Missbrauchsvorwurf: Das Opfer schweigt vor Gericht

Von: ess
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Höfen/Schleiden. Mit einem Freispruch ist dieser Tage vor dem Amtsgericht Schleiden ein Prozess zu Ende gegangen, in dem es um sexuelle Nötigung und „Missbrauch Widerstandsunfähiger” ging.

Der Angeklagte Karl Josef S. soll sich in der Silvesternacht 2004/05 bei einer privaten Feier in Höfen einer damals 14-Jährigen unsittlich genähert haben, so der Vorwurf.

Wie Christoph Tambour, Vertreter des Amtsgerichtsdirektors, erläuterte, soll sich der Angeklagte, erheblich älter als das minderjährige Mädchen, auf die 14-Jährige gelegt haben. Zu weiteren Handlungen soll es in dieser Situation nicht gekommen sein, weil er gestört worden sei. Im weiteren Verlauf der Party soll der Angeklagte die Minderjährige laut Tambour „befummelt” haben.

Bei der Gerichtsverhandlung wurde ein Sachverständiger gehört, der der heute jungen Frau Glaubwürdigkeit attestierte. Weiterhin wurden 15 Zeugen befragt. Die Aussagen einiger dieser Zeugen hätten allerdings Zweifel an früheren Darstellungen des Opfers aufkommen lassen.

Ausschlaggebend für den Freispruch war letztlich die Tatsache, dass die junge Frau vor Gericht die Aussage verweigerte. denn die bis dahin vorliegenden Aussagen und Indizien reichten nicht für eine Verurteilung aus. Christoph Tambour: „In einem solchen Falle gilt vor Gericht nach wie vor die Regel: Im Zweifel für den Angeklagten.”
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