Missbrauch: Simmerather (69) weist alle Vorwürfe zurück

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Gemünd/Simmerath. Das Amtsgericht Gemünd verhandelt zur Zeit einen Fall von sexuellem Missbrauch einer Minderjährigen. Die Anklage wirft einem 69-jährigen Mann aus Simmerath wiederholte Versuche von sexuellen Handlungen mit einem Kind unter 14 Jahren vor.

Der Angeklagte soll versucht haben, die Freundin seiner Tochter im Frühjahr 2009 mehrmals im Genitalbereich zu berühren.

Außerdem soll er die zu diesem Zeitpunkt 13-jährige Schülerin gefragt haben, ob sie ihn im Genitalbereich waschen möchte und ob sie ihm bei der Selbstbefriedigung zusehen wolle. Es sei zu mindestens acht Fällen gekommen, wo sich der Angeklagte dem Mädchen körperlich genähert haben oder ihr unsittliche Angebote unterbreitet haben soll. Der 69-Jährige weist alle Anklagepunkte weit von sich.

Das vermeintliche Opfer sei lange Zeit eine sehr enge Freundin seiner Tochter gewesen und im Haus der Familie fast täglich ein- und ausgegangen. Doch später sei es immer häufiger zum Streit zwischen den Mädchen gekommen. Außerdem habe die 13-Jährige Zigaretten und Alkohol aus dem Zimmer des Schwiegervaters des Angeklagten, der im selben Haus lebt, entwendet.

Nachdem dieser dem Mädchen verboten habe, sein Zimmer zu betreten, habe sie versucht, die Kinder des Angeklagten zum Stehlen dieser Dinge anzustiften. Der Angeklagte sagte weiter aus, dass er dem Mädchen schließlich im März 2009 auf Grund dieser Vorfälle Hausverbot erteilt habe. Danach sei der Kontakt zwischen seiner Tochter und dem vermeintlichem Opfer aber nicht abgebrochen. Im Mai 2009 sei es dann zu einem heftigem Streit zwischen ihm und dem Mädchen gekommen und er habe ihr dabei jeden weiteren Umgang mit seiner Familie untersagt.

Kein Hausverbot erteilt

Die heute 15-Jährige sagte hingegen aus, dass ein solches Hausverbot nicht erteilt worden sei. Eine weitere Freundin und die Tochter des Angeklagten sollen zudem mitbekommen haben, wie der Angeklagte versucht habe, ihr in die Hose zu fassen. Auch der anderen Freundin habe er versucht, sich auf diese Weise zu nähern. Er sei immer von hinten gekommen und hätte versucht, mit seinen Händen, über die Taille der Mädchen streichelnd, in die Hose zu fassen. Das zweite vermeintliche Opfer erschien am Dienstag nicht zur Aussage vor Gericht. Sie und die Tochter des Angeklagten sollen heute gehört werden. Am 26. Januar will das Gericht urteilen.
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