolgte, sind alle Hürden für den Baubeginn des neuen Sport- und Kulturzentrums auf der Höhe am nördlichen Ortsrand von Kesternich genommen.

Der TSV Kesternich und die Dorfgemeinschaftshaus GmbH sind Träger des Großprojektes mit Turnhalle, Kunstrasenplatz und Dorfgemeinschaftshaus. „Hier entsteht Zukunft“, war auf einem Banner zu lesen.

Bereits vor neun Jahre begannen die ersten Planungen für das Projekt außerhalb der Ortslage. Erst am Freitag war die Baugenehmigung seitens der Städteregion Aachen eingegangen, so dass auch dem Spatenstich nichts mehr im Wege stand.

Bei vielen der rund 100 Gäste, die sich in der Herbstsonne auf dem freien Feld einfanden, war die Erleichterung spürbar, denn „dieser größten Gemeinschaftsaufgabe, die unser Dorf je gesehen hat“ (Ortsvorsteher Sascha Schmitz) war eine fast unendlich scheinende und oft zähe Phase der vorbereitenden Planung vorausgegangen. Der Baubeginn ist das wohl schönste Geschenk für den TSV Kesternich im 70. Jahr seines Bestehens.

In wenigen Wochen soll mit den Betonarbeiten für Fundament und Bodenplatte des von Architekt Jens Wunderlich geplanten Funktionsgebäudes begonnen werden. Ab der Saison 2018/19 werden Fußball, Tischtennis und Volleyball hier ihre neue Spielstätte in Betrieb nehmen. Im zweiten Bauabschnitt wird das Gemeinschaftshaus fertiggestellt.

Bei der Begrüßung sprach der Vorsitzende des TSV Kesternich, Ralf Stollenwerk, die große Bedeutung an, die das neue Sport- und Kulturzentrum für den Ort, aber auch für die gesamte Gemeinde Simmerath erreichen werde. Stollenwerk rückte noch einmal den wichtigsten Baustein des Projektes in den Vordergrund, in dem es gelungen sei, den bisherigen Sportplatz als Baufläche auszuweisen, um damit wesentlich die neue Sportstätte zu finanzieren. „Die jahrelange Arbeit hat sich ausgezahlt“, sagte der Vorsitzende voller Vorfreude auf die anstehenden Aufgaben.

Durchbruch im Jahr 2016

Die intensive Planungs- und Vorbereitungszeit sprach auch Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns an, und mancher habe sich in dieser Zeit sicherlich die bange Frage gestellt, ob das Projekt überhaupt je umgesetzt werde. Erst im Jahr 2016 habe man den Durchbruch geschafft, als ein Zuschuss der Gemeinde Simmerath in Höhe von 113.000 Euro für den Bau des Kunstrasenplatzes beschlossen worden sei.

Weitere 48.000 Euro würden vom TSV Kesternich und vom SV Nordeifel (ein seit 2012 bestehender Zusammenschluss von sechs Simmerather Jugendabteilungen) eingebracht. Der Bürgermeister erinnerte an „stundenlange Gespräche“ mit den Verantwortlichen des TSV Kesternich, Ralf Stollenwerk und Dieter Henn, wie auch den Vertretern der Dorfgemeinschaftshaus GmbH, Volker Stollenwerk und Rolf Schneider, die „Ausdauer und Stehvermögen“, wie man es nur selten bei Ehrenamtlern vorfinde, gezeigt hätten.

Seitens der Gemeinde habe man den zentralen neuen Standort des Sportplatzes vor allem deshalb unterstützt, weil er nicht nur dem TSV Kesternich, sondern auch den weiteren im SV Nordeifel zusammengeschlossenen Vereinen diene. Vom neuen Sport- und Kulturzentrum, meinte Hermanns, würden mit Sicherheit „wesentliche Impulse“ für das Dorfleben ausgehen.

„Ein Traum wird wahr“, freute sich auch Rolf Schneider von der Dorfgemeinschaftshaus GmbH auf die neue Herausforderung, die man „mit der Unterstützung der Kesternicher“ sicherlich schaffen werde. Schneider erinnerte auch daran, dass es bereits im Jahr 1974 erste Überlegungen für den Bau einer Mehrzweckhalle in Kesternich und dann im Jahr 1996 mit der Gründung der IG Festhalle erneut einen erfolglosen Versuch gegeben habe, eine Heimat für die Ortsvereine zu schaffen.

Kesternichs Ortsvorsteher Sascha Schmitz erinnerte an die Vielzahl von Änderungen, Ergänzungen und Anpassungen, die das Projekt begleitet hätten. Auch er ermunterte alle Kesternicher, an der gemeinsamen Umsetzung des Zentrums mitzuwirken.

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